Unerwartete Niederlage beim Tabellenletzten

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Unerwartete Niederlage beim Tabellenletzten

Auch 5 Tore von Isabell Hurst in der zweiten Halbzeit konnten die Flames-Niederlage nicht mehr verhindern / Foto: ©Andrea Müller

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm hatte vor dem Spiel beim Tabellenletzten in der Nordheide gewarnt. „Wir sind Favorit, aber das wird kein Selbstläufer, sondern ein schweres Spiel“, so die Trainerin. Es wurde nicht nur dieses schwere Spiel, sondern es endete am Ende mit einer unerwarteten Niederlage. Mit 26:25 (16:12) besiegten die HL Buchholz 08-Rosengarten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach nicht unverdient und gaben die Rote Laterne an die HSG Bad Wildungen Vipers ab, die allerdings bisher 2 Spiele weniger ausgetragen haben. Die Flames rutschen durch die Niederlage mit 9:11 Punkten auf den 8. Tabellenplatz. Beste Türschützinnen waren Myrthe Schoenaker bei den Flames und Sarah Lamp bei den Luchsen mit jeweils 6 Toren.

Die Flames kamen überhaupt nicht gut ins Spiel. Im Angriff wurde klare Chancen vergeben, in der Abwehr wurde nicht konsequent zugegriffen und ermöglichten den Luchsen einfache Treffer. Nach knapp 10 Minuten lag der Favorit mit 6:2 hinten und Heike Ahlgrimm musste ihre erste Auszeit nehmen. Ines Ivancok verkürzte anschließend auf 6:3, ansonsten änderte sich jedoch nicht viel und der Gastgeber konnte sich durch einen 4-Tore-Lauf auf sieben Tore zum 10:3 (18.) durch Marleen Kadenbach absetzen und zwangen Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zur zweiten Auszeit. Bis zur Halbzeit konnten die Flames auf 16:12 verkürzen.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten erneut die Luchse. Sarah Lamp und Kim Berndt erhöhten auf 18:12, Lisa Friedberger scheiterte direkt danach mit ihrem Siebenmeter an Torfrau Mareike Vogel. Nach knapp 10 Minuten waren es nach dem Treffer von Myrthe Schoenaker wieder vier Tore Rückstand beim 20:16. Nun reagierte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec mit einem Team-Timeout. Die Auszeit nutzten die Flames erst einmal besser und verkürzten durch Torfrau Vanessa Fehr und zweimal Isabell Hurst auf 20:19 (43.).

Durch diesen 5:0-Lauf waren die die Flames endgültig wieder im Spiel und es folgte eine spannende Restviertelstunde.

Das 21:21 (48.)  durch Ines Ivancok war der erste Ausgleich in diesem Spiel. Marleen Kadenbach für die Luchse und Isabell Hurst zum 22:22. Sarah Lamp und Alexia Hauf sorgten aber wieder für einen Zwei-Tore-Vorsprung für den Gastgeber zum 24:22 (50.). Isabell Hurst verkürzte wieder. So ging es bis zum 26:25 (56.) durch Sarah van Gulik. Sarah van Gulik war es auch, die dann wieder die Möglichkeit zum Ausgleich hatte, doch sie scheiterte mit ihrem Siebenmeter an Torfrau Mareike Vogel. In der 59. Minute hatte Rosengarten dann die Möglichkeit zur Entscheidung. Alina Molkova, die vorher ihre drei Strafwürfe sicher verwandelte, trat in ihrem letzten Spiel für die Luchse nochmal gegen Helen van Beurden an. Die Flames-Torfrau parierte den gut geworfenen Siebenmeter mit einer tollen Parade und ermöglichte ihrem Team die Chance in den verbleibenden 60 Sekunden mindestens noch den Ausgleich zu erzielen. Doch es blieb dabei, dass es zu keinem weiteren Treffer kam.

Die Flames konnten damit die Bonuspunkte aus dem Sieg gegen Metzingen nicht nutzen. So konnte man sich nicht auf den 6. Tabellenplatz verbessern und rutschte einen Platz runter auf den 8. Platz.

„Glückwunsch an Rosengarten zum verdienten Sieg. Wir wussten, dass es heute hier schwer wird und Rosengarten in den Zweikämpfen alles in die Waageschale wirft. Wir waren gewarnt und sind sehr schlecht ins Spiel gekommen. Meine Mädels haben eine unterirdische erste Halbzeit gespielt. Das ist so und das muss man ihnen auch ankreiden. So dürfen wir hier nicht auftreten. Wir haben alles vermissen lassen und hatten Fehlwürfe en Masse. Ich glaube es waren sieben 100%ige. Dann waren es am Ende zur Pause sogar trotzdem nur noch vier Tore Rückstand. Am Ende fehlte das Quäntchen Glück, aber nach so einem Spiel heute war es auch nicht verdient. Wir haben zwar in der zweiten Halbzeit gekämpft, aber immer noch zu viele Fehler gemacht. Das müssen wir analysieren und weiterarbeiten. Wir holen die Punkte gegen die Großen und verlieren gegen die Kleinen, das darf uns nicht passieren“, bilanzierte eine enttäuschte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Glücklich war ihr Trainerkollege Dubravko Prelcec von den Luchsen: „Ich bin überglücklich, dass sich die Mädels am Schluss doch noch dank einer überragenden Mareike Vogel belohnen konnten. Mit ihren tollen Paraden in wichtigen Phasen hat sie uns im Spiel gehalten. Mit der ersten Halbzeit bin ich insgesamt sehr zufrieden, aber wir hätten höher führen müssen, denn unser Gegner hat uns sehr viel angeboten.“

Eine gute Nachricht gibt es aber dennoch zu vermelden: Rechtsaußen Lotta Heider wurde zwar noch nicht eingesetzt, aber sie stand nach ihrem im Frühjahr erlittenen Kreuzbandriss erstmals wieder im Aufgebot der Flames.

Das nächste Spiel der Flames ist am 29.01.2022 das Nachholspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe. Anpfiff ist in der Weststadthalle Bensheim um 18:00 Uhr. Abgesagt wurde von der HBF das Heimspiel am 22.01.2022 gegen die HSG Bad Wildungen Vipers, da sich bei den Vipers ein Großteil der Mannschaft in Quarantäne befindet. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Statistik Flames
Vanessa Fehr (1), Helen van Beurden – Isabell Hurst (5), Lotta Heider, Myrthe Schoenaker (6), Elisa Stuttfeld, Jana Haas, Lisa Friedberger (3), Christin Kühlborn (1), Saskia Fackel (4), Sarah van Gulik (1), Ines Ivancok (2), Neele Mara Orth (1) und Dionne Visser (2).