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Reise ins Ungewisse

Isabell Hurst setzt sich hier im Hinspiel gegen die abwehr der Wildcats durch / Foto: ©Andrea Müller

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach geht es nach der kurzen Coronapause am Samstag (02.04.2022) in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) mit dem Auswärtsspiel beim SV Union Halle-Neustadt weiter. Anpfiff ist bei den Wildcats um 19:00 Uhr.

Coronabedingt hatten die Flames letzte Woche Spielpause, da das Mittwochspiel beim amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund aufgrund von Corona-Fällen in beiden Mannschaften abgesagt wurde. Nachholtermin ist Mittwoch, 27.04.2022, um 19:30 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen.

Um weitere Corona-Erkrankungen zu vermeiden, wurde das Training letzte Woche ausgesetzt. Zum Trainingsstart diese Woche standen Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nur acht Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen zur Verfügung, die überwiegend in Kleingruppen trainierten. Mit welchem Kader die Flames morgen antreten können und inwiefern die genesenen Spielerinnen schon wieder einsatzfähig und fit sind, wird sich kurzfristig entscheiden.

„Das Spiel wird eine Wundertüte, weil wir im Moment nicht sagen können mit welcher Mannschaft und wie wir auflaufen können. Außerdem wissen wir nicht, wie viel Kraft wir haben, da wir ja einige Corona-Fälle hatten. Wir müssen schauen, dass wir das Beste daraus machen“, erklärt Heike Ahlgrimm mit Blick auf die Begegnung.

Verzichten muss sie auf jeden Fall auf die drei Langzeitverletzten Leonie Kockel, Alicia Soffel und Sarah Dekker.

Verletzungsbedingt zusehen muss auch die Dänin Simone Spur Petersen, die zusammen mit Julia Niewiadomska vor dieser Saison von den Flames zu den Wildcats wechselte und sich im Januar einen Kreuzbandriss zuzog.

Beide Teams liegen in der Tabelle dicht zusammen. Die Wildcats belegen mit 13:19 Punkten den 8. Tabellenplatz, die Flames finden sich mit 13:21 Punkten direkt dahinter auf dem 9. Platz. Beide Mannschaften wollen zurück in die Erfolgsspur. Die Flames haben die letzten beiden Spiele in Zwickau und gegen den Tabellendritten Buxtehude verloren. Die Wildcats von Trainerin Katrin Welter haben bisher eine sehr gute Saison gespielt, konnten aber aus den letzten vier Spielen keine Punkte holen. Dabei überraschten vor allem die Niederlagen gegen Bad Wildungen und Zwickau. Kein Wunder also, dass die Wildcats unbedingt gegen die Flames zu Hause wieder zwei Punkte einfahren wollen. Auswärts ist ihnen das im Hinspiel bereits beim 28:25-Auswärtssieg in Bensheim gelungen.

Normalerweise wäre es morgen ein Spiel auf Augenhöhe. So ist es für die Flames eine Fahrt ins Ungewisse. „Vielleicht tut es uns auch ganz gut, dass wir unter diesen Bedingungen auch keinen Druck haben“, findet Heike Ahlgrimm durchaus auch einen positiven Aspekt an dieser schweren Situation. „Die Wildcats sind ein bisschen Favorit in eigener Halle, aber wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken. Sie hatten jetzt auch eine Phase, wo es nicht so gut gelaufen ist und sie zwei sehr wichtige Spiele gegen Bad Wildungen und Zwickau verloren haben. Das sind vier Punkte, die sie eingeplant hatten. Bei ihnen ist etwas der Rhythmus und die Leichtigkeit weg, die sie am Anfang hatten. Von daher fahren wir schon hin und wollen was mitnehmen, aber wir wissen auch, dass es unter diesen Bedingungen sehr schwer wird“, so Heike Ahlgrimm.

Bisher standen sich beide Mannschaften zwanzigmal in der ersten und zweiten Bundesliga sowie im DHB-Pokal gegenüber. Viermal konnten die Wildcats gewinnen, einmal trennte man sich Unentschieden und fünfzehnmal standen die Flames als Sieger auf der Platte.

Die erfolgreichsten Torschützinnen sind bei den Wildcats Helena Egelund Mikkelsen mit 65 Toren und Camilla Askebjerg Madsen mit 62/5 Toren.

Viel erwarten darf man im Angesicht der Umstände nicht, aber vielleicht können die Flames nach der kurzen Zwangspause und ohne Druck positiv überraschen und die Punkte entführen.