Re-Start nach der langen Pause eine Herausforderung

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Hallenheft Nr. 11 – Thüringer HC und Neckarsulmer Sport-Union
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Re-Start nach der langen Pause eine Herausforderung

Gemeinsam in den Re-Start nach der Corona-Erkrankung / Foto: ©Andrea Müller

Mit dem Spiel gegen den Thüringer HC findet die Saison für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen nach 5 Wochen Corona bedingter Zwangspause ihre Fortsetzung. Die Begegnung wird am Samstag um 18.00 Uhr in der Weststadthalle angepfiffen und ist der Start in ein straffes Restprogramm mit 5 Spielen in zweieinhalb Wochen.

Die Flames stehen dabei vor einer großen Herausforderung und einer Gleichung mit vielen Unbekannten. Bis zu der überraschenden Corona-Erkrankung von fast dem kompletten Spielkader und der anschließenden Quarantäne haben die Flames ihre bisher beste Bundesligasaison gespielt und einen hervorragenden 7. Platz belegt. Den zu verteidigen wäre schon ohne Corona sehr schwer geworden, da mit Lotta Heider, Alicia Soffel und Isabel Hurst bereits drei Spielerinnen verletzungsbedingt für den Rest der Saison ausgefallen waren und von den fünf noch ausstehenden Begegnungen bekommen es die Flames als aktuell Tabellenachter mit vier Teams zu tun, die in der Tabelle vor ihnen stehen und noch um die internationalen Plätze kämpfen.

Der Handball war in den letzten Wochen weit in den Hintergrund gerückt. „Wir sind sehr froh, dass alle die Erkrankung gut überstanden haben. Es waren unterschiedlich starke Verläufe bei den einzelnen Spielerinnen, aber es geht allen von Tag zu Tag besser“, berichtet Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, die selbst betroffen war.

Vier Wochen konnten die Spielerinnen nicht trainieren, noch nicht einmal Fahrradfahren in der Quarantäne, wie es im Winter der Fall war, als nur eine Spielerin betroffen war und die Mannschaft mit Trainer und Betreuerstab in häuslicher Quarantäne waren.

Seit knapp zwei Wochen sind die Flames jetzt wieder in einem dosierten Training. An ein normales Training, wie vor der Zwangspause, ist aktuell noch nicht zu denken und der mögliche Trainingsumfang ist bei jeder Spielerin noch ganz unterschiedlich. „Die Spielerinnen brauchen immer mal wieder Pausen von unterschiedlicher Länge“, erklärt Heike Ahlgrimm, die das Training entsprechend der jeweiligen Situation anpassen musste.

Dies wird auch im Spiel der Fall sein und hier muss jede Spielerin auf ihren Körper hören und entsprechende Pause nehmen. So wird sich zeigen wer, wie lange am Samstag spielen kann und mit welchem Tempo die Flames spielen können. Denn eins ist sicher, sie werden versuchen ihren gewohnten Tempohandball zu spielen, zumindest so gut und lange, wie es geht. „Wir freuen uns, dass es wir wieder spielen können und sind alle Sportler, die kein Spiel herschenken und es dem Gegner so schwer, wie möglich, machen werden“, so Heike Ahlgrimm.

Für den Gast sind die zwei Punkte Pflicht und sie sind klarer Favorit, auch wenn sie in der Hinrunde überraschend eine 28:32 Heimniederlage gegen die Flames hinnehmen mussten und somit noch eine Rechnung mit den Flames offen haben. Alle acht Begegnungen vorher konnte der THC für sich entscheiden.

Letztes Wochenende gewann der THC beim SV Union Halle-Neustadt mit 35:25 und am Mittwoch musste man sich beim designierten Deutschen Meister Borussia Dortmund mit 38:29 geschlagen geben und hat dadurch den siebten Sieg in Folge verpasst und die höchste Saisonniederlage kassiert. Den höchsten Saisonsieg feierte man beim 38:18 gegen den 1. FSV Mainz 05.

Mit Blick auf internationale Plätze sieht der THC jedes der noch ausstehenden drei Saisonspiele als Endspiel an, um die direkt in der Tabelle hinter ihnen platzierte Neckarsulmer Sport-Union auf Distanz zu halten, gegen die es am 19.05.2021 im direkten Duell um den 5. Tabellenplatz geht. Entsprechend kämpferisch dürfte der Thüringer HC auch in Bensheim zu Werke gehen.

Der THC hat ebenfalls einige Langzeitverletzte im Kader. In Halle kehrten die zuletzt fehlenden Ina Großmann und Arwen Rühl zurück und die junge Österreicherin Klara Schlegel machte ihr erstes Bundesligaspiel der Saison für den THC und warf dabei ein Tor. Angeführt wird die Mannschaft von Lydia Jakubisova, die nun statt auf ihrer Außenposition im Rückraum recht zu finden ist.

Erfolgreichste Torschützin ist Marketa Jerabkova mit 205/58 Toren, die damit auf Platz 2 der Scorer-Liste der HBF liegt und mit 147 Toren bisher erfolgreichste Feldtorschützin der Liga ist.

Neben den Langzeitverletzten fehlt gegen den THC auch Sarah van Gulik. Dafür wird der Kader durch Nina Rädge, Annika Schmitz, Neele Orth und Rugile Bartaseviciene von den Junior-Flames ergänzt.

Die Begegnung wird, wie gewohnt, ab 18:00 Uhr im kostenlosen Livestream auf Sportdeutschland.TV zu sehen sein.