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Pflichtsieg gegen Halle-Neustadt

Lisa Friedberger war die erfolgreichste Flames-Torschützin gegen die Wildcats / Fotos: ©Andrea Müller

Nach der Kür folgt die Pflicht. Nach dem überraschenden Auswärtssieg am Mittwoch beim Thüringer HC, sollte für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach gegen den SV Union Halle-Neustadt in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) der Pflichtsieg kommen. Das favorisierte Team von Trainerin Heike Ahlgrimm setzte sich am Ende gegen den Aufsteiger knapp mit 23:22 (14:12) durch und feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel des neuen Jahres. Erfolgreichste Torschützin bei den Flames war Lisa Friedberger mit 8/3 Toren, bei den Wildcats aus Halle war Cecilie Woller mit 6 Treffern beste Schützin.

Es war das erwartet schwere Spiel, vor dem Flames-Coach Heike Ahlgrimm ihre Schützlinge im Vorfeld gewarnt hatte, denn die Wildcats sind kein gewöhnlicher Aufsteiger und habe diese Saison bereits 10 Punkte auf ihrem Konto haben und konnten der HSG Blomberg-Lippe einen Punkt abknöpfen. Während die Flames in Thüringen als Außenseiter antraten, waren sie diesmal zu Hause gegen den Aufsteiger in der Favoritenrolle und zwei Punkte waren Pflicht.

Es dauerte fast 3 Minuten bis Alicia Soffel den ersten Treffer des Spiels erzielte. Lisa Friedberger zweimal per Strafwurf und Sarah van Gulik erhöhten auf 4:0 (5.). Swantje Heimburg markierte den ersten Gästetreffer zum 4:1 (7.). Helena Mikkelsen gelang drei Minuten später der Ausgleich zum 4:4 (10.). Isabell Hurst für die Flames und erneut Helena Mikkelsen für die Wildcats trafen zum 5:5 (11.). Dies sollte der letzte Ausgleich in diesem Spiel bleiben. Die Flames setzten sich nach Treffern von Lisa Friedberger, Alicia Soffel und Elisa Stuttfeld auf drei Tore zum 8:5 (15.) ab. Wildcats-Coach Jan-Henning Himborn reagierte mit einem Team-Timeout. Sein Team kam bis zur Pause noch zweimal bis auf ein Tor heran, beim 10:9 (20.) und 13:12 (27.), was aber auch daran lieg, dass die Flames zu viele technische Fehler machten und ihre Chancen nicht konsequent genug nutzen. Mit einem 14:12 ging es in die Kabinen.

Auch im zweiten Abschnitt führten die Flames meistens mit zwei oder drei Toren, konnten sich aber nicht vorentscheidend absetzen. Beim 19:18 (47.) durch Cecilie Woller waren die Wildcats wieder bis auf ein Tor dran. Dionne Visser erhöhte wieder auf zwei zum 20:18 (49.). Anschließend hatte  Helena Mikkelsen die Chance zum Anschlusstreffer, doch sie warf den Siebenmeter über das Tor. Kurz danach vereitelte Jessica Kockler im Flames-Tor noch eine 100%ige Chance und als Sarah Dekker per Tempogegenstoß drei Minuten vor dem Ende zum 23:20 traf, war die Vorentscheidung gefallen. Die Wildcats konnten durch zwei Treffer von Cecilie Woller nur noch auf 23:22 verkürzen.

Es war am Ende zwar ein knapper, aber trotzdem verdienter Sieg. Auch, weil es den Gästen im Verlauf der Partie nicht ein einziges Mal gelang selbst in Führung zu gehen.

Am nächsten Samstag, 16.01.2021, steht für die Flames das nächste Heimspiel auf dem Programm. Mit der HSG Blomberg-Lippe kommt ein starker Gegner in die Weststadthalle (Anpfiff ist um 18:00 Uhr). .

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach Flames):
Nach so einer Energieleistung am Mittwoch beim Thüringer HC war es absolut klar, dass heute dieses Spiel rauskommt. Wir haben von Anfang an gesagt, dass Halle kein normaler Aufsteiger ist. Sie haben eine richtig gute Mannschaft und bisher fleißig Punkte gesammelt und hatten heute nichts zu verlieren. Wir hatten heute eine ganz andere Rolle, denn wir waren heute Favorit und wir haben viele Dinge einfach verkehrt gemacht. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass uns der Mittwoch noch in den Knochen gesteckt hat. Das ist keine Entschuldigung, denn wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Wir haben viele technische Fehler gemacht, Abspielfehler, Fangfehler, aber wir haben auch wahnsinnig viel verworfen und können uns dann auch bei Jessi bedanken, die am Ende zwei entscheidende Dinger hält. Nichtsdestotrotz haben wir das ganze Spiel geführt und haben dann auch verdient gewonnen. Auch wenn es knapp war, es hätte aber auch in die andere Richtung gehen können und wir sollten das heute nicht überbewerten. Wir haben jetzt eine Woche Zeit, das nochmal anzusprechen und uns auch darauf zu konzentrieren, denn jetzt kommen zwei ganz, ganz schwere Spiele gegen Blomberg und Metzingen. Wir haben zwei Punkte und das ist das, was zählt. Wir haben 14:8 Punkte, wer hätte das gedacht und von daher können wir auch nicht immer so eine Leistung bringen, wie am Mittwoch beim Thüringer HC. Man muss hier einfach auch mal die Kirche im Dorf lassen und nicht zu weit nach oben schielen. Wir müssen immer noch gucken, wo wir hingehören. Es ist alles in Ordnung mit 14:8 Punkten und wir werden weiter hart arbeiten. Es geht weiter und heute haben wir wieder zwei Punkte.

Jan-Henning Himborn (SV Union Halle-Neustadt):
Glückwunsch an Bensheim. Wir haben in der entscheidenden Phase hundertprozentige nicht reingemacht und von daher können wir uns auch nicht beschweren, dass es so ausgegangen ist. Es war denkbar knapp, aber es ist schön, dass wir uns hier auf Augenhöhe begegnet sind. Vor 2 Jahren waren wir schon mal hier und haben wesentlich höher verloren. Von daher ist es schon einmal ein besseres Ergebnis. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. In der entscheidenden Phase machen wir halt die 100%igen nicht rein und das ist dann auschlaggebend.

 Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabell Hurst 2, Lotta Heider, Elisa Stuttfeld 5, Simone Spur Petersen, Sarah Dekker 1, Alicia Soffel 3, Lisa Friedberger 8/3, Christin Kühlborn, Sarah van Gulik 1, Ines Ivančok 1, Julia Niewiadomska 1, Dionne Visser 1.