Personalentscheidungen im Tor der Flames

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Personalentscheidungen im Tor der Flames

Pauline Radke wird bei den Flames nach der Saison ihre Handballkarriere beenden / Bild: J. Pfliegensdörfer

Torhüterin Pauline Radke wird der HSG Bensheim/Auerbach ab der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung stehen: die gebürtige Rostockerin legt eine Handballpause ein und will sich künftig mehr auf ihre Berufskarriere bei Flames–Goldsponsor Dentsply Sirona konzentrieren. Sommer-Neuzugang Jessica Kockler verlängerte derweil ihren Vertrag bei den Bergsträßerinnen.

Pauline Radke ist die aktuell Dienstälteste Spielerin im Kader, die Top-Torhüterin spielt seit 2012 bei den Flames. Sie entstammt der Rostocker Handballschule, wechselte über Magdeburg und Greven an die Bergstraße. 2013 und 2017 feierte sie jeweils den Aufstieg in die erste Liga und war dabei eine wichtige Leistungsträgerin.

„Die Flames sind ein großer Teil meines Lebens, deswegen fiel mir die Entscheidung aufzuhören sehr schwer. Ich sehe aber nun für mich den Zeitpunkt gekommen, auch andere Dinge im Leben in den Fokus zu stellen. Ich wünsche mir für den Rest der Saison, dass wir als Team den Klassenerhalt schaffen und so dem Verein helfen, unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Dafür werde ich zusammen mit der Mannschaft alles geben“, beschreibt Pauline Radke ihre Gefühle und Beweggründe.

Eckpfeiler des Teams verlässt die Flames
Geschäftsführer Michael Geil: „Mit Pauline verlässt uns eine absolut professionelle Sportlerin, die immer alles abruft und mit ihren Leistungen jederzeit ein Vorbild ist. Verständlicherweise geht sie nun einen anderen Weg, den wir jedoch genauso fördern. Sicher schauen wir nach der Saison mit einem weinenden Auge zurück und werden gemeinsam auf ein langes Wirken bei den Flames blicken können. Es erfüllt uns mit Stolz, eine Spielerin dieses Formats bei uns zu haben – dies zeigt auch, welchen Stellenwert unser Verein und das Umfeld hat und welche Möglichkeiten wir auch abseits des Sports bieten können. Und Pauline bleibt mir ja als Mitarbeiterin bei Dentsply Sirona erhalten. Das ist ein wichtiger Baustein im Flames Konzept – unseren Spielerinnen ein Standbein nach der Handballkarriere zu geben.“

Ahlgrimm: Führungsspielerin und Leistungsträgerin
„Aus rein sportlicher Sicht ist es sehr schmerzhaft, Pauline zu verlieren. Sie bildet zusammen mit Jessica Kockler ein perfektes Duo, auf das ich mich jederzeit verlassen kann. Pauline hat große Verdienste für den Verein und ist immer ein Vorbild für ihre Mitspielerinnen. Ihre Entscheidung aufzuhören kann ich nachvollziehen, wir sind sicher, dass uns Pauline in vielleicht anderer Funktion erhalten bleibt! Ich wünsche ihr auf ihrem weiteren Weg alles erdenklich Gute“, bedauert auch Heike Ahlgrimm den schmerzlichen Abgang nach der Saison.

Torhüterin verlängert: Jessica Kockler bleibt eine Flamme
Jessica Kockler hat sich bei den Flames innerhalb kurzer Zeit zu einer Schlüsselfigur auf ihrer Position entwickelt. Dementsprechend war es eine logische Schlussfolgerung und Wunsch der Flames, den Vertrag mit ihr zu verlängern.

Jessica Kockler überzeugt bei den Flames mit tollen Leistungen / Bild: J. Pfliegensdörfer

Die Saarländerin bildet mit Pauline Radke ein gut harmonisierendes Duo, dass sich sehr gut ergänzt und pusht. Jessica Kockler hat ihre Leistungsstärke damit auch in der ersten Liga gezeigt und kompensiert, sie eine wichtige Komponente mit sehr guter Übersicht und Reflexen.

„Jessica ist ein echter Aktivposten und hat ihre Leistungen im Laufe der Runde kontinuierlich gesteigert. Zusammen mit unserem Torwarttrainer Udo Bohneberg arbeiten wir gezielt an ihrer Weiterentwicklung und sind uns sicher, dass Jessica noch besser werden kann. Wir freuen uns sehr, dass wir    auch in der nächsten Saison auf sie bauen können“, ist ihre Trainerin Heike Ahlgrimm von der Vertragsverlängerung angetan.

Michael Geil: „Wunschspielerin hat uns voll überzeugt“
„Unsere Wunschspielerin vor der Saison auf der Torhüterinnen-Position war Jessica – mit dieser Entscheidung lagen wir in allen Punkten richtig.
Sie hat sich bei uns voll integriert, passt sehr gut in unsere Mannschaft und ist auch abseits des Sports mit einem herausfordernden Arbeitsplatz und unserem Umfeld rundum zufrieden. Deshalb sind wir sehr erfreut, dass sie ihr Leistungsvermögen bei uns zeigt und ihren Vertrag bei den Flames verlängert hat!“

„Passt hier alles zusammen“
„Eigentlich musste ich nicht lange überlegen, denn mein Ziel war es, erste Liga mit den Flames zu spielen und mich zudem beruflich wie privat wohlzufühlen. Diese Punkte treffen alle zu – es war die richtige Entscheidung, zu den Flames zu wechseln, denn die HSG ist ein vorbildlich geführter Verein und verlässlicher Partner“, blickt Jessica Kockler auf ihre erste Zeit an der Bergstraße.

Sie führt aus: „Wir arbeiten für unser Ziel, den Klassenerhalt, weiter sehr hart und ich bin sicher, dass wir dieses gemeinsam erreichen. Es macht außerdem immensen Spaß, für unsere vielen Fans zu spielen und zusammenzuhalten – vor solch einer großartigen Kulisse spielen nicht alle Handballerinnen!