Perfekter Saisonstart in Mainz

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Perfekter Saisonstart in Mainz

Die Flames spielen in Kompressionsstrümpfen von entorch / Foto: ©Andrea Müller

Ein Traumstart ist den Flames der HSG Bensheim/Auerbach in die neue Saison der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gelungen. Am 1. Spieltag der Saison 2020/21 setzte sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm bei den Meenzer Dynamites des 1. FSV Mainz 05 souverän mit 34:22 (19:10) durch und verbuchte die ersten zwei Punkte. Beste Werferin der Flames war Kreisläuferin Isabell Hurst mit 7 Treffern, beim Gastgeber war Carina Gangel mit 6 Toren am erfolgreichsten.

Bei den Flames bestritten Lotta Heider und Annika Schmitz von den Junior Flames, die die verletzte Rechtsaußen Sarah Dekker vertrat, ihr erstes Spiel in der höchsten Spielklasse. Leonie Kockel und Alicia Soffel feierten ihr Pflichtspieldebüt im Flames-Trikot. Für Alicia Soffel war es auch gleich ein besonderes Spiel, denn letzte Saison trug sie noch das Trikot des Gastgebers und war dort die beste Torschützin. Davon ließ sie sich aber nicht beirren und erzielte 5 Tore für die Flames.

„Das 1. Spiel  ist immer das Schwerste.  Wir haben uns alle total darauf gefreut.  Wir haben ja wirklich sechs Monate darauf gewartet, uns endlich wieder zu messen.  Es ging endlich um 2 Punkte und es war superschwer. Wir waren gewarnt, auch wenn wir heute vielleicht Favorit waren. Wir haben uns vorgenommen keine 25 Tore zu bekommen, das haben wir geschafft und wir haben 34 erzielt, das muss man erst einmal machen. Jetzt haben wir die zwei Punkte.  Von daher sind wir absolut zufrieden“, kommentierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zusammenfassend die Leistung beim Bundesliga-Auftakt.

Hektischer Auftakt auf beiden Seiten

Das Spiel begann auf beiden Seiten hektisch, was aber kein Wunder war, denn das letzte Pflichtspiel lag bereits ein halbes Jahr zurück. Es waren noch nicht einmal drei Minuten gespielt, da gab es schon die ersten zwei Zeitstrafen. Nach 37 Sekunden erwischte es Natalie Adeberg bei den Meenzer Dynamites, zwei Minuten später Isabell Hurst bei den Flames. Lisa Friedberger scheiterte nach 44 Sekunden mit ihrem Siebenmeter, ließ sich davon aber nicht beirren und netzte ihren nächsten wenige Sekunden später zum ersten Tor des Spiels und zur 1:0 Führung der Flames ein. Christin Kühlborn erhöhte auf 2:0.

Franziska Fischer versuchte sich anschließend als erste Mainzer Siebenmeterschützin gegen Flames-Torfrau Helen van Beurden. Helen van Beurden konnte ihn jedoch parieren und blieb auch bei den weiteren drei Duellen in diesem Spiel Siegerin und Mainz somit erfolglos vom Siebenmeterpunkt in dieser Begegnung.

Bis zum 3:5 (9. Minute) durch Natalie Adeberg konnte Mainz noch den Anschluss halten, dann setzten sich die Flames mit einem Sechser-Pack zum 11:3 (16.) vorentscheidend ab und konnten die deutliche Führung in der Folge verwalten. Beim 16:6 (25.) durch Alicia Soffel betrug der Abstand erstmals zehn Tore. Mit einer deutlichen 19:10-Führung wurden die Seiten gewechselt.

Mit einem komfortablen 9-Tore-Vorsprung in die 2. Halbzeit

„Wir waren in der 1. Halbzeit absolut überhaupt nicht auf Augenhöhe. In der Halbzeit habe ich der Mannschaft gesagt, sie sollen bei null anfangen und es als Vorbereitung für die kommenden lösbaren Aufgaben sehen. Mit der zweiten Halbzeit kann ich ganz gut leben“, resümierte der Mainzer Trainer Florian Bauer nach dem Spiel.

Denn Mainz kam stabiler aus der Pause und konnte den Rückstand lange Zeit konstant halten. Bei den Flames wurde munter durchgewechselt und jede Spielerin erhielt ihre Spielanteile.  Nach dem 27:16 (44.) durch Isabell Hurst lagen die Flames erstmals mit 11 Toren in Front. Beim 32:19 (55.) durch Ines Ivancok waren es sogar 13 Tore. Am Ende war es ein ungefährdeter und deutlicher  34:22 Erfolg. Erfreulich auch, dass sich insgesamt neun Spielerinnen mit zwei oder mehr Treffern in die Torschützenliste eintrugen.

„Ich bin froh, dass wir die 2 Punkte haben und ich bin froh, dass wir es über den ganzen Spielverlauf geschafft haben, Mainz auf Abstand zu halten. Wir haben viele Dinge ausprobiert und haben viel gewechselt. Von daher können wir mit dem Saisonstart absolut zufrieden sein. Wir haben gegen Mainz versucht unser Tempospiel aufzubauen. Das hat teilweise schon gut geklappt, wir haben aber noch viel Arbeit vor uns, aber das wissen wir auch. Ich glaube, dass wir in einem langen Entwicklungsprozess sind. Das war heute der 1. Schritt und wir haben die ersten zwei Punkte. Alles andere kommt in den nächsten Wochen und den nächsten Spielen“, zog Flames-Coach Heike Ahlgrimm eine positive Bilanz nach dem Spiel.

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Helen van Beurden, Jessica Kockler – Isabell Hurst (7), Leonie Kockel (4), Lotta Heider (2), Elisa Stuttfeld (2), Annika Schmitz, Alicia Soffel (5), Lisa Friedberger (5/2), Christin Kühlborn (2), Sarah van Gulik, Ines Ivancok (6), Julia Niewiadomska (1).