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Erfahrung gewinnt gegen die Flames

Jessica Kockler lieferte gegen Leverkusen eine ganz starke Leistung / Bildrechte: HSG Bensheim/Auerbach Flames

Nachdem die Begegnung letzte Woche in Dortmund kurzfristig abgesagt wurde (Wasserschaden in der Dortmunder Halle) war das 2. Bundesligaspiel dann erneut ein Heimspiel. Vor 950 Zuschauern empfingen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach die Elfen des TSV Bayer 04 Leverkusen und die Zuschauer hatten ihr Kommen nicht bereut, auch wenn am Ende wieder eine knappe 19:22 (10:12) Niederlage gegen den Favoriten zu Buche stand.

Erfolgreichste Torschützin im Team der Elfen war Nationalspielerin Jenny Karolius, die acht Treffer erzielte, bei den Flames erzielten Bogna Sobiech und Sarah van Gulik je fünf Tore.

Die Flames kamen richtig gut ins Spiel und legten gegen den Favoriten wie die Feuerwehr los. Elfen-Trainerin Renate Wolf sah sich nach 6 Minuten beim 4:1 schon gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. Davon ließen sich die Flames jedoch nicht beeindrucken und führten nach 12 Minuten mit 7:1. Das lag daran, weil die Chancen konsequent genutzt wurden und Torfrau Jessica Kockler mehrere Torwürfe der Elfen parierte und zu Recht am Ende vom Fanclub zur besten Flames-Spielerin der Partie gekürt wurde.

Leider wurden dann wieder einige Bälle leichtfertig vergeben, so dass Leverkusen zurück ins Spiel kam und aufgrund ihrer individuellen Stärke  innerhalb von 8 Minuten aus dem 1:7 Rückstand eine 8:7 Führung machte. Zwischen den Pfosten von Leverkusen stand inzwischen Vanessa Fehr für Nationaltorhüterin Katja Kramarczyk und vereitelte so manche klare Torchance der Flames. In dieser Phase fehlte dem Aufsteiger doch etwas die Erfahrung in der Liga und

Mit einem knappen 10:12 Rückstand ging es in die Pause

Leverkusen erhöhte kurz nach der Pause durch die starke Jenny Karolius am Kreis auf 10:13. Doch die Flames gaben nicht auf und kämpften weiter um ihre Chance die 1. Punkte zu holen und drehten die nächsten 2 Minuten gleich voll auf und glichen durch Bogna Sobiech, Sarah van Gulik und nochmals Bogna Sobiech zum 13:13 aus. Nach 38 Minuten führten die Flames erstmals wieder 15:14, konnten aber nicht erhöhen und mussten erneut 5 Tore in Folge durch Leverkusen zum 15:19 hinnehmen. Die Flames kämpften weiter, aber mussten am Ende sich doch mit 19:22 geschlagen geben, auch weil in der Schlussphase bei den Elfen vor allem Nationaltorhüterin Katja Kramarczyk mit vier gehaltenen Siebenmetern für den notwendigen Rückhalt Ihrer Mannschaft sorgte.

Doch wie auch schon gegen die Vipers zeigten die Flames tollen Kampfgeist und wenn sie diesen beibehalten, werden nicht nur die Zuschauer wieder kommen, sondern die Leistung irgendwann auch mit Punkten belohnt werden.

Statements der Trainerinnen nach dem Spiel:

Renate Wolf: „Ich bin sehr froh über den doppelten Punktgewinn. Es war hier ein sehr schweres Spiel, da wir auch wir die ersten 15 Minuten komplett verpennt haben. Wir haben ohne Druck gespielt, somit konnte Bensheim/Auerbach einen komfortablen Sechs-Tore-Vorsprung herausspielen. Das war schon sehr bitter. Wir haben dann auf einigen Positionen umgestellt, haben dann auch im Tor eine Veränderung vorgenommen, was dazu führte, dass wir hinten mal kein Tor kassiert haben und selbst Tempogegenstöße laufen konnten. Somit war der Vorsprung schnell auf 2 Tore geschrumpft und es war alles wieder offen. Der mentale Vorteil war dann in dieser Phase auf unserer Seite und wir haben uns Stück für Stück zurück gekämpft. Alles in allem war es wirklich ein kampfbetontes Spiel. Kompliment an die Mannschaft von Bensheim/Auerbach. Die haben es uns wirklich sehr, sehr schwer gemacht. Ich bin wirklich froh, dass beide Punkte nach Leverkusen gehen und wünsche Bensheim für die weiteren Spiele alles Gute.“

Heike Ahlgrimm:  „Wenn man am Ende als Verlierer da steht, dann kann man nicht glücklich sein. Wir haben es Leverkusen auf jeden Fall sehr, sehr schwer gemacht. Wir haben richtig gut angefangen in der ersten Viertelstunde und dann haben wir 10 Minuten etwas den Faden verloren. Wahrscheinlich hatten wir auch etwas Angst, dass heute was gehen könnte. Zur Halbzeit waren es nur 2 Tore und ich habe zu meinen Mädels gesagt, dass sie weiter kämpfen sollen. Wir haben gegen Leverkusen nur 22 Tore bekommen. Im Angriff müssen wir mit unseren 19 Toren leben. Das ist etwas zu wenig. Leider haben wir vier Siebenmeter verworfen und etwas zu viel Respekt vor der Nationalspielerin Katja Kramarczyk im Tor gezeigt. Trotzdem nehme ich die positiven Dinge mit. Wir haben wieder gezeigt, dass wir da sind, haben gezeigt, dass wir mithalten können und wir werden die Punkte sammeln, die wir brauchen. Wir werden die Punkte gegen die direkten Konkurrenten holen und da zählt Leverkusen nicht dazu. Ich bin stolz, dass wir es Leverkusen heute schwer gemacht haben. Natürlich ärgere ich mich, dass wir uns nicht belohnt haben. Ich gucke aber positiv nach vorne. Wir werden weiter arbeiten und dann kommen wir wieder hoch.“

Das nächste Spiel bestreiten die Flames am 08.10.2017 um 16.00 Uhr im DHB-Pokal beim FSG Mainz 05/Budenheim und am Mittwoch, 11.10.2017 findet um 19:30 Uhr das Nachholspiel bei Borussia Dortmund statt.