Mit Rückenwind in die schwere Aufgabe gegen die Werkselfen

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Mit Rückenwind in die schwere Aufgabe gegen die Werkselfen

Dreifach-Einsatz für Lotta Heider und Julia Niewiadomska: die beiden bestreiten am Wochenende drei Spiele für die Flames; am Samstag in der Handball Bundesliga Frauen gegen Leverkusen sowie am Freitag und am Sonntag in der A-Jugend-Bundesliga. / Foto: ©Andrea Müller

Nach dem Erfolg der Flames der HSG Bensheim/Auerbach in Oldenburg und der vorrübergehenden Tabellenführung in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) ist die Tabelle seit Mittwochabend wieder etwas gerade gerückt. Die SG BBM Bietigheim und Borussia Dortmund sind mit ihren Siegen wieder an den Flames vorbeigezogen.

Begünstigt wurde der perfekte Saisonstart der Flames auch durch den Spielplan und die bisher eher  leichten Gegner, ohne die Leistung schmälern zu wollen. Außer dem BVB und den Flames ist mit den Werkselfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen nur noch ein weiteres Team bisher ohne Verlustpunkt. Bedingt durch Spielverlegungen haben die Werkselfen bisher allerdings nur ein Spiel bestritten und hatten dann eine dreiwöchige Pause. Ob diese ein Vor-oder Nachteil ist, wird sich im Spiel gegen die Flames zeigen. Für mindestens eine der beiden Mannschaften wird es auf jeden Fall die ersten Verlustpunkte in dieser Saison geben.

Weiterhin nur 250 Zuschauer zugelassen

Die Begegnung zwischen den Flames und den Elfen wird am Samstag, 26.09.2020, um 18:00 Uhr angepfiffen. In der Weststadthalle dürfen wieder 250 Zuschauer die Begegnung. unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen. besuchen. Die Flames hoffen, dass diesmal auch mehr Zuschauer, wie die 140 im ersten Heimspiel,  in die Halle kommen, denn kurzfristig konnten noch einige Tageskarten erworben werden. Möglich gemacht haben dies einige Partner und Sponsoren der Flames, die auf den Besuch des Spiels mit ihrer Dauerkarte verzichten und diesen Platz den Flames zur Verfügung stellen, damit mehr Fans in die Halle können. Dies zeigt einmal mehr, dass die Flames-Familie zusammenhält und welche tolle Partner die Flames haben.

Trotz der Siege – Elfen sind Favorit

Die Elfen gehen als Favorit in die Begegnung. Das letzte Spiel gegeneinander war am 09.11.2019. Da konnten die Elfen durch einen 30:27 Auswärtssieg die Punkte mit nach Leverkusen nehmen. Im Jahr davor gab es einen deutlichen 30:20 Erfolg der Flames – der bisher einzige Sieg. Die Bilanz spricht für Leverkusen. Neunmal stand man sich gegenüber. Siebenmal gingen die Elfen als Sieger vom Platz, einmal die Flames und einmal trennte man sich Unentschieden.

Die Ausgangslage ist daher auch für Flames-Coach Heike Ahlgrimm klar: „Auf jeden Fall ist Leverkusen absoluter Favorit. Sie haben immer das Ziel oben unter den ersten fünf bis sechs zu sein. Das werden sie auch dieses Jahr wieder wollen. Zum Ende der letzten Saison haben sie paar Spielerinnen verloren. Aber sie haben sich gut verstärkt, auch mit jungen interessanten Spielerinnen aus der eigenen Jugend“. Leverkusen hat seit vielen Jahren eine ausgezeichnete Jugendarbeit.

Die erfahrensten Spielerinnen im vom ehemaligen Deutschen Nationaltrainer Michael Biegler trainierten Kader, sind Ex-Nationalspielerin Svenja Huber auf Rechtsaußen, Zivile Jurgutyte auf Rückraummitte und am Kreis die Isländerin Hildigunnur Einardsdottir. Die 34-jährige Svenja Huber ist auch neue Mannschaftsführerin der Elfen und soll auf dem Spielfeld als verlängerter Arm von Michael Biegler fungieren. Führungsqualitäten erwartet man sich auch von Nationalspielerin Mia Zschoke auf Rückraumlinks.

Am Ende der Abbruch-Saison 2019/2020 belegten die Elfen den 6. Platz. Dies dürfte mindestens auch diese Saison das Saisonziel sein.

Doch die Flames müssen sich nicht verstecken und können dem Duell nach den Siegen zuversichtlich entgegen blicken.

„Wir müssen alles in die Waagschale werfen und wir spielen zu Hause. Zu Hause ist alles möglich. Von daher werden wir schauen, dass wir sie ärgern und die zwei Punkte bei uns zu Hause lassen. Leverkusen hat durch die Spielverlegungen erst ein Spiel gemacht. Von daher kann man  schlecht einschätzen, wie gut sie sind. Sie sind gut gestartet und haben mit 10 zu Hause gegen Halle gewonnen, haben aber seitdem kein Spiel mehr gehabt. Das kann ein Vorteil sein, das kann ein Nachteil sein. Das werden wir sehen. Aber wir haben Rückenwind, wir haben Selbstvertrauen, warum soll nicht auch gegen Leverkusen was gehen“, blickt Heike Ahlgrimm positiv auf das Spiel und die Chancen ihrer Mannschaft einen Großen vielleicht zu bezwingen.

Verzichten muss sie dabei weiterhin auf Simone Spur Petersen und Sarah Dekker.