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Der Rückraum müsste sich viel öfters getrauen zu werfen, so wie hier Ivana Sazdovski / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Im Achtelfinale des DHB-Pokals siegten die Elfen des TSV Bayer 04 Leverkusen vor 500 Zuschauern mit 25:21 (14:11) bei den Flames der HSG  Bensheim/Auerbach und zogen ins Viertelfinale ein. Leverkusen konnte im Spiel wieder auf die beiden Nationalspielerinnen Jennifer Rode und Torhüterin Katja Kramarczyk zurückgreifen, die leicht angeschlagen vom Nationalmannschafts-lehrgang zurückgekehrt waren. Erfolgreichste Werferinnen beider Teams waren Sally Potocki (10/6) für Leverkusen und Sanne Hoekstra (6/5) bei den Flames.

Die Mannschaft der Elfen zeigte von Beginn an, dass sie das Spiel Ernst nahmen und gewarnt war  vom 1:7 Rückstand im Meisterschaftsspiel vor 5 Wochen. Die Flames begannen ebenfalls konzentriert und führten schnell durch Ivana Sazdovski und Bogna Sobiech mit 2:0. Leverkusen konterte durch Zivile Jurgutyte und zweimal Sally Potocki zum 2:3. Von da ab blieb das Spiel recht ausgeglichen und die Führungen wechselten. Aus einem 3:4 (7. Minute) machten die Flames ein 6:4 (11.). In der 26. Minute stand es 11:11. Danach gelang den Flames kein Treffer mehr bis zur Pause. Jennifer Rode und Zivile Jurgutyte brachten Leverkusen mit 2 Toren zum 11:13 in Front. Dann scheiterte Ivana Sazdovski mit einem Siebenmeter am Pfosten  – Sally Potocki machte es mit dem Halbzeitpfiff auf der anderen Seite besser und verwandelte Ihren Siebenmeter zur erstmaligen 3-Tore-Führung für Leverkusen und den 11:14 Halbzeitstand.

Nur 13 Tore in 40 Minuten

Erneut Sally Potocki vom Siebenmeterpunkt und Kim Berndt erhöhten für die Elfen nach der Pause auf 11:16. Ivana Sazdovski verkürzte auf 12:16 (33.), die Elfen legten nach und es stand nach 38 Minuten 12:18. Das 13:18 durch Sanne Hoekstra in der 40. Minute zeigte das Problem der Elfen. Für einen Erstligisten sind 13 Tore in 40 Minuten allerdings zu wenig, um am Ende ein Spiel zu gewinnen. Es gelang den Flames nur noch eine Ergebniskorrigur – zweimal Rafika Ettaqi und Merel Freriks verkürzten von 18:24 auf 21:24. Den Schlusspunkt setzte Marija Gedroit mit dem 25:11 für die Elfen, der gleichzeitig den Einzug ins Viertelfinale (13./14. Januar 2018) bedeutet.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zeigte sich nach dem Spiel verständlicherweise enttäuscht: „Es war heute wieder ein Rückschritt. Leverkusen war gut auf uns eingestellt und hat verdient gewonnen. Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Es nützt nichts, wenn wir in jedem Spiel immer nur dicht dran waren. Es muss jetzt mal eine Reaktion der Mannschaft kommen. 25 Tore in der Abwehr sind noch in Ordnung, aber bis zur 40. Minute nur 13 Tore sind einfach zu wenig. Wir werfen keine einfachen Tore, werfen nicht aus dem Rückraum und haben dadurch keinen Platz für die Außen und den Kreis. Der Druck wird natürlich immer größer und am Samstag haben wir in Neckarsulm ein sehr wichtiges und schweres Spiel vor uns. Da ist die Mannschaft jetzt gefordert“.

Ganz anders natürlich Elfen-Trainerin Renate Wolf, die sich über den Viertelfinaleinzug freute:   „Unser Ziel war das Viertelfinale und im Pokal zu überwintern – das haben wir erreicht. Darüber bin ich sehr froh, weil wir genau gewusst haben, dass es sehr schwer werden wird. Bensheim hat eine Mannschaft, die kämpferisch sehr stark ist. Da muss man aufpassen. Außerdem waren wir gewarnt. Das 1:7 aus dem Meisterschaftsspiel, das haben wir natürlich nicht vergessen. Aber ich denke, wir haben uns sukzessive einen komfortablen Vorsprung erarbeitet und sind zu Recht weitergekommen“.

Beide Mannschaften haben vor der WM-Pause nächstes Wochenende noch ein Spiel. Die Elfen erwarten am Sonntag, 12.11.2017 die HSG Bad Wildungen Vipers. Für die Flames steht bereits am Samstag, 11.11.2017 (18.00 Uhr Ballei-Sporthalle Neckarsulm) das wichtige und schwere Auswärtsspiel bei der Neckarsulmer Sportunion an.