Kopf der Mannschaft bleibt den Flames treu – Lisa Friedberger verlängert ihren Vertrag um ein weiteres Jahr

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Kopf der Mannschaft bleibt den Flames treu – Lisa Friedberger verlängert ihren Vertrag um ein weiteres Jahr

Glücklich über ein weiteres gemeinsames Jahr - Flames-Geschäftsführer Michael Geil mit Lisa Friedberger / Foto: ©Andrea Müller

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach können auch in der nächsten Spielzeit auf Lisa Friedberger bauen. Die 23-jährige Rückraumspielerin hat ihren Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30.06.2022 verlängert. Damit bildet die Spielmacherin zusammen mit Sarah van Gulik weiterhin das Duo auf Rückraummitte. Möglich gemacht hat dies vor allem die Aufnahme von Lisa Friedberger in die Sportfördergruppe der Polizei, da sich der normale Schichtdienst und der Spitzensport nicht mehr länger hätten vereinbaren lassen.

Lisa Friedberger ist trotz ihrer jungen Jahre die dienstälteste Spielerin bei den Flames. Die Rechtshänderin mit der Nummer 17 hat sich in den letzten Jahren bei den Flames stetig weiterentwickelt und setzt immer wieder entscheidende Akzente im Spiel. In der aktuellen Saison ist sie mit bisher 79/42 Tore die erfolgreichste Torschützin der Flames.

„Seit Sommer 2014 bin ich nun hier im Verein und bin sehr zufrieden und glücklich. Das ist schon eine sehr lange Zeit und auch eher außergewöhnlich. Vor allem zeigt es eben, dass sowohl der Verein, als auch ich bezüglich Kontinuität sehr gut zusammenpassen. Bei den Flames schätzte ich schon von Beginn an den äußerst konstruktiven und fairen Umgang zwischen Spielerinnen, Trainern, Geschäftsführung und Fans. Das beruht hier, glaube ich, auf Gegenseitigkeit und ist alles andere als selbstverständlich. Aus meiner Sicht hat sich der Verein in den letzten Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt und ist mittlerweile auf einem stabilen Niveau, vor allem was Struktur und Professionalität angeht. Gerade in dieser schwierigen Zeit mit all den Corona-Umständen wird das nochmal besonders deutlich“, erklärte Lisa Friedberger nach ihrer Vertragsverlängerung.

Für Lisa Friedberger ist der Verbleib auch eine Konsequenz aus ihrer Rolle innerhalb der Mannschaft. „Sportlich sind wir auf einem guten Weg, was die Runde bislang auch zeigt. Wir haben eine relativ junge Mannschaft und noch wahnsinnig viel Luft nach oben. Ich merke, dass sich die Mädels auch an mir orientieren und nach mir schauen. Da muss ich nach so vielen Jahren hier im Verein logischerweise eine gewisse Verantwortung übernehmen. Das macht mir Spaß, auch weil alle bereit sind, etwas lernen zu wollen. Ich bin überzeugt davon, dass wir uns noch deutlich steigern können und das auch werden. Dabei wird von Vorteil sein, dass unser Kader aller Voraussicht nach weitestgehend zusammenbleibt“.

Etwas ganz Besonderes sind für Lisa Friedberger die vielen Fans und Zuschauer der Flames. In der Saison vor Corona hatten die Flames einen Zuschauerschnitt von über 1.200 Zuschauern pro Spiel und belegten den 2. Platz in der Statistik der Handball Bundesliga Frauen (HBF). „An dieser Stelle auch ein großes Lob an alle unsere Fans und Zuschauer, die uns trotzdem weiterhin unterstützen und die uns bei den Heimspielen so sehr fehlen, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Ich hoffe, dass wir möglichst bald wieder vor Publikum spielen dürfen“, formuliert Lisa Friedberger den Wunsch und die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit den Fans in der Weststadthalle.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm freut sich mit der Leistungsträgerin in der neuen Saison erneut planen zu können. „Ich bin sehr froh, dass Lisa weitermacht, weil sie eine sehr wichtige Spielerin für mich ist. Auf dem Spielfeld ist sie ist mein verlängerter Arm und Co-Captain. Sie hat sich in den letzten Jahren als Spielerin super entwickelt und ist jemand, die den Handball verstanden hat. Bisher spielt sie eine tolle Saison. Es ist fantastisch, dass sie jetzt in der Sportfördergruppe der Polizei ist. Dadurch können wir sicher noch einen weiteren Schritt machen, da sie sich jetzt nur noch um sich kümmern muss. Ich habe es in den letzten Jahren wirklich bewundert, wie sie die Doppelbelastung mit Job und Handball gemeistert hat. Das war schon sehr schwierig für sie. Von daher bin ich froh, dass sie das jetzt nicht mehr hat und wir den Weg weiter gemeinsam gehen“, äußerte sich Heike Ahlgrimm zufrieden über die Vertragsverlängerung mit ihrer Rückraumspielerin.

Aufnahme in die Sportförderung ist ein Glücksfall für die Flames

„Ich freue mich wahnsinnig auf ein weiteres tolles Jahr hier in Bensheim mit den Flames, vor allem auch weil sich für mich die beruflichen Rahmenbedingungen erheblich verbessern: seit Februar 2021 werde ich von der Landespolizei als Spitzensportlerin anerkannt und wurde in eine Sportförderung aufgenommen, was eine Ehre ist und mich gefreut hat. Dadurch werde ich viel mehr Zeit in Handball und alles drum herum investieren können. Die letzten Jahre waren aufgrund der 41-Stunden-Woche – auch im Schichtdienst – schon ein knackiges Programm und nicht gerade einfach für alle Beteiligten“, erklärt Lisa Friedberger ihre berufliche Veränderung und Förderung, die der Grundstein waren, um weiterhin bei den Flames Erstligahandball spielen zu können.

Für die Vertragsverlängerung brauchte die Rückraumspielerin allerdings keine lange Bedenkzeit: „Als ich die positive Rückmeldung bekam, dass die Aufnahme in die Sportförderung genehmigt wurde, musste ich nicht wirklich lange nachdenken bis klar war, dass ich meinen Vertrag bei den Flames voller Zuversicht und Vorfreude verlängern werde“, bestätigte Lisa Friedberger.

Kein Wunder, dass auch Flames-Geschäftsführer glücklich über den weiteren Verbleib von Lisa Friedberger bei den Flames ist. „Lisa hat sich in den letzten Jahren trotz ihrer jungen Jahre zu einer echten Führungsspielerin entwickelt. Sie strahlt die notwendige Ruhe und Übersicht auf dem Spielfeld aus. Durch die Reduzierung der Doppelbelastung aus Beruf und Handball wird sie den nächsten Schritt im sportlichen Bereich machen können und uns sehr weiterhelfen.“