Hohe Hürde in Dortmund

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Hohe Hürde in Dortmund

Der BVB traf in der Vorbereitung schon einmal auf die Flames / Bildrechte: HSG Bensheim/Auerbach Flames

Nach der 26:29 Auftaktniederlage gegen die Vipers aus Bad Wildungen vor der tollen Kulisse von 1400 Zuschauern, reisen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag zum TOP-Team vonBorussia Dortmund (19.30 Uhr, Halle Wellinghofen). Die Flames möchten in ihrem 1. Auswärtsspiel in der 1. Liga an die kämpferische Leistung der letzten Woche anknüpfen und sich beim haushohen Favoriten von Anfang an wach präsentieren.

Die Mannschaft von Trainerin Ildiko Barna ist gespickt mit zahlreichen Nationalspielerinnen und gehört zu den stärksten Teams der Liga. Nach dem Aufstieg 2015 belegte man in der Saison 2015/16 und 2016/17 jeweils den 6. Platz (letzte Saison allerdings nur durch die Punkteabzüge des HC Leipzig). Das Ziel diese Saison ist von BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann klar definiert: „Wir wollen unter die ersten Vier und immer mindestens 1.500 Zuschauer in der Halle haben!“.

Dazu hat der BVB den Kader gezielt verstärkt und vor allem im Rückraum entsprechend aufgerüstet. Mit der Spanierin Irene Espinola Perez und Emilia Galinska hat man zwei neue Shooterinnen geholt. Nadja Mansson (geb. Nadgornaja) kehrte nach Ihrer Babypause wieder zurück. Die TOP-Schützin in der ersten Saison nach dem Aufstieg wurde letzte Saison schmerzlich vermisst. Ihre Wurfstärke zeigte sie bereits wieder in der Vorbereitung und letzte Woche bei ihren 7 Toren in Nellingen und steht somit verdient erstmals wieder im DHB-Aufgebot für die EM-Qualifikation. Genauso wie Rechtsaußen Svenja Huber und Clara Woltering im Tor, die nicht nur in Deutschland die Nummer 1 ist, sondern immer noch zu den weltbesten Torhüterinnen gehört. Zur Reserve im DHB-Aufgebot gehören Alina Grijseels auf Rückraummitte, Rechtsaußen Stella Kramer und für die zweite Mittespielerin Caroline Müller, die vom VFL Oldenburg zum BVB wechselte. Hinzu Kommt am Kreis die 171fache Nationalspielerin Anne Müller. Somit finden sich 7 BVB-Spielerinnen im aktuellen DHB-Aufgebot. Dies zeigt, dass die Mannschaft auf allen Positionen hochklassig besetzt und das Saisonziel nicht weit hergeholt ist, auch wenn das 1. Saisonspiel beim TV Nellingen überraschend knapp nur mit 28:27 gewonnen wurde.

In der Vorbereitung gab es gerade mal 2 Niederlagen beim Turnier in Oldenburg, ansonsten wurden alle Turnier- und Testspiele gewonnen. Während des Trainingslagers in Grünberg gab es auch ein Testspiel gegen unsere Flames, welches der BVB deutlich mit 33:20 für sich entscheiden konnte.

Karten werden neu gemischt
Doch jetzt ist die Saison und die Karten werden neu gemischt. Die Flames haben gegen die Vipers gezeigt, dass sie sich nicht verstecken müssen und zu Recht diese Saison in der 1. Liga spielen. Daher werden sie auch als krasser Außenseiter gegen den BVB alles geben.

Eine Flames-Spielerin hatte sich schon besonders auf diese Begegnung gefreut, wird aber leider nicht spielen können: Rafika Ettaqi. Rafi spielte letzte Saison noch bei den Schwarzgelben. Aufgrund einer Allergie und der notwendigen Medikamenteneinnahme darf sie erst nächste Woche wieder ins Training einsteigen. Ebenfalls verzichten müssen die Flames weiterhin auf Josephine Körner und Sanne Hoekstra, die diese Woche aber erstmals wieder in der Halle trainieren konnte. Torfrau Pauline Radke ist nach ihrer Gehirnerschütterung wieder leicht ins Training eingestiegen. Ob sie am Samstag auflaufen kann, wird sich kurzfristig entscheiden.

Dortmund klarer Favorit
Flames Trainerin Heike Ahlgrimm sieht den BVB ebenfalls als klaren Favoriten, aber ihre Mannschaft trotzdem nicht chancenlos: „Dortmund ist haushoher Favorit. Der BVB muss gewinnen, es ist ihr 1. Heimspiel. Dementsprechend stehen sie natürlich zu Hause unter Druck. Sie haben einen mit Nationalspielerinnen gespickten internationalen Kader, haben sich verstärkt und haben dieses Jahr große Ambitionen. Sie wollen nächste Saison international spielen und haben 7 deutsche National-spielerinnen in ihrem Kader. Von daher sind wir absoluter Außenseiter. Nichtsdestotrotz fahren wir dort mit breiter Brust hin und brauchen uns nicht verstecken. Wer gegen uns Punkte haben will, muss sich diese hart erkämpfen. Das muss auch Dortmund tun. Wir werden alles in die Waagschale werfen, vielleicht können wir sie ärgern und am Ende schauen wir, was dabei herauskommt“, so die Flames-Trainerin.