HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt über die Planung für die Saison 2020/21

Jugendhandball: A-Flames mit Hessenmeistertitel – B2 feiert Bezirksmeisterschaft – Training nach der Corona-Pause
21. Juni 2020
SOMMERPAUSE FANSHOP
2. Juli 2020
alle anzeigen

HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt über die Planung für die Saison 2020/21

Christoph Wendt ist seit 2016 HBF-Geschäftsführer / Foto: ©Andrea Müller

Am Samstag fand die Mitgliederversammlung der Handball Bundesliga Frauen (HBF) in Köln mit Vertretern aller Erst- und Zweitligisten statt. Das große Thema war natürlich die Planung der kommenden Saison. Um die 1. und 2. Bundesliga der Frauen wurde es nach der Entscheidung, coronabedingt keinen Meistertitel zu vergeben, in den vergangenen Wochen sehr ruhig – im Gegensatz zu den Männern, deren Planungen für den Wiedereinstieg medial begleitet wurde. In der aktuelle Folge von #Nachgefragt gibt HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt einen Einblick in die Ergebnisse der Mitgliederversammlung und nennt den geplanten Saisonstart …

Wann soll die Saison 2020/21 in der HBF starten?

Christoph Wendt:
Die Vereine der HBF favorisieren mehrheitlich den bisher ins Auge gefassten Saisonstart am 5./6. September, sofern Mitte Juli alle Vereine mit Vollkontakt an den unterschiedlichen Standorten trainieren können.

Wie sind die Planungen in Bezug auf Zuschauerbeschränkungen bzw. Geisterspiele?

Christoph Wendt:
Wir hoffen natürlich, möglichst mit Zuschauern spielen zu können. Die Vereine sind sich aber auch im Klaren darüber, dass dies zum Saisonstart nur eingeschränkt möglich sein könnte.

Welcher Modus ist für die veränderten Ligengröße geplant?

Christoph Wendt:
Der Modus mit einer Hin- und Rückrunde bleibt unverändert.

Wird es zusätzliche Absteiger geben?

Christoph Wendt:
Nach der Saison 20/21 werden die ursprünglichen Ligenstärken mit 14 Erstliga- und 16 Zweitligateams wiederhergestellt. Das heißt, es wird diese Saison drei Absteiger aus der 1. Liga geben und im Gegenzug nur einen Aufsteiger aus der 2. Liga. In der Relegation treten dann der Tabellendreizehnte der 1. Liga und der Zweitplatzierte der 2. Liga gegeneinander an.

Das OLYMP Final4 2020 um den DHB-Pokal hätte im Mai stattfinden sollen. Wann soll es nachgeholt werden – oder wird es nicht mehr ausgetragen?

Christoph Wendt:
Bis Mitte Juli fällt eine Entscheidung, ob das OLYMP Final4 2020 nachgeholt wird.

Was wurde ansonsten auf der Mitgliederversammlung beschlossen?

Christoph Wendt:
Es wurden coronabedingt unter anderem beschlossen, dass die Verpflichtung zur Reduzierung eines negativen Eigenkapitals um ein Jahr ausgesetzt wird. Zudem wird die Beantragungsfrist für das Jugendzertifikat einmalig vom 30. September auf den 15. Januar des Folgejahres verlegt.

Am DHB-Pokal 2020/21 nehmen zudem ausschließlich Erstligisten teil. Es werden folglich zwei Runden und anschließend das OLYMP Final4 gespielt. Darüber hinaus wird, unabhängig von Corona, das Scouting-Projekt mit unserem Partner Sportradar auch auf die 2. Bundesliga und den DHB-Pokal ausgeweitet.

Wie ist Ihr Eindruck, wie die Vereine bisher durch die Krise kommen?

Christoph Wendt:
Es ist in jedem Fall positiv, dass bisher kein HBF-Verein aufgrund der Corona-Krise Insolvenz anmelden musste. Einschränkungen wird es in der kommenden Saison aber eigentlich an jedem Standort geben.

 

Zur Person:Christoph Wendt leitet seit 2016 die hauptamtliche Geschäftsstelle der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Vorher war er u.a. als Geschäftsstellenleiter bzw. Geschäftsführer beim damaligen Männer-Bundesligisten HSV Handball tätig.

Quelle: HBF