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handball-world: Thüringer HC kommt mit guter Leistung aus der Pause zurück

Josephine Körner setzt sich gegen die THC-Abwehr durch / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Mit 37:24 (22:13) besiegte der Thüringer HC die Damen der HSG Bensheim/Auerbach und festigte damit seinen ersten Tabellenplatz. Beim THC zeigte vor allem Lydia Jakubisova mit 10 Feldtoren eine überragende Spielleistung, die meisten Treffer erzielte Iveta Luzumova (13/8) – für die Gäste traf Sanne Hoekstra sieben Mal.

Der THC startete gut und ging durch Tore von Beate Scheffknecht und Iveta Luzumova mit 5:1 (7.Min) in Führung. Bei der ersten Zeitstrafe setzten die Gäste auf Gleichzahl im Angriff – auf den folgenden Ballverlust landete der Ball im leeren Tor von Bensheimer Tor. Die Abwehr des THC arbeitete sehr gut – in der 12.Minute gelang Carolin Schmele gegen Dinah Eckerle ein sehenswerter Fernwurftreffer zum 4:11, doch die Gastgeberinnen bauten ihre Führung weiter aus und hatten bereits nach 15 Minuten die erste Zehn-Tore-Führung erreicht. Iveta Luzumova hatte ihren vierten Strafwurf zum 14:4 verwandelt. Jetzt kam Bensheim-Auerbach zu Torerfolgen – Merel Freriks gelangen zwei schöne Tore, Josefine Körner traf zum 8:16 aus Gästesicht.

Herbert Müllers Worte im Team-Timeout waren wohl klare Hinweise zur konzentrierteren Abwehrarbeit – Dinah Eckerle fing den nächsten Wurf der Gäste und passte zentimetergenau auf Meike Schmelzer, die zum 18:9 einnetzen konnte. Doch ein weiterer Ausbau der Führung gelang dem Thüringer HC nicht – während Saskia Lang von Linksaußen an Jessica Kockler im HSG-Tor scheiterte, traf Merel Freriks im Tempogegenstoß zum 12:21. Patricia Batista de Silva besetzte jetzt die Rückraum-Rechts-Position, setzte auch gleich einen Treffer, doch im Zusammenspiel merkte man ihr die fehlende Bindung noch an. Mit 22:13 für die Thüringerinnen ging es in die Pause.

Jana Krause kam jetzt ins THC-Gehäuse und musste gleich einen Fernwurftreffer von Carolin Schmele passieren lassen. Die hatte den Abwehrblock übersprungen und netzte unhaltbar ein. Das Gleiche gelang Rafika Ettaqi von der anderen Seite und die große Linkshänderin setzte gleich nochmal nach – die Gäste kämpften sich heran. (23:16 – 34.Min)

Carolin Schmele stellte wiederum ihre Fernwurfstärke unter Beweis – Iveta Luzumova stand ihr 15 Sekunden später nicht nach. Und als dann Jana Krause zwei Bälle parieren konnte, betrug die Differenz wieder zehn Tore. (27:17 – 39.Minute) Am Kreis mussten sich Josefine Huber und dann auch Meike Schmelzer harter Gegenwehr stellen – kaum ein Pass kam an – doch wenn es dann Strafwurf gab, war Iveta Luzumova zur Stelle. Auch Lydia Jakubisova spielte mit viel Übersicht und überzeugte mit Treffern aus spitzestem Winkel und blie – fast ohne Fehlwurf. Der THC brachte jetzt mit Schmelzer und Huber zwei Kreisspielerinnen in der Überzahl aber ohne zählbaren Erfolg. Die Abwehrkonzentration ließ jetzt auf beiden Seiten nach – in der Überzahl des THC ging der Ball verloren – so kam HSG-Torhüterin Jessica Kockler zum Torerfolg (35:20 – 51.Min).

Durch einen verwandelten Strafwurf durch Hoekstra und “Leer-Tor-Treffer” von Martha Logdanidou konnte Bensheim weiter verkürzen – zur weiteren Ergebniskosmetik trug auch noch Torhüterin Jessica Kockler bei, die einen Strafwurf-Heber Iveta Luzumovas “pflückte”. Mit dem 37:24 besiegte der THC den Tabellenvorletzten standesgemäß, mit dem Zusammenspiel im Angriff und der Abwehrkonzentration nach der langen Spielpause dürfte Herbert Müller wohl trotzdem nicht voll zufrieden gewesen sein.

Heike Ahlgrimm (HSG): “Ich komme immer sehr gern zum THC, weil hier die beste Stimmung der Liga ist. Der THC war klarer Favorit. Die ersten fünfzehn Minuten war sehr schwach von uns, deshalb die zwei frühen Auszeiten. Wir haben uns aber nicht aufgegeben und immer weiter gekämpft. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Zugriff auf das Spiel bekommen und können viel Positives aus dem Spiel trotz der Niederlage mitnehmen.”

Herbert Müller (THC): “Erstmal Danke an alle Zuschauer die heute wieder gekommen sind und eine tolle Stimmung gemacht haben. Wir wollten von Anfang an Druck machen und die zwei Punkte ganz sicher mitnehmen. Das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen. In der zweiten Halbzeit lief es dann phasenweise nicht mehr so gut, aber ich wollte aber auch alle Spielerinnen heute mal auf der Platte sehen und einige Varianten im Spiel testen. Was ich selten mache, aber heute möchte ich besonders Lydia Jakubisova herausheben, je älter sie wird um so besser wird sie.”

Quelle: Roman Knabe – handball-world