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Flames zünden in der zweiten Halbzeit den Turbo

Besser geht es nicht - Josefine Lotze von den Junior Flames kommt für einen Siebenmeter ins Tor und wehrt den Ball ab / Foto: ©Andrea Müller

Sie wollten die beiden Punkte und sie haben sie bekommen. Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach gewinnen ihr Heimspiel gegen den VFL Oldenburg vor 401 begeisterten Zuschauer*innen in der Weststadthalle Bensheim. Nach einem 12:15-Pausenrückstand setzte sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm noch deutlich mit 31:22 durch. Erfolgreichste Werferinnen  waren Lisa Friedberger (7/4 Tore), Dionne Visser (6), Lotta Heider und Christin Kühlborn (je 5). Beim VFL erzielten Natacha Buhl und Merle Carstensen jeweils 5 Tore.

„Wir haben die erste Halbzeit nicht auf Augenhöhe gespielt, sondern wir waren die drei Tore auch besser. Wir waren deutlich aggressiver, was wir in der 2, Halbzeit nicht zeigen haben können. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg für die Flames auch in der Höhe verdient. Glückwunsch zu den zwei Punkten nach Bensheim“, kommentierte VFL-Trainer Niels Bötel die Niederlage.

Glücklich war dagegen Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. „Ich bin froh, dass wir heute wirklich das umgesetzt haben, was wir besprochen haben. Ich habe sie dann in der Kabine an ihrer Ehr gepackt und ihnen auch gesagt, dass das nicht Oldenburg besser ist, sondern wir einfach zu viele Fehler gemacht haben und wir jetzt da wieder rein gehen und einfach 30 Minuten Gas geben. Das haben wir dann gemacht. Ich bin stolz auf die zweite Halbzeit. Wir haben nur sieben Tore bekommen. In den letzten Wochen wurden wir immer kritisiert für 39 und 43 Gegentore. Das haben wir angenommen. Heute haben wir wieder gezeigt, dass wir Abwehr können“, so Heike Ahlgrimm.

Die Partie startete ausgeglichen. In der 11. Spielminute stand es 5:5 Unentschieden. Durch einen 3:0-Lauf nach Treffern von Lotta Heider, Ines Ivancok und Christin Kühlborn ging das Team von Heike Ahlgrimm mit drei Toren beim 8:5 in Führung (14.). Der VFL dreht das Ganze anschließend aber wieder durch einen 5:0-Lauf und ging mit 8:10 (20.) in Führung, weil die Flames einige klare Torchancen vergaben. Die Mannschaft von VFL-Trainer Niels Bötel hätte sogar noch um ein Tor mehr wegziehen können, doch Vanessa Fehr parierte den Siebenmeter von Kathrin Pichlmeier (21.) und paar Minuten später beim Stande von 9:12 auch den von Merle Carstensen (24.). Mit einem 12:15 Rückstand ging es in die Pause.

Dann folgte der zweite Abschnitt in dem die Flames laut ihrer Trainerin „30 Minuten Gas geben“ sollten. Und die Kabinenansprache zeigte ihre Wirkung. Und die Flames legten los wie die Feuerwehr. Aus einer starken Abwehr heraus mit einer während der Spielzeit immer stärker werdenden  Vanessa Fehr zwischen den Pfosten legten die Flames angetrieben von Dionne Visser und Christin Kühlborn einen 5:0-Lauf hin und gingen wieder selbst mit 17:15 (36.) in Führung. Paulina Golla verkürzte nochmal auf 17:16. Doch Lotta Heider und Christin Kühlborn erhöhten wieder auf 19:16 (38.) für die Flames und VFL-Trainer Niels Bötel reagierte sofort mit einem Team-Timeout. Die nächsten beide Treffer erzielten jedoch erneut die Flames durch Lotta Heider und die unermüdlich kämpfende Dionne Visser zum 21:16 (41.).

Natacha Buhl verkürzte nochmal, ehe Flames-Torfrau Vanessa Fehr und Myrthe Schoenaker jeweils schnell reagierten und den Ball ins leere VFL-Tor zum 23:17 warfen (43.) und VFL-Trainer Niels Bötel erneut sein Team zu einer Auszeit rief.

Das änderte aber nichts daran, dass die Flames ihre Führung weiter ausbauten und die zweite Halbzeit mit 19:7 für sich entscheiden konnten. Den Schlusspunkt setzte Sarah van Gulik zum 31:22 (59.), da Merle Carstensen kurz danach mit ihrem Siebenmeter an Vanessa Fehr scheiterte, die ihren dritten Siebenmeter an diesem Abend parierte.

Und zu einem perfekten Abend passt dann noch, dass wenige Minuten vorher auch Josefine Lotze einen Siebenmeter parierte. Die Torfrau der zweiten Mannschaft saß für die verletzte Helen van Beurden auf der Bank und durfte für den Siebenmeter auf die Platte.

Durch die Nationalmannschaftspause haben die Flames haben jetzt paar Tage frei, um ihre Akkus wieder aufzuladen. Das nächste Spiel ist am 12.02.2022 beim BSV Sachsen Zwickau.

Statistik:
HSG Bensheim/Auerbach: Vanessa Fehr 1, Josefine Lotze; Isabell Hurst, Lotta Heider 5, Myrthe Schoenaker 2, Jana Haas,  Lisa Friedberger 7/4, Christin Kühlborn 5, Saskia Fackel, Sarah van Gulik 2, Ines Ivancok 3, Neele Mara Orth, Dionne Visser 6.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Niels Bötel (VFL Oldenburg):
Wir haben die erste Halbzeit nicht auf Augenhöhe gespielt, sondern wir waren die drei Tore auch besser. Wir waren deutlich aggressiver, was wir in der 2, Halbzeit nicht zeigen haben können. Für mich wichtig ist, dass wir auch schon am Mittwoch in Bad Wildungen gesehen haben, dass wir kämpfen können bis zum Ende. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg für die Flames auch in der Höhe verdient. Glückwunsch zu den zwei Punkten nach Bensheim. Trotzdem sieht man auch Sachen, die wir aus dem Spiel positiv rausziehen können aus der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit sieht man dann den kompletten Unterschied, wie wir gearbeitet haben. Da werfen wir die Bälle vorne weg und das sind dann so zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten, die wir aufarbeiten müssen. Trotzdem war es auch die dritte lange Auswärtsfahrt und das dritte Auswärtsspiel in dieser Woche und das nach Corona. Das ist dann nicht so einfach. Das hat man dann auch schon im Training gemerkt und vor Thüringen, dass die Mädels nach zehn Minuten spielen schon kaputt waren. Das zieht sich jetzt so ein bisschen durch und das ist dann von uns jetzt auch die Aufgabe das zu steuern. Deswegen bin ich auch froh, dass wir jetzt den einige Tage frei haben und dann etwas regenerieren können und bis zum nächsten Spiel auch noch eine Woche Zeit haben.

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach Flames):
Ich bin froh, dass wir heute wirklich das umgesetzt haben, was wir besprochen haben. Wir mussten ein bisschen kritisch sein in der Halbzeit, weil wir eigentlich gut ins Spiel gekommen sind, dann aber wieder zehn Minuten eine schlechte Phase hatten, wo wir Oldenburg eingeladen haben, wo wir nicht das umgesetzt haben, auch nicht so diszipliniert waren, wie wir uns das immer wünschen. Wir haben auch gerade in Überzahl zweimal den Ball hergeschenkt. Das sind halt Dinge, die dürfen uns nicht passieren. Dann ist man mit drei Toren zurück. Ich habe dann in der Kabine gesagt, dass das nicht Oldenburg ist, sondern wir einfach zu viele Fehler gemacht haben und wir jetzt da wieder rein gehen und einfach 30 Minuten Gas geben. Das haben wir dann gemacht. Ich bin stolz auch auf die zweite Halbzeit. Wir haben nur sieben Tore bekommen. In den letzten Wochen wurden wir immer kritisiert für 39 und 43 Gegentore. Das haben wir angenommen. Heute haben wir wieder gezeigt, dass wir Abwehr können. Das mussten wir uns wieder zurückrufen, wir mussten uns da wieder reinkämpfen. Das haben wir geschafft. Ich freue mich auch für Vanessa, da gab es auch viele Gespräche und sie war heute ein starker Rückhalt. Wir haben heute insgesamt vier Siebenmeter gehalten und das große Ganze macht es dann aus. Deswegen ist es auch ein absolut verdienter Sieg.