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Flames ziehen zufrieden Halbzeitbilanz

Eine Halbzeitbilanz zur aktuellen Saison zogen die „Flames“ beim gestrigen Community-Treff. Unser Bild zeigt vorne links Geschäftsführer Michael Geil.

Flames sparen nicht mit Kritik an HBF-Weiterentwicklungsstrategie

Eine zufriedene Halbzeitbilanz zur aktuellen Saison in der Frauenhandball-Bundesliga zogen am gestrigen Mittwochabend (5.) die „Flames“ bei ihrem obligatorischen Community-Event. Zahlreiche Sponsoren, Unterstützer, die komplette Bundesligamannschaft mit ihrem Trainer- und Betreuerstab sowie die Geschäftsführung fanden sich im BMW-Autohaus Vogel in Zwingenberg ein, um zum einen ein Resümee zu ziehen und zum anderen einen Blick in die Zukunft zu wagen. Zum Teil nicht mit Kritik sparten die Offiziellen an der Weiterentwicklungsstrategie des HBF in der höchsten deutschen Spielklasse des Frauenhandballs. So sieht der im Januar beschlossene Mehrjahresplan unter anderem vor, dass zur Saison 2025/26 nur noch Spielhallen als Austragungsort in der 1. Liga in Frage kommen, die mit zwei Längstribünen ausgestattet sind. Wie dies in der Weststadthalle in Bensheim gestemmt werden soll, ist derzeit noch offen. „Es sind gute Grundlagen in dem Beschluss dabei, aber man sollte nicht über das Ziel hinausschießen“, verdeutlichte Michael Geil, einer der beiden Geschäftsführer der Auerbacher Handball Sport und Marketing GmbH.

Platz im Zuschauerranking der Liga

Die vor zwei Jahren veröffentlichten Visionen des Vereins -ein sicherer Platz im Mittelfeld der Erstliga-Tabelle, eine sympathische Mannschaft und eine Etablierung im regionalen Umfeld- sind auf einem sehr guten Weg. Deutliches äußeres Zeichen: die Nummer eins im Zuschauer-Ranking mit im Durchschnitt 1253 Besuchern. „Dies ist auch wichtig für uns Sponsoren“, verwies zudem Marco Vogel vom BMW Autohaus in seiner Begrüßungsrede auf diesen Punkt.

Spielerinnen entwickeln

„Vor der Saison standen wir vor einer großen Herausforderung. Nach neun Abgängen mussten acht Neuzugänge integriert werden“, erklärte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den Anwesenden. „Wir haben uns weiterentwickelt, spielen ein höheres Tempo, was natürlich auch zu mehr Fehlern in der Abwehr führen kann und entwickeln hervorragende Spielerinnen“. Positive Beispiele sind sicherlich die beiden die Scorerliste anführenden Torjägerinnen Julia Maidhof und Bogna Sobiech (Jetzt Borussia Dortmund). „Jetzt gilt es unsere Leistung zu kompensieren. Die Liga ist mehr zusammengerückt. Mein Blick geht vorsichtshalber natürlich auch immer nach unten“, so die Trainerin, deren Team allerdings aktuell mit Platz acht im sicheren Mittelfeld liegt.

Konzept für Weiterentwicklungsstrategie

Mit der Weiterentwicklungsstrategie des HBF beschäftigte sich in seiner Ansprache Michael Geil. Hier liegt der Fokus auf eine weitere Professionalisierung in den Bereichen Spielhallen, Personal und Nachwuchsarbeit. „Wir werden uns den Ansprüchen stellen und ein Konzept einschließlich Finanzierung erarbeiten“, so Geil. Die HBF-Weiterentwicklungsstrategie sieht -neben den bereits erwähnten Längstribünen- beispielsweise in mehreren Zeitabschnitten die Verpflichtung zu LED-Banden, das Austragen von Bundesligabegegnungen auf einem ausschließlich mit Handball-Linien versehenen Handballboden oder auch verpflichtende hauptamtliche Stellen in den Positionen Trainer, Geschäftsführer/Manager und Marketing/PR vor. Bereits seit Beginn des Jahres haben die „Flames“ Andre Schuhmacher als Assistent der Geschäftsführung und als Jugendkoordinator und Trainer für den Nachwuchsbereich fest angestellt. Nochmals hochgeschraubt werden auch die Anforderungen für das seit vier Jahren bestehende Jugendzertifikat. Erst kürzlich erhielten 13 der 30 Erst- und Zweitligavereine -darunter auch die HSG Bensheim/Auerbach- für die laufende Saison 2019/20 die Auszeichnung für ihre herausragende Jugendarbeit.

Quelle: Robert Schlappner – Online-Zeitung Bensheim-Auerbach