Flames wollen gegen Zwickau nachlegen

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Flames wollen gegen Zwickau nachlegen

Dionne Visser will mit ihren Flames das zweite Heimspiel der Saison gewinnen / Foto: ©Andrea Müller

Am 4.Spieltag der Handball Bundesliga Frauen empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am heutigen Freitag den Aufsteiger BSV Sachsen Zwickau. Der Anpfiff erfolgt um 19.30 Uhr in der Weststadthalle. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm hofft auf zahlreiche Zuschauerunterstützung trotz des ungewohnten Spieltags.

Nach dem Auswärtssieg beim VFL Oldenburg wollen die Flames als Favorit auch gegen Zwickau beide Punkte holen. „Der Sieg gegen Oldenburg ist nichts wert, wenn man dann nicht nachlegt, dass wissen wir. Wir spielen zu Hause und jeder erwartet einen Sieg“, möchte Heike Ahlgrimm nach der Heimniederlage gegen Neckarsulm diesmal einen Heimspiel-Erfolg. „Wir haben auch den Anspruch zu gewinnen und haben zu Hause auch noch ein bisschen was wieder gutzumachen. Wir wollen unseren Fans den Sieg schenken und wir werden alles dransetzen. Das wird ein schweres Spiel.  Jeder denkt wir sind Favorit und erwartet, dass wir gewinnen.“

Für Heike Ahlgrimm ist Sachsen Zwickau ein starkes Team. „Sie haben die ersten Spiele nur etwas Lehrgeld bezahlt“, so die Trainerin. Das Team von Trainer Norman Rentsch und Co-Trainer Dietmar Schmidt wurde letzte Saison souverän Meister der zweiten Liga  und hat einen breit aufgestellten Kader. Fünf Spielerinnen haben den Zweitligameister verlassen, vier Neuzugänge musste Norman Rentsch integrieren.

Die Neuzugänge in Zwickau sind Nele Kurzke im Tor (vorher TSV Bayer Leverkusen), Chantal Wick (Sport-Union Neckarsulm) und Ema Hrvatin (AS Cannes/FRAU) im Rückraum sowie Anna Frankova (HC Rödertal) auf Rechtsaußen.

Am ersten Spieltag musste der BSV Sachsen Zwickau erfahren, dass es eine sehr schwere Saison werden wird, denn die Rückkehr ins Oberhaus der Handball Bundesliga Frauen (HBF) nach 25 Jahren hatte man sich sicher anders vorgestellt. Die Heimpremieren zum Saisonauftakt ging deutlich gegen den SV Union-Halle Neustadt 20:36 (8:19) verloren.

 „Nach so langer Zeit wieder vor Zuschauern zu spielen, ist nicht einfach. Sehr viele Mannschaften haben ihr erstes Heimspiel vergeigt. Dazu gehört auch Zwickau“, ordnet Heike Ahlgrimm die Heimniederlage der Sachsen gegen Halle-Neustadt realistisch ein.

Am zweiten Spieltag verlor man beim Buxtehuder SV mit 32:25 (17:12). Dabei zeigte das Rentsch-Team eine deutliche Steigerung gegenüber dem Saisonauftakt und konnte das Spiel  lange offen gestalten, obwohl sie schon zur Pause 17:12 uns später 19:14 zurücklagen. Nach dem 22:22 schien die Wende möglich, doch fehlte hier wohl etwas die Erfahrung und ihnen unterliefen dann  Ballverluste durch einfache technische Fehler, die vom Buxtehuder SV eiskalt genutzt wurden.

Im zweiten Heimspiel empfing man den amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund. Das Spiel in Zwickau war relativ schnell entschieden. Zu Beginn konnte man noch dagegenhalten und glich in der elften Minute sogar zum 5:5 aus, doch danach übernahm der BVB das Spiel und kam durch die erste Welle zu schnellen Toren und führten nach 20 Minuten bereits mit 11:6. Am Ende  gewannen die Dortmunderinnen souverän mit 34:26 (20:12).

Die bisherige Bilanz der beiden Mannschaften gegeneinander, die allerdings ausschließlich in der 2. Liga stattfanden,  spricht eindeutig für die Flames. In 22 Begegnungen gegeneinander gingen die Flames achtzehnmal, dreimal gewann Zwickau und einmal trennte man sich Unentschieden. Das letzte Mal stand man sich im Aufstiegsjahr der Flames, am 11.02.2017 gegenüber. Damals gewannen die Flames in Zwickau mit 26:31.

„Wir haben den Anspruch an uns selber, dass wir dieses Spiel sehr ernst nehmen und als Sieger vom Feld gehen. So werden wir auch in das Spiel hereingehen. Wir haben diese Woche gut trainiert und haben jetzt natürlich mit Dekki wieder eine Alternative mehr, worüber wir uns freuen. Sie braucht natürlich noch Zeit, aber das was sie bei ihrem Comeback gemacht hat, war schon gut. So hat sie auch gleich ein Tor gemacht“, freut sich die Flames-Trainerin. Die Niederländerin Sarah Dekker feierte am vergangenen Wochenende nach mehrmonatiger Verletzungspause ihr Comeback. „Wir werden sie weiter behutsam aufbauen. Sie braucht noch etwas Zeit“, erklärt Heike Ahlgrimm und warnt damit auch vor einer zu großen Erwartungshaltung.