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Caroline Hettinger reist mit ihren Flames als Außenseiter zum letzten Spiel in 2019 nach Erfurt / Bild: ©Andrea Müller

Lange Zeit blieb den Flames der HSG Bensheim/Auerbach die unglückliche 23:24 Niederlage gestern gegen den VFL Oldenburg zu verarbeiten. Bereits heute standen die Flames wieder in der Halle, um sich auf das letzte Spiel des Jahres 2019 vorzubereiten. Am Sonntag, 29.12.2019 (15:00 Uhr, Riethhalle Erfurt) geht es für die Flames zum Favoriten in den Osten, zum Deutschen Pokalsieger und Vize-Meister Thüringer HC.

Die Favoritenrolle ist diesmal keine Frage. Das Team von Trainer Herbert Müller hat gestern, trotz des Ausfalls von Nationalspielerin Alicia Stolle, gezeigt, dass es die lange Spielpause gut verkraftet hat und zu den TOP-Teams der Liga gehört. Im ersten Spiel nach der Weltmeisterschaftspause besiegte der Thüringer HC die Kurpfalz Bären Ketsch mit 34:21 (17:12). Beste Werferinnen beim THC waren Almudena Rodriguez, Iveta Koresova und Lydia Jakubisova mit je sechs Treffern.

Der THC steht mit 12:4 Punkten aktuell auf dem 4. Platz der Handball Bundesliga Frauen (HBF) und hat damit 2 Minuspunkte mehr auf dem Konto, als am Ende der letzten Saison, wo man nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den Meistertitel verpasste.

Wie auch letzte Saison verlor man das Spiel bei der SG BBM Bietigheim knapp mit 27:26 und ebenso knapp unterlag man dem verlustpunktfreien BVB aus Dortmund (25:26). Diese beiden Mannschaften und der THC werden am Ende Meisterschaft und Pokalsieg unter sich ausmachen.

Vom Kader des THC träumt so mancher Trainer der Liga. Mit Iveta Koresova, vielen noch besser unter ihrem Mädchennamen Luzumova bekannt, steht auch diese Saison die beste Torschützin der letzten Saison in Reihe des THC. Aktuell liegt sie mit 67/25 Toren auf Platz 2 hinter Flames-Spielerin Julia Maidhof (71/24 Tore).

Auch sonst lässt sich der Kader sehen, wie zum Beispiel die spanische Vizeweltmeisterin Almudena Rodriguez oder die deutschen WM-Teilnehmerinnen Ann-Cathrin Giegerich, Meike Schmelzer, Emily Bölk , Ina Großmann und Alicia Stolle.

Sportlich sind die Flames in Erfurt klarer Außenseiter. “Alle erwarten, dass wir, wie die meisten Teams, dort deutlich verlieren”, sagt daher auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. „Deshalb können wir entspannt spielen und wollen zeigen, dass wir den THC ärgern können. Beim THC herrscht immer eine tolle Stimmung, die Halle ist voll und es macht einfach Spaß dort zu spielen. Wir werden hinfahren und wollen ein tolles Spiel machen, es genießen und schauen, dass wir alles umsetzen können, was wir uns vornehmen”, so Ahlgrimm weiter.

Auch ihr Trainerkollege Herbert Müller betonte nach Weihnachten, dass der THC in den beiden Partien gegen die Bären und die Flames klarer Favorit ist und deshalb vier Punkte gefragt sind.” Angesichts der Tabellensituation darf sich die Mannschaft keinen weiteren Punktverlust erlauben“, ist die deutliche Ansage von Müller.

Die Flames können mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden sein und wenn es zum Jahresabschluss nur eine knappe Niederlage in Erfurt gibt, dann kann man entspannt ins neue Jahr gehen, wo man am 04.01.2020 mit der Neckarsulmer Sport-Union wieder einen Gegner auf Augenhöhe erwartet.