Flames wollen gegen Göppingen nachlegen

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Flames wollen gegen Göppingen nachlegen

Eine konsequente Abwehrarbeit wird der Schlüssel zum Erfolg sein. / Foto: ©Andrea Müller

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach steht an diesem Samstag (18:00 Uhr, Weststadthalle) das Nachholspiel gegen die die FRISCH AUF Frauen aus Göppingen auf dem Programm. Die Partie vom siebten Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) musste Ende Oktober wegen eines positiven Corona-Tests bei einer Göppinger Spielerin abgesagt und verlegt werden.

Diese Saison ging der Blick eigentlich Richtung TOP-10 der Tabelle, doch aktuell geht es vorerst nur um den Klassenerhalt. Mit 4:26 Punkten finden sich die Frisch Auf Frauen überraschend nur auf dem Drittletzten Tabellenplatz der HBF, der den direkten Abstieg bedeuten würde.

Göppingen ist stärker als der Tabellenplatz aussagt

„Göppingen steht in der Tabelle tiefer, als sie eigentlich gehören. Von der Mannschaft her sind sie nicht Drittletzter. Es ist aber immer das Problem, wenn du einmal da unten stehst, dann verlierst du Spiele, die du sonst nicht verlieren würdest. Sie haben jetzt einen neuen Trainer und haben die letzten beiden Spiele gegen Bietigheim und Blomberg auch ordentlich gespielt. Von daher sind wir schon gewarnt, dass da einiges auf uns zukommt“, rechnet Flames –Coach Heike Ahlgrimm mit einem kampfbetonten Spiel.

Die Flames gehen als Favorit in dieses Spiel und wollen nach dem deutlichen 37:24-Heimerfolg letzte Woche gegen Mainz nachlegen und mit einem Sieg den 7. Tabellenplatz festigen. „Natürlich  wollen wir zu Hause die Punkte behalten. Das sind Punkte, die wir eingeplant haben“, fordert auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. Dabei soll ihr Team in erster Linie aber auf sich selbst schauen. „Ich glaube, wenn wir unsere Leistung abrufen und  da anknüpfen, was wir gegen Mainz gemacht haben und dies über eine längere Zeit umsetzen, dann können wir auch gegen Göppingen zu Hause als Sieger vom Feld gehen“, erklärt Heike Ahlgrimm.

Die beiden einzigen Siege diese Saison für Göppingen waren am 3. Spieltag beim 26:24 gegen Aufsteiger Halle-Neustadt und am 5. Spieltag beim 25:21 in Mainz. Danach gab es nur noch Niederlagen. Als dann am  09.01.21 auch noch beim, bis dahin, punktlosen Tabellenletzten Kurpfalz Bären Ketsch mit 25:23 verloren wurde, zog der Verein die Konsequenzen. Nach 12 Jahren musste Trainer und Geschäftsführer Alexander Knežević die Kommandobrücke verlassen. Beerbt wurde er vor zwei Wochen von Nico Kiener, der davor Landestrainer des Handball-Verbandes Württemberg (HVW), war.

Louisa Wolf Neuzugang bei Göppingen

Außerdem wurde diese Woche noch kurzfristig für den Rückraum Louisa Wolf verpflichtet, die zuvor beim Ligakonkurrenten Neckarsulmer Sport-Union unter Vertrag stand und Göppingen auf dem Weg zum Klassenerhalt helfen soll.

Die beiden Auftritte seit dem Trainerwechsel geben durchaus Hoffnung, dass dies gelingen wird. Zudem verfügt der Kader auch über die entsprechende Qualität. Gegen die SG BBM Bietigheim verlor man zwar am Ende mit 22:27, doch bis zur Halbzeit (14:14) konnte man das Spiel ausgeglichen gestalten. Letztes Wochenende verlor das Team von Nico Kiener bei der HSG Blomberg-Lippe 29:22.

Eine der erfahrensten Spielerinnen und gleichzeitig aktuelle Toptorschützin der FRISCH AUF Frauen ist Michaela Hrbková, die auf Rechtsaußen und im rechten Rückraum eingesetzt wird. Die Tschechin gehört bereits seit der Saison 2016/17 zum Team der FRISCH AUF Frauen und gewann gleich im ersten Jahr mit 210 Treffern die Torschützenkrone HBF. Sie bestritt bisher 137 Länderspiele für die tschechische Nationalmannschaft, in denen sie 382 Tore erzielte. Mit Tschechien nahm sie an der Weltmeisterschaft 2013 und an der Europameisterschaft 2012 teil. Aktuell steht sie mit 76/34 Toren auf Platz 10 der HBF-Scorerliste. Zweitbeste Torschützin ist Rechtsaußen Anja Brugger mit 50 Toren, die somit auch beste Feldtorschützin der FRISCH AUF Frauen ist.

Vor der Saison hatte Göppingen fünf Ab- und fünf Neuzugänge zu verzeichnen. Einer davon ist der Rückhalt im Tor der FRISCH AUF Frauen. Anne Bocka kam von der HSG Bad Wildungen und musste gleich die starke Torfrau Jasmina Rebmann-Jankovic vertreten, die sich im Juli 2020 zum zweiten Mal in ihrer Karriere einen Kreuzbandriss zuzog.

Zu den Neuzugängen gehört auch Kreisläuferin Alexandra Tinti, die von 2015 – 2017 das Trikot der Flames trug und dann nach Mainz wechselte.

Doch alle Statistiken sind für Heike Ahlgrimm erstmal zweitrangig. Ihr Team soll die Vorgaben umsetzen und 60 Minuten konzentriert zur Sache gehen. „Wir wollen unbedingt diese zwei Punkte, weil wir im Mittelfeld bleiben wollen und dazu brauchen wir die. Von daher freuen wir uns auf ein schönes Spiel“, so Heike Ahlgrimm.

Verzichten muss sie noch auf Kreisläuferin Dionne Visser, die noch ihre Knieverletzung auskurieren muss, aber bald wieder zur Verfügung stehen wird.

Das Spiel wird wieder im Livestream auf Sportdeutschland.TV übertragen.