Flames wollen auch nach dem Hessen-Derby verlustpunktfrei sein

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Flames wollen auch nach dem Hessen-Derby verlustpunktfrei sein

Eineinhalb Jahre nach ihrem Kreuzbandriss feiert Simone Spur Petersen ihr Comeback / Foto: ©Andrea Müller

Nach der Länderspielpause am letzten Wochenende empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag um 18:00 Uhr in der Weststadthalle die HSG Bad Wildungen Vipers zum Hessenderby in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Eine schlechte Nachricht gab es kurzfristig noch am Freitagabend. Aufgrund der steigenden Covid-19 Fallzahlen und einem nun bestehenden Inzidenzwertes von über 20 im Kreis Bergstraße darf das Heimspiel jetzt doch nur mit 250 Zuschauern stattfinden. Das Gesundheitsamt den Montag bestätigten Antrag von 15 % Hallenauslastung, was 298 Zuschauern entspricht, mit sofortiger Wirkung zurückgezogen wurde.

Auch nach dem Hessenderby wollen die Flames weiterhin ihre weiße Weste haben und ihr Punktekonto auf 10:0 Punkte ausbauen. Sie wären dann neben dem TOP-Meisterschaftsfavoriten Borussia Dortmund weiterhin die einzige Mannschaft ohne Punktverlust und würden sich die Tabellenführung zurückholen, da der BVB durch die CL-Teilnahme am Wochenende ein Spiel im Rückstand bleibt. Im Falle einer Niederlage bliebe man auf dem 4. Tabellenplatz.

Einstelliger Tabellenplatz als Saisonziel

Die HSG Bad Wildungen Vipers belegt derzeit mit 2:6 Punkten den 12. Tabellenplatz und hat damit weniger Punkte auf dem Konto, als eigentlich zu diesem Zeitpunkt geplant war. Vor allem die 24:20 Niederlage bei Aufsteiger HL Buchholz 08-Rosengarten und zu Hause das 30:31 gegen den VFL Oldenburg waren so nicht unbedingt eingeplant, denn Der Zwölfte der Vorsaison möchte diese Saison nichts mit den hinteren Plätzen zu tun haben. Diese Saison haben die HSG Bad Wildungen Vipers einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel ausgegeben.

Derbys sind besondere Spiele

Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Dies weiß natürlich auch Flames-Coach Heike Ahlgrimm: „Wir wissen, dass Bad Wildungen eigentlich besser stehen müsste, als sie es aktuell tun.  Das Team ist wesentlich stärker, als der Tabellenplatz aussagt und wir wissen, dass einiges auf uns zukommt. Es ist ein Derby. Das ist immer was anderes und es waren immer heiß umkämpfte Spiele. Das wird auch jetzt wieder so sein“.

Das Team von Trainerin Tessa Bremmer, die seit 2014 auf der Kommandobrücke steht, ist gegenüber der Vorsaison verstärkt worden. Mit Munia Smits, Kira Schnack und der Ex-Flames-Spielerin Larissa Platen kamen drei bundesligaerfahrene Spielerinnen zu den Nordhessen. Sie sollen helfen das Team im Mittelfeld zu stabilisieren. Auch im Tor hat man sich, laut Tessa Bremmer, „enorm verstärkt“. Die nach Göppingen gewechselte Anne Bocka wurde durch die aus Paris kommende Schweizerin Lea Schüpbach ersetzt.

Rücktritt vom Rücktritt bei Sabine Heusdens

Für einen Überraschungscoup sorgten die Verantwortlichen der HSG Bad Wildungen Vipers dann noch kurz vor Saisonstart. Aufgrund der Verletzung von Vanessa Magg  konnten sie eine alte Bekannte zurückgewinnen. Mit Sabine Heusdens gab eine Spielerin ihr Comeback, die eigentlich letzte Saison schon ihr Karriereende bekannt gegeben hatte. Dies ist auf jeden Fall eine Verstärkung für das Team von Tessa Bremmer und eine Eingewöhnungsphase ist bei ihr nicht nötig. Mit 105/41 Toren belegte Heusdens letzte Saison Platz 3 der Torschützenliste der HBF.

An das letzte Derby haben die Flames nur bedingt gute Erinnerungen. Bei dem letzten vor dem Abbruch ausgetragenen Spiel der Saison 2019/20 verspielten die Flames beim 27:27 am 07.03.20 eine 7-Tore-Führung.

Diesmal wollen es die Flames besser machen und beide Punkte in Bensheim behalten. Unterschätzen werden die Flames ihren Gegner dabei auf keinen Fall.

„Wir werden gut damit fahren, wenn wir wirklich alles in die Waagschale werfen und wollen ein  gutes Spiel machen. Zu Hause wollen wir die zwei Punkte. Die Mädels sind fokussiert und haben gut trainiert. Alles Weitere werden wir dann auf dem Platz sehen. Das wird nicht einfach, aber wir freuen uns auf das Derby und gehen mit so viel Selbstvertrauen rein, dass wir die zwei Punkte holen. Das muss auch unser Anspruch sein“, stellt Heike Ahlgrimm klar.

Comeback von Simone Spur Petersen

Erstmals seit über eineinhalb Jahren kann sie dabei auf den kompletten Kader zurückgreifen. Erstmals seit ihrem im April 2019 erlittenen Kreuzbandriss sitzt auch die Dänin Simone Spur-Petersen wieder auf der Bank. „Wir freuen uns für Simone. Wir müssen natürlich noch abwarten, bis sie ihre volle Leistung wieder abrufen kann“, dämpfte die Flames-Trainerin zu hohe Erwartungshaltungen. „Ob sie zum Einsatz kommt, hängt vom Spielverlauf ab“, so Heike Ahlgrimm.

Erstmals zum Einsatz in dieser Saison kommen kann auch Rechtsaußen Sarah Dekker, die ihre Verletzung auskuriert hat.