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Isabell Hurst erzielte fünf Tore gegen den BVB, die ehemailge Flamesspielerin Merel Freriks war dreimal erfolgreich / Foto: ©Andrea Müller

Es bleibt auch beim Nachholspiel so, wie die Spieltage zuvor. Die Handballdamen von Borussia Dortmund gehen in großen Schritten Richtung der 1. Deutschen Meisterschaft und setzen ihren Siegeslauf in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) fort. Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach mussten sich dem souveränen Ligaprimus mit 28:38 (15:23) geschlagen geben, obwohl sie noch nicht einmal eine schlechte Leistung geboten und lange gut mitgehalten haben.

Der BVB führt die Tabelle mit nunmehr 34:0 Punkten an, die Flames belegen mit 20:16 Punkten weiterhin den guten 7. Tabellenplatz. Erfolgreichste Torschützen der Flames waren Lisa Friedberger mit 6/3 Toren und Isabell Hurst mit 5 Toren, beim BVB war die überragende Torschützin Johanna Stockschläder mit 10 Toren.

BVB-Trainer André Fuhr zog ein positives Fazit: „Es war eine gute Leistung, ein souveräner Sieg und von daher fahren wir zufrieden nach Hause“.

Aber auch Flames-Coach Heike Ahlgrimm war nicht unzufrieden: „Dortmund hat heute gut gespielt. Wir hatten gehofft, dass wir etwas länger dranbleiben und es spannender machen können, aber das hat Dortmund heute nicht zugelassen. Wir müssen aber nicht traurig nach Hause gehen, sondern können hier, trotz der zehn Tore Unterschied, erhobenen Hauptes rausgehen, denn wir haben viele Dinge richtig gemacht und an den Dingen, die nicht funktioniert haben, werden wir weiterarbeiten“.

Die Flames hatten sich viel vorgenommen und wollten in erster Linie auf ihr Spiel schauen. Genau 20 Minuten ging das Vorhaben auf und die Flames gelang es die Begegnung ausgeglichen gestalten. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm lag zu diesem Zeitpunkt mit nur einem Tor – beim Stand von 12:13 – im Hintertreffen.

Dann zog der BVB das Tempo an und setzte sich innerhalb von 2 Minuten mit einem 3:0-Lauf auf 12:16 (23.) ab. Flames-Coach Heike Ahlgrimm reagierte sofort mit einem Team-Timeout.

Acht-Tore-Rückstand zur Pause

Beim 15:18 (25.) durch Ines Ivančok waren die Flames immer noch in Schlagweite. Der BVB legte dann in den letzten 5 Minuten vor der Pause aber noch einmal einen Zahn zu und konnte mit einem 5:0-Lauf auf 15:23 bis zur Pause davonziehen, was vor allem daran lag, dass zu diesem Zeitpunkt die Flames-Abwehr kein Mittel gegen die beiden schnellen Außen Kelly Vollebregt und Johanna Stockschläder fand, die fast die Hälfte aller BVB-Treffer in diesem Spiel erzielten. So kam Linksaußen Johanna Stockschläder, die nächste Saison das Trikot der Neckarsulmer Sport-Union trägt, bis zur Pause auf sechs ihrer insgesamt 10 Treffer, Rechtsaußen Kelly Vollebregt erzielte bis zum Pausenpfiff fünf ihrer insgesamt sieben Treffer.

Trotz des Acht-Tore-Rückstandes gaben die Flames auch in der zweiten Halbzeit nicht auf und versuchten weiter mit ihren Möglichkeiten gegen diese TOP-Mannschaft entgegenzuhalten. Vor allem die Abwehr stand jetzt auch wieder etwas kompakter.

So kamen die Flames wieder besser ins Spiel und konnten den Rückstand auf fünf Tore beim 22:27 (40.) verkürzen. BVB-Trainer André Fuhr legte die grüne Karte und nahm ein Team-Timeout.

Bis zum 24:29 (43.) durch Torfrau Jessica Kockler, die den Ball ins leere BVB-Tor warf, als die ehemalige Flames-Spielerin Merel Freriks eine Zeitstrafe absaß, blieb es bei diesem Abstand. Jedoch erhöhte der BVB dann wieder durch Kelly Dulfer, Johanna Stockschläder und Inger Smits auf 24:32 (47.) und das Spiel war endgültig entschieden.

Den Schlusspunkt setzte die überragende Johanna Stockschläder mit ihrem zehnten Treffer um 28:38 Endstand.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach – Borussia Dortmund 28:38 (15:23)

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler (1), Helen van Beurden – Isabell Hurst (5), Leonie Kockel (2), Lotta Heider, Elisa Stuttfeld (1), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (4), Alicia Soffel (3), Lisa Friedberger (6/3), Christin Kühlborn (1), Sarah van Gulik (2/1), Ines Ivančok (3), Julia Niewiadomska, Dionne Visser.

Borussia Dortmund:
Isabell Roch, Rinka Duijndam, Yara ten Holte – Dana Bleckmann (4), Johanna Stockschläder (10), Tina Abdulla, Tessa Van Zijl (1), Alina Grijseels, Laura van der Heijden (3), Kelly Dulfer (4), Clara Monti Danielsson, Merel Freriks (4), Kelly Vollebregt (6), Inger Smits (6/1), Jennifer Rode.