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Flames unterliegen in Halle

Ines Ivancok erzielte 7 Tore gegen die Wildcats und wurde zur besten Flames-Spielerin gewählt / Foto: ©Andrea Müller

Nach der kurzen Corona-Zwangspause gab es für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) leider nichts zu holen. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm musste sich beim Tabellennachbarn SV Union Halle-Neustadt mit 26:33 (13:16) geschlagen geben. Beste Werferinnen waren Helena Mikkelsen (6 Tore) und Julia Niewiadomska (6/4) bei den Wildcats sowie Ines Ivancok mit 7 Toren bei den Flames.

Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie nach den letzten Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden wollten, wobei die Voraussetzungen für die Wildcats wesentlich besser waren. Nach einigen Coronafällen und einer Woche Trainingspause sind die Flames diese Woche wieder nach und nach ins Training eingestiegen und konnten nur einmal am Freitag komplett zusammen trainieren. Hinzu kommt, dass diese Spielerinnen auch nicht gleich wieder im Vollbesitz der Kräfte sind. Dies soll jedoch keine Ausrede für die schlechte Chancenverwertung sein, es wurde dadurch aber das erwartet schwere Spiel.

„Es ist natürlich bitter, dass wir als Verlierer dastehen und es ist schwierig nach so einem Spiel das mit Corona zu entschuldigen. Wir haben nur einmal komplett diese Woche trainieren können und einige Spielerinnen, die nur zweimal trainiert haben. Wir waren kräftemäßig nicht richtig da, das hat man in der zweiten Halbzeit gemerkt. Trotzdem wäre was möglich gewesen. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Mit 26 Fehlwürfen kann man kein Spiel gewinnen. Die Torhüter haben heute keine Hand an den Ball bekommen. Das ist in der Summe dann einfach zu viel. Corona hin oder her, wenn wir diese Fehler nicht gemacht hätten, wäre es enger geworden. Es ist ein verdienter Sieg für Halle und wir müssen jetzt weitermachen. Wir wussten, dass es schwer wird und sind das Risiko mit dem Spiel eingegangen. Man hätte ja versuchen können, es zu verlegen. Jetzt müssen wir positiv nach vorne schauen, denn wir haben noch viele Spiele und  müssen zusehen, dass wir uns die Punkte nächste Woche gegen Leverkusen und die Vipers wieder holen“, so das Fazit von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Es dauerte über zwei Minuten, bis der erste Treffer der Begegnung viel. Lea Gruber erzielte das 1:0 für die Gastgeber in der 3. Spielminute. Eine Minute später gelang den Flames der erste Treffer zum 1:1 durch einen im Nachwurf verwandelten Siebenmeter von Lisa Friedberger. Das Spiel blieb auf Augenhöhe. Ines Ivancok brachte die Flames erstmals mit 5:4 (11.) in Führung. Das Spiel blieb ausgeglichen bis zum 10:10 (22.) durch Ines Ivancok, die Sekunden später für zwei Minuten auf die Bank musste. In Überzahl gelangen den Wildcats zwei Treffer zum 12:10 und Marija Gudelj erhöhte noch auf 13:10 (25.) für die Hausherren. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm reagierte mit einem Team-Timeout.

Der 3-Tore-Vorsprung der Wildcats blieb bis zur Pause. Mit einem 13:16-Rückstand ging es für die Flames in die Kabine.

Dionne Visser verkürzte kurz nach Wiederanpfiff auf 14:16. Durch einen 3-Tore-Lauf setzten sich die Wildcats auf 5 Tore zum 19:14 (35.) ab und Heike Ahlgrimm nahm unmittelbar danach die Auszeit.

Die nächsten beiden Treffer erzielten trotzdem die Wildcats, da die Flames die Überzahl nach einer Zeitstrafe gegen Camilla Askebjerg nicht nutzen konnten. Lisa Friedberger scheiterte mit einem Siebenmeter, Lea Gruber und Helena Mikkelsen trafen zum 21:14 (38.) für die Wildcats.

Die Flames verkürzten noch zweimal auf 5 Tore – beim 19:26-Rücsktand (48.) nahm Heike Ahlgrimm ihre letzte Auszeit. Näher als auf 6 Tore kamen ihre Flames jedoch nicht mehr heran.

Am Ende stand ein 33:26 auf der Anzeigentafel.

Die Wildcats bleiben mit 15:19 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz, die Flames mit 13:23 weiterhin auf dem 9.Platz.

Für die Flames ist es jetzt wichtig ruhig weiterzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten. Es folgen jetzt zwei Heimspiele in der Weststadthalle Bensheim. Am Samstag, 09.04.2022, ist um 18:00 Uhr der TSV Bayer 04 Leverkusen zu Gast und am Mittwoch, 13.04.2022, steht um 20:00 Uhr das Nachholspiel gegen die Bad Wildungen Vipers auf dem Programm.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden; Isabell Hurst 4, Lotta Heider 1, Myrthe Schoenaker 3, Elisa Stuttfeld 2, Jana Haas, Christin Kühlborn, Saskia Fackel 1, Sarah van Gulik 2/1, Ines Ivancok 7, Neele Mara Orth, Dionne Visser 2.