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Flames reisen zum Deutschen Meister nach Bietigheim

Antje Lauenroth trug 10 Jahre das Trikot der Flames und möchte heute mit Bietigheim beide Punkte behalten / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach geht es am Samstag, 21.04.2018 (19:30 Uhr, Halle am Viadukt) zum Auswärtsspiel beim amtierenden Deutschen Meister SG BBM Bietigheim.

Nachdem es am Wochenende in Bensheim zum Aufeinandertreffen mit dem TOP-Team dieser Saison, dem Thüringer HC, wird die Aufgabe für die Mannschaft von  Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm in Bietigheim nicht einfacher. Die Übermannschaft der letzten Saison ist derzeit Tabellenzweiter mit 7 Punkten Rückstand auf den Thüringer HC und hat nur noch minimale Chancen in den verbleibenden 5 Spielen den Titel doch noch zu verteidigen, wofür sie aber alles tun werden. Außerdem möchte man am Ende mindestens diesen 2. Platz in der Tabelle belegen. Der Vorsprung auf den Dritten, den Buxtehuder SV, beträgt 3 Punkte.

Das Aufeinandertreffen beider Teams ist schon etwas Besonderes. Denn zum einen kommt es zum Wiedersehen mit den beiden Nationalspielerinnen Antje Lauenroth und der derzeit verletzten Kim Naidzinavicius, die beide viele Jahre das Trikot der Flames trugen und immer noch gute Kontakte nach Bensheim haben und öfters mal Spiele der Flames besuchen. Antje trug fast zehn Jahre (2006-2015) das Flames-Trikot, bevor sie 2015 nach Bietigheim wechselte und Kim spielte drei Jahre (2008-2011) für die Flames. Ein weiterer Grund ist der überraschende Punktgewinn der Flames im Hinspiel, als die Flames am 27.12.2017 beim 24:24 den ersten Punktgewinn in der 1. Liga feierten. Einen Punktverlust, den die SGBBM überhaupt nicht eingeplant hatte.

Umso mehr ist das Team von SGBBM-Coach Martin Albertsen gewarnt und sicher auch mehr als motiviert, denn diesmal soll das nicht passieren und die Flames werden auf eine sehr engagierte Bietigheimer Mannschaft treffen, die von der ersten Minute an zeigen wird, wer das TOP-Team ist.

Hinzu kommt, dass es zum damaligen Zeitpunkt einige Probleme in Bietigheim gab. So wurden die beiden ehemaligen deutschen Nationalspielerinnen Nina und Susann Müller vom Spielbetrieb freigestellt und es war erst das 2. Spiel ohne Naidzinavicius, die sich bekanntlich Anfang Dezember bei der Handball-WM im Eröffnungsspiel das Kreuzband riss und jetzt fleißig an ihrem Comeback in der neuen Saison arbeitet. Dadurch musste sich der neue Rückraum von Martin Albertsen erst finden und einspielen.

Doch das ist mittlerweile Geschichte und das mit Nationalspielerinnen, wie Tess Wester im Tor oder der Haupttorschützin Karolina Kudlacz-Gloc, vollgepackte Team  hat sich gefunden und eine hochkarätige Verstärkung konnte man auch noch verpflichten. Ende Januar wechselte Nationalspielerin Anna Loerper von der TuS Metzingen zur SGBBM.

Die Flames erwartet in Bietigheim also ein hochmotiviertes Team, was beide Punkte in Bietigheim behalten will.

Auch wenn die Flames wieder nur klarer Außenseiter sind, so wird Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm wieder alles dafür tun, dass ihre Mannschaft 60 Minuten um die kleinste Chance kämpft und sich nicht aufgibt.

Ein wenig Entspannung gibt es beim Kader und auf der Bank. Caro Thomas ist nach ihrer Verletzungspause wieder dabei, ebenso wie Lisa Friedberger und Martha Logdanidou, die letzte Woche bei der Zweiten im Einsatz waren, um diese zu unterstützen, damit es mit der Meisterschaft in der Landesliga Süd klappt.

„Bietigheim ist der zweite Hochkaräter, der amtierende Deutsche Meister.  Die werden was gutmachen wollen, denn die haben bei uns unentschieden gespielt, weil sie damals die ganzen Querelen dort hatten. Jetzt sind sie eine andere Mannschaft und haben sich als Team gefunden. Sie haben das abgehakt und mit Anna Loerper noch eine gute Rückraumspielerin bekommen. Wir sind der absolute Underdog. Wir spielen auswärts und haben dort nichts zu verlieren. Nichtsdestotrotz werden wir es ihnen schwer machen, weil wir natürlich immer unsere Chance wittern und wir werden sie ärgern. Dann schauen wir, was dabei herauskommt. Auf der anderen Seite ist Bietigheim halt gespickt mit Nationalspielerinnen, von daher wird es eine sehr schwere Aufgabe. Wir sind guter Dinge und sind am Samstag wieder 3 Leute mehr. Frieda, Caro und Martha spielen wieder und dann schauen wir mal“, kann Heike Ahlgrimm mit der Außenseiterrolle gut leben.