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Flames reisen als Underdog nach Metzingen

Im Hinspiel konnten die Flames sich überraschend durchsetzen, zum Rückspiel reisen sie allerdings als klarer Außenseiter / Foto: ©Andrea Müller

Viel Zeit zum Regenerieren blieb nicht.  Zum Abschluss der englischen Woche geht es am Ostersamstag, 16.04.2022 (19:30 Uhr, Öschhalle),  für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach zur TuS Metzingen. Für das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm wird es wieder eine ganz schwere Aufgabe.

Über die Favoritenrolle braucht man sich keine Gedanken machen. Die von der ehemaligen Flames-Spielerin Edina Rott trainierten TUSSIES sind diesmal ganz klar in der Favoritenrolle und wollen natürlich vor eigenem Publikum Revanche für die überraschende 31:28 Hinspiel-Niederlage zum Jahreswechsel in Bensheim.

Diesen Überraschungserfolg sollten sich die Flames als Motivation mit nach Metzingen nehmen. Die Vorzeichen sind diesmal jedoch ganz anders. Die Flames unterlagen am Mittwoch im wichtigen Vier-Punkte-Spiel der HSG Bad Wildungen mit 27:30 und sind jetzt in der Nähe der Abstiegsplätze angelangt. Mit 13:27 belegen die Flames aktuell den 10. Tabellenplatz, die TUSSIES sind mit 21:15 Punkten Tabellenfünfter, haben aber coronabedingt drei Spiele weniger, als der Thüringer HC auf Platz vier mit 26:16 Punkten.

„Gegen Metzingen sind wir ein absoluter Underdog. In der jetzigen Verfassung und mit dem Herunterrutschen in der Tabelle ist das ein Spiel, wo wir hinfahren können und wir nichts zu verlieren haben. Wir wollen einfach erhobenen Hauptes alles reinhauen, alles geben und gucken was geht. Aber ohne Ines und bei Eli ist noch ein Fragezeichen und mit den Spielerinnen, die ja auch noch nicht bei Ihren Kräften sind und nach diesen ganzen Rückschlägen wird das ein sehr, sehr schweres Spiel“, sieht Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm daher auch geringe Chancen auf eine erneute Überraschung gegen Metzingen.

Die Spielerdecke ist weiterhin dünn und den an Corona erkrankten Spielerinnen fehlt immer noch die Kraft und Ausdauer, die sie vor der Erkrankung hatten. Neben den drei Langzeitverletzten Alicia Soffel, Leonie Kockel und Sarah Dekker fehlt auch in Metzingen noch die erkrankte Ines Ivancok und der Einsatz von Elisa Stuttfeld ist nach ihrer Gehirnerschütterung ebenfalls noch fraglich.

Bei den TUSSIES gegenüber dem Hinspiel nicht mehr dabei ist die ehemalige deutsche Nationalspielerin Marlene Kalf, die ihre Karriere Ende März vorzeitig beendete. Der Grund ist allerdings ein erfreulicher, sie erwartet Nachwuchs. Mit 81/42 Toren ist sie aktuell noch die erfolgreichste Torschützin der TUSSIES. Platz 2 im internen Duell belegt Linksaußen Dagmara Nocun mit 80 Toren, gefolgt von Silje Brøns Petersen mit 73/24 Toren.

„Wir sind Sportler und natürlich fahren wir dorthin, um da zu bestehen, aber wir wissen natürlich auch, dass Metzingen jetzt nicht unser Kaliber ist und dass es sehr schwer wird. Man kann es nicht mit dem Hinspiel vergleichen. Das sind zwei ganz unterschiedliche Spiele von der Situation her und von allem was jetzt in den letzten Wochen passiert ist. Von daher werden wir nochmal alles geben. Danach kommt die kurze Länderspielpause, die uns allen guttut und die wir brauchen. Von daher schauen wir mal“, so Heike Ahlgrimm.

Sie wird ihr Team jedenfalls so gut auf den Gegner einstellen, dass sie versuchen werden jede noch so kleinste Chance zu nutzen, wenn sie sich ergibt.