Flames müssen bis zum Schluss für den Sieg kämpfen

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Flames müssen bis zum Schluss für den Sieg kämpfen

Sarah van Gulik war nicht nur vom Siebenmeterpunkt treffsicher / Foto: ©Andrea Müller

Es war ein hartes Stück Arbeit bis der Sieg für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach unter Dach und Fach war. Am Ende gewann das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm das Derby bei den Kurpfalz Bären Ketsch mit 29:26 (14:12) und konnte nach zwei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg einfahren. Erfolgreichste Torschützen bei den Flames waren Sarah van Gulik mit 8/2 und Sarah Dekker mit 6 Toren, bei den Kurpfalz Bären waren Cara Reuthal mit 6/5 und Lara Eckhardt mit 5 Toren am erfolgreichsten.

„Ich glaube, mein Puls war heute ziemlich hoch. Wir haben heute ein typisches Derby gesehen, Ketsch hat es uns unheimlich schwer gemacht und wir sind einfach nur glücklich über die zwei Punkte“, war Flames-Coach Heike Ahlgrimm nach dem Spiel entsprechend erleichtert.

Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs gingen die Flames als Favorit ins Spiel. Die Kurpfalz Bären hatten bisher alle Begegnungen, teilweise sehr deutlich, verloren. Flames-Coach warnte bereits vor dem Spiel: „Derbys sind immer besondere Spiele und dies wird kein Selbstläufer“. Sie sollte Recht behalten.

Die Kurpfalz Bären waren auch ohne Zuschauer hoch motiviert und gut auf die Flames eingestellt. Trotz der 1:0 Führung durch Lisa Friedberger kamen die Flames schlecht ins  Spiel und hatten nach einer Viertelstunde schon einige Fehler und vergebene Würfe zu verzeichnen. Der Tabellenletzte führte verdient mit  5:3. Heike Ahlgrimm reagierte mit einem Team-Timeout und fand offensichtlich die richtigen Worte. Ihre Mannschaft machte aus dem 3:5-Rückstand eine 7:5-Führung. Doch die Kurpfalz Bären ließen sich nicht abschütteln und machten ihrerseits aus einem 7:9-Rückstand eine 10:9-Führung.

Mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine

Ein Doppelschlag von Sarah van Gulik zum 14:12 kurz vor der Pause sorgte für die wichtige Zwei-Tore-Führung zum Halbzeitpfiff.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte Sarah Dekker erstmals auf einen Drei-Tore-Vorsprung erhöhen. Die Bären stemmten sich jedoch weiter mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und ließen sich auch nicht durch einen Vier-Tore-Rückstand nach dem Treffer von Ines Ivancok zum 24:20 (44.) beirren. Und es wurde nochmal richtig spannend. Cara Reuthal, die alle Siebenmeter verwandelte, verkürzte vom Punkt auf 23:24 (49.) und auf 24:25 (51.).

Bären haben mehrmals die Chance zum Ausgleich

Beim 25:26 hatten die Kurpfalz Bären gleich dreimal die Chance zum Ausgleich. Erst konnten sich die Flames beim Torpfosten, dann bei Jessica Kockler bedanke sowie bei Sarah van Gulik, die einen Wurf noch blockte.

Nach einem weiteren Team-Timeout von Heike Ahlgrimm erhöhte Isabell Hurst wieder auf 27:25. Samira Brand konnte zwar noch auf 26:27 verkürzen, doch Sarah Dekker und nochmal Isabell Hurst stellten den 29:26 Endstand her und die Fans konnten mit diesem Auswärtssieg ihren fünften Sieg in dieser Saison feiern. Mit 10:4 Punkten belegen sie aktuell den 6. Tabellenplatz. Die Kurpfalz Bären bleiben Letzter.

„Wir haben uns ins Spiel rein gekämpft und haben viel Dinge richtig gemacht, aber leider auch viele Dinge verkehrt. In der Abwehr haben wir nicht so den Zugriff bekommen, so kam Ketsch zu leichten Toren. Das Ketscher Spiel war richtig stark und sie haben es uns wirklich schwer gemacht. Am Ende des Tages zählen aber nur die zwei Punkte und deswegen bin ich glücklich“, war das abschließende Fazit von Flames-Coach Heike Ahlgrimm.

Aber auch Bären-Coach Adrian Fuladdjusch war trotz der Niederlage nicht unzufrieden und lobte sein Team: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Wir sind kurz davor, uns zu belohnen. Ich bin mir sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird“.

Weiter geht es für die Flames nächste Woche im DHB-Pokal bei der HSG Blomberg-Lippe. Durch den Coronavirus Covid-19 wird diese Saison der Pokal nur unter den Bundesligisten ausgespielt. Der Sieger der Begegnung steht dann im Viertelfinale am 30.01.2021 und ist nur noch einen Sieg vom OLYMP-FINAL4 entfernt.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach:
Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabell Hurst (4), Lotta Heider (1), Elisa Stuttfeld (3), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (6),  Alicia Soffel, Lisa Friedberger (3), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (8/2), Ines Ivancok (4), Julia Niewiadomska, Dionne Visser

Kurpfalz-Bären:
Johann Wiethoff, Leonie Moormann –  Sina Michels (1), Katja Hinzmann, Lena Feiniler (1), Jule Haupt, Samira Brand (4), Sophia Sommerrock (1), Saskia Fackel (4), Cara Reuthal (6/5), Amelie Möllmann, Rebecca Engelhardt (4), Lara Eckhardt (5), Elena Winnewisser.