Flames machen Meisterschaft perfekt

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Flames machen Meisterschaft perfekt

Im oberen Drittel wollten sie mitspielen, nun darf die HSG Bensheim/Auerbach  sechs Spieltage vor Rundenende die Meisterschaft feiern! Nach einer überzeugenden Leistung gegen starke Luchse liegen die Südhessinnen mit 45:3 Punkten uneinholbar an der Tabellenspitze der 2. Handball Bundesliga.

Gründungsmitglied kehrt in die Bundesliga zurück

Das Gründungsmitglied der Bundesliga  macht damit die Rückkehr in die Beletage des deutschen Frauenhandballs perfekt. „Wir wussten, wie schwer es gegen den Tabellenzweiten werden würde. Das Team hat dem enormen Druck standgehalten und wir konnten vor unseren Fans unseren Traum Wirklichkeit werden lassen. Für viele Spielerinnen ist die Meisterschaft ein Highlight in ihrer Karriere, dafür haben wir alle gemeinsam gekämpft. Für den Verein, die Fans und das Team ist es ein Meilenstein, auf den wir sehr stolz sind“,  versuchte Meistertrainerin Heike Ahlgrimm den Aufstieg in Worte zu fassen, bevor sie von Kreisläuferin Caroline Thomas mit einer Sektdusche bedacht wurde.

Friedberger überragend

Angetrieben von der überragenden Lisa Friedberger, die neun Feldtore beisteuerte, agierten die Flames mit der vorgezogenen Sanne Hoekstra, um den Wirkungskreis von Spielmacherin Paula Prior einzuengen. Nach der schnellen Führung konnten sich die Ahlgrimm-Schützlinge jedoch nicht entscheidend absetzen, der Tabellenzweite hielt dagegen, verbuchte aber wie die Südhessinnen einige Fehlwürfe. Das 2:3-Führungstor durch Evelyn Schulz egalisierte wiederum Friedberger, von da an lieferten sich beide Teams bis zum 15:13 Pausenstand einen offenen Schlagabtausch. Auch in Halbzeit zwei führten die Bergsträßerinnen teils mit zwei Toren, fingen sich dann aber wieder einen Gegentreffer.

Rosengarten hielt dagegen

Dann die Führung für die Gäste aus dem Norden: Paula Prior netzte per Siebenmeter zum Unentschieden ein, die Holländerin Sabine Heusdens markierte in der 48. Spielminute das 19:20. Folgerichtig nahm Ahlgrimm nun ihre Auszeit, um die Flames neu einzustellen. Mit Erfolg, denn nun übernahmen Spielmacherin Sarah van Gulik (20:20) und Lisa Friedberger (21:20) die Verantwortung. Das 21:21 durch Heusdens, die wenig später einen Siebenmeter an die Latte setzte, war das letzte Aufbäumen der Luchse, bevor sich die Flames mit dem 28:24 vorzeitig  die Meisterschaft sicherten. Teammanager Jochen Krauss: „Das Spiel hätte in der zweiten Halbzeit auch noch einmal kippen können, am Ende hatte unser Team immer die bessere Antwort und den längeren Atem.“

Nach dem Schlusspfiff streiften sich die Flames ihre Meistershirts über und feierten mit den Fans, Sponsoren und Verantwortlichen ausgelassen auf dem Spielfeld. Die beiden Geschäftsführer Michael Geil und Jörg Hirte: „Das wir in diesem Jahr die Meisterschaft feiern dürfen, hätten wir vor Saisonbeginn nicht geglaubt, vielleicht gehofft. Mit dem Saisonziel „Oberes Drittel“ haben wir bewusst die Erwartungshaltung gedämpft, umso schöner, das wir nun sechs Spieltage vor Schluss den Meistertitel geholt haben! Unser Team überzeugte während der gesamten Spielzeit  und ließ sich auch durch kleinere Rückschläge nicht aus der Ruhe bringen. Deshalb sind wir alle sehr stolz, dieses historische Ereignis gemeinsam feiern zu dürfen!“