Flames kämpfen gegen die Neckarsulmer Sport-Union um die ersten Punkte

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Flames kämpfen gegen die Neckarsulmer Sport-Union um die ersten Punkte

Lisa Friedberger war mit ihren Flames in der Vorbereitung zweimal siegreich gegen die Neckarsulmer Sportunion, so wie hier im Finale des Skoda Cup in Allensbach / Bildrechte: ©Andrea Müller

Nach der Nationalmannschaftspause und dem Pokalwochenende empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag, 13.10.2018 (17.30 Uhr Weststadthalle in Bensheim) mit der Neckarsulmer Sport-Union den direkten Tabellennachbarn. Für beide Mannschaften geht es auch diese Saison wieder um den Klassenerhalt und die Begegnungen gegeneinander sind daher auch 4-Punkte-Spiele.

Drei Spiele sind in der höchsten Liga des deutschen Frauenhandballs absolviert und auf beiden Seiten stehen derzeit 0:6 Punkte zu Buche. Aufgrund des besseren Torverhältnisses belegt die NSU direkt vor den Flames den 12. Platz, welcher den Klassenerhalt bedeuten würde.

Die NSU hatte zum Saisonauftakt die TuS Metzingen zu Gast und verlor mit 24:30. Bitter verlief für die NSU das Spiel in Bad Wildungen. Nach einer dramatischen Schlussphase verlor man am Ende 27:28. Etwas überraschend war die Heimniederlage im Derby gegen die Schwaben Hornets aus Nellingen, wo sich die NSU mit 22:25 (10:14) geschlagen geben musste.

Erfolgreich war dagegen, wie bei den Flames, der Pokalauftritt der NSU. Beim Erstligaabsteiger HC Rödertal setzte sich die NSU klar mit 31:25 durch und zog ins Achtelfinale ein und wird deshalb auch mit Selbstvertrauen nach Bensheim reisen.

Neuaufbau mit acht Neuzugängen

Die NSU hatte vor der Saison einen Umbruch vor sich und befindet sich im Neuaufbau. Geführt wird das Team dabei vom ehemaligen Coach des TV Nellingen, Pascal Morgant. Mit ihm kehrte auch Louisa Wolf zur NSU zurück und ist damit eine von acht Neuzugängen, wobei mit Michelle Goos und Roberta Ivanauskaite gleich zwei davon langfristig mit einem Kreuzbandriss ausfallen. Melanie Herrmann und Lena Hoffmann fehlen ebenfalls noch verletzungsbedingt.

Beide Mannschaften kennen sich aus den Begegnungen der letzten Jahre in der 1. und 2. Liga. In der Vorbereitung traf man zweimal aufeinander. Im Finale beim Turnier in Allensbach konnten sich die Flames genauso durchsetzen, wie im Halbfinale des Lotto-Cup in Ludwigsburg. Diese positive Erinnerung sollten die Flames mit in die morgige Begegnung nehmen. Ansonsten sind aber Vorbereitung und Ligabetrieb zwei Paar Schuhe, denn in der Vorbereitung probieren alle Teams viel aus und müssen sich erst noch finden.

Angriffsleistung bei beiden Teams noch ausbaufähig

Mit den Flames (71 Tore) und der NSU (73 Tore) treffen die beiden derzeit angriffsschwächsten Mannschaften aufeinander. Umso erfreuter war Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm daher über die Angriffsleistung ihrer Mannschaft im DHB-Pokal, als sie 35 Tore erzielte. Auf eine Fortsetzung dieser Leistung hofft die Trainerin auch gegen die NSU, denn die Flames wollen sich unbedingt vor heimischer Kulisse mit den ersten Punkten der Saison belohnen.

„Wir spielen zu Hause und wir wollen unbedingt gewinnen. Nichtsdestotrotz dürfen wir die Lockerheit nicht verlieren. Wir müssen gucken, dass wir die Lockerheit behalten und dass wir gut und kompakt in der Abwehr stehen. Das ist das Hauptaugenmerk. Letzte Woche haben wir gegen Kirchhof einen richtig guten Angriff gehabt und jetzt müssen wir halt schauen, dass wir auch in der Abwehr wieder das eine oder andere Tor verhindern. Im Angriff müssen wir da weitermachen, wo wir letzte Woche aufgehört haben und in der Abwehr schauen, dass wir uns wieder steigern“, so Heike Ahlgrimm.

Da beide Mannschaften in der Handball Bundesliga Frauen (HBF), wie auch der Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt, noch punktlos sind, wird sich das mindestens bei einem Team morgen ändern. Daher können sich die Zuschauer auf ein kampfbetontes Spiel beider Mannschaften freuen, denn beide Teams wissen, dass es ein besonders wichtiges Spiel sein wird und wollen punkten.

Die Flames nehmen diesen Kampf an und gehen hoch motiviert ins Spiel, um den ersten Sieg mit ihren Fans feiern zu können.

Flames bauen auf die Zuschauerunterstützung

Auf die Unterstützung der Zuschauer baut auch Heike Ahlgrimm: „Wir spielen vor eigenem Publikum und wollen natürlich mit denen im Rücken den Aufwind schaffen und wir wollen alles dransetzen, dass wir die 2 Punkte holen. Aber wir wissen auch, wie schwer das wird. Das ist so ein Spiel, wo jeder gewinnen muss. Daher müssen wir uns, wie ich bereits gesagt habe, eine bestimmte Lockerheit beibehalten. Wir sind stark genug, aber Neckarsulm kämpft auch bis zum Schluss. Das ist ein Spiel auf Augenhöhe. Um die 2 Punkte zu holen, hilft nur volle Attacke bis zur letzten Sekunde“, so Ahlgrimm kämpferisch.

Aber bei aller Brisanz, die in der Begegnung steckt bedeutet eine Niederlage für keines der Teams einen Untergang. Es ist erst der 4. Spieltag und es gibt diese Saison noch viele Punkte zu holen, aber guttun, würden sie auf jeden Fall.

Bei den Flames feiert Neuzugang Simone Spur Petersen ihr Heimspieldebüt und freut sich auf die tolle Stimmung in der Weststadthalle.