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Flames kämpfen auch gegen Oldenburg als Außenseiter um erste Punkte

Eine starke Abwehrleistung ist auch gegen den VFL Oldenburg gefordert / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Nach 2 Auswärtsspielen in Dortmund und Göppingen empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag, 21.10.2017 (17.30 Uhr Weststadthalle in Bensheim) den derzeitigen Tabellenachten VFL Oldenburg (4:4 Punkte) zum letzten Bundesligaheimspiel vor der WM-Pause.

Beim VFL Oldenburg ist diese Saison vieles anders. Nach 12 Jahren verließ Trainer Leszek Krowicki den Verein ebenso, wie viele Stammspielerinnen, u.a. Inger Smits, Kelly Dulfer oder Nationalspielerin Caroline Müller, die sich Borussia Dortmund anschloss. Den 6 Abgängen stehen 5 Neuzugänge gegenüber, dazu gehören im Rückraum die Dänin Simone Spur Petersen, die bisher 15 Tore erzielte und die norwegische Spielmacherin Malene Staal.

Zu den bekanntesten und besten Spielerinnen des VFL gehört zweifelsohne die deutsche Nationalspielerin Angie Geschke, die nach 4 Spieltagen mit 37/18 Toren auch die Torschützenliste der Bundesliga anführte. Beim 32:30 Sieg am Wochenende gegen den TV Nellingen erzielte sie 12/8 Tore. Alle 8 Siebenmeter wurden von ihr sicher verwandelt.

Neben dem Heimsieg gegen Nellingen gewann der VFL sein Auswärtsspiel in Blomberg mit 26:30. Zu Hause musste man sich nur den TOP-Teams Thüringer HC (27:34) und Bietigheim (28:40) geschlagen geben.

Nachfolger für Leszek Krowicki wurde ein Trainertrio mit Niels Bötel, Andy Lampe und Henning Sohl. A-Lizenzinhaber Sohl ist allerdings bereits ausgestiegen, so dass der VFL nun ein Trainerduo hat. Saisonziel ist für den letztjährigen Tabellenfünften ein sicherer Mittelfeldplatz, wobei am Ende ein  Platz 5 oder 6 durchaus realistisch erscheinen. Dazu wollen sie so schnell wie möglich Punkte sammeln – so auch in Bensheim.

VFL will in Bensheim punkten

„Ich bin recht optimistisch, dass wir auch in Bensheim punkten“, äußerte sich Trainer Niels Bötel nach dem Sieg gegen Nellingen.

Gegen die Flames steht ihm dafür – bis auf die Langzeitverletzte Niederländerin Isabelle Jongenelen – voraussichtlich sein kompletter Kader zur Verfügung. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Malene Staal.

Die Flames-Spielerinnen und Trainerin Heike Ahlgrimm werden alles dransetzen, es dem VFL so schwer, wie nur möglich zu machen. Die Spielerinnen haben den Magen-Darm-Virus genauso gut überwunden, wie die knappe und unglückliche Niederlage in Dortmund sowie die schwache 2. Halbzeit und dadurch am Ende deutliche Niederlage in Göppingen und freuen sich am Samstag wieder vor ihren eigenen tollen Zuschauern spielen zu können.

Trotz der 0:8 Punkte ist Trainerin Heike Ahlgrimm aufgrund der bisherigen Leistungen weiterhin positiv gestimmt: „Wir wissen, was wir in Göppingen falsch gemacht haben und haben darüber gesprochen. Das ist abgehakt. Wir schauen positiv nach vorne und werden weiter für die ersten Punkte kämpfen. Bisher haben wir eine gute Abwehr gespielt und müssen die Schwächephasen in den Spielen abstellen, denn das wird in der 1. Liga gleich bestraft. Wir spielen jetzt wieder zu Hause vor unseren Fans, die uns unterstützen. Von daher gehen wir wieder mit viel Mut und Selbstvertrauen ins Spiel. Wir wollen ihnen ein gutes Spiel zeigen und Emotionen wecken“.

Mit dem 8. Mann im Rücken gibt sich die Trainerin daher optimistisch: „Oldenburg hatte vor der der Saison einen großen Umbruch. Sie haben eine gute Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielerinnen und bisher haben sie ordentliche Ergebnisse erzielt. Oldenburg spielt schnell und mit viel Tempo. Sie wollen punkten und werden uns daher nichts schenken. Doch auch hier gilt, wie für alle anderen Mannschaften: wer punkten will, muss sich diese bei uns erkämpfen. Schauen wir wieder, dass wir sie ärgern können und  wir wollen uns endlich mal belohnen für die bisher gezeigten guten Leistungen“.

Als Aufsteiger hat man es immer schwer und muss erst einmal in der Liga ankommen. Doch aufgrund der bisherigen Leistungen sind die ersten Punkte eigentlich nur eine Frage der Zeit. Wie in allen Spielen sind die Flames auch gegen Oldenburg nur Außenseiter. Doch in Bensheim hätte sicher niemand was dagegen, wenn der Außenseiter sich mal belohnt und mit den ersten Punkten würde sicher einiges einfacher. Vielleicht schaffen es ja die Fans ihre Flammen zum Erfolg zu treiben.