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Flames kämpfen als Außenseiter gegen Leverkusen

Nachdem das 1. Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund letzte Woche buchstäblich ins Wasser fiel (Wasserschaden in der Sporthalle Wellinghofen) und man auf halber Strecke wieder nach Bensheim umkehren musste, erwarten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach die Elfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen zum 2. Heimspiel der Saison (17.30 Uhr Weststadthalle Bensheim). Die Flames hoffen dabei auf eine genauso volle Halle, wie beim ersten Spiel, als 1400 Zuschauer die Mannschaft lautstark unterstützten.

Mit dem Vorjahresachten Leverkusen kommt eine Mannschaft nach Bensheim, die sich für diese Saison einiges vorgenommen hat. Gerne möchte man sich am Saisonende hinter den TOP 4 einreihen und damit einen internationalen Startplatz erobern. Dazu setzt Trainerin Renate Wolf auch diese Saison wieder auf einen Mix aus gestandenen Spielerinnen und hoffnungsvollen Talenten.

Dass dies nicht utopisch ist, zeigen die Ergebnisse der beiden ersten Saisonspiele. Beim Deutschen Meister SG BBM Bietigheim verlor man knapp mit 24:20 und letzte Woche zu Hause gab es einen deutlichen 25:15 Sieg gegen den TV Nellingen.

Drei Deutsche Nationalspielerinnen im Aufgebot

Zu den gestandenen Spielerinnen zählt zweifelsohne der starke Rückhalt im Tor. Nationaltorhüterin Katja Kramarczyk wechselte im Laufe der letzten Saison vom insolventen HC Leipzig nach Leverkusen. Neben der 130fachen Nationalspielerin finden sich mit Kreisläuferin Jenny Karolius und der Rückraumrechten Jennifer Rode zwei weitere Spielerinnen im Aufgebot der Deutschen Nationalmannschaft für die EM-Qualifikation.

Zu den erfahrenen Spielerinnen zählen auch die Litauerin Zivile Jurgutyte und die Australierin Sally Potocki. Vom HC Leipzig wechselte die ehemalige Nationalspielerin Franziska Mietzner zu den Elfen und möchte nach langer Verletzungspause wieder Spielpraxis sammeln und ihre Erfahrung einbringen.

Für Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ist es ein Wiedersehen mit ihrem alten Verein, für den sie sowohl als Spielerin (von 2002 bis 2010), als auch als Trainerin (2012 bis 2014) tätig war. Heute ist sie Feuer und Flamme für ihre Flames, mit denen sie gerne die ersten Punkte in dieser Saison sammeln würde.

Das dies eine schwierige, aber nicht unmöglich Aufgabe für die Flames wird, weiß auch Heike Ahlgrimm: „Wir spielen wieder gegen einen Favoriten, der zu den ersten sechs Teams in Deutschland gehört. Leverkusen hat sich dieses Jahr  vorgenommen international zu spielen. Dementsprechend müssen sie bei uns, dem Aufsteiger, gewinnen und stehen unter Druck. Aber wie ich schon beim letzten Spiel gesagt habe, muss sich jeder, der hier in die Halle kommt, die Punkte hart erarbeiten. Wir werden es Leverkusen so schwer wie möglich machen und sie ärgern. Vielleicht ist ja mehr drin, aber  das müssen wir abwarten und werden ihnen auf jeden Fall nichts schenken. Sie haben einen großen Kader mit 18 Spielerinnen und sind gespickt mit Nationalspielern. Mit Kramarczyk, Karolius und Rode habe sie drei aktuelle deutsche Nationalspielerinnen und gute junge Leute dazu bekommen. Sie haben nur knapp gegen Bietigheim verloren und sind zu Hause mit einem Kantersieg gegen Nellingen gestartet. Von daher sind wir wieder Underdog, aber suchen unsere Chance“.

Im Spiel gegen die Elfen kann Trainerin wieder auf die Verletzten Sanne Hoekstra und Torfrau Pauline Radke zurückgreifen, die nach ihrer Gehirnerschütterung wieder voll einsatzfähig ist. Neben der noch etwas länger verletzten Josephine Körner muss Heike Ahlgrimm allerdings diesmal auf Linksaußen Lena Ebel verzichten, die sich im Training einen starken Pferdkuss zugezogen hat.

Ausgefallenes Spiel in Dortmund kein Thema – Hoffnung auf Unterstützung der Fans 

Für die Flames-Trainerin ist das ausgefallene Spiel vom letzten Wochenende kein Thema mehr und Heike Ahlgrimm legt sich auch nicht fest, ob es ein Vor- oder Nachteil gegenüber Leverkusen ist: „Das kann man erst am Ende des Spiels sagen. Leverkusen hat am Samstag gespielt und am Montag gegen die Nationalmannschaft von Südkorea. Vom Gefühl her werden wir fitter sein. Wir hatten uns auf das Spiel in Dortmund gefreut und hätten gerne gespielt. Aber es ist nun mal so, wie es ist. Ich mache mir da keine Gedanken mehr. Das ist höhere Gewalt. Von daher schaue ich nicht mehr zurück. Wir sind frisch, wir sind heiß und wir freuen uns auf Leverkusen. Wir werden das Spiel genießen und hoffen, dass wir wieder ein gutes Publikum haben, eine volle Halle haben, die uns trägt. Das hat man beim letzten Mal schon gesehen. Wir hatten 1400 Zuschauer, vielleicht kriegen wir das wieder hin und dann gucken wir mal“.