Flames im Nachholspiel gegen den Ligaprimus gefordert

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Flames im Nachholspiel gegen den Ligaprimus gefordert

Leonie Kockel trifft mit den Flames auf ihre ehemaligen Mitspielerinnen / Foto: ©Andrea Müller

Für den Flames geht es am Mittwoch im Nachholspiel in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gegen den verlustpunktfreien Ligaprimus Borussia Dortmund. Die Rollen dürften wohl klar verteilt sein, wenn das Spiel um 19:00 Uhr in der Weststadthalle angepfiffen wird. Während die Flames einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel anstreben, zählt für den BVB nur die Meisterschaft.

Der erklärte Meisterschaftsfavorit liegt verdient mit 32:0 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz der HBF und hat aktuell fünf Punkte Vorsprung auf die SG BBM Bietigheim (25:5), die bisher ein Spiel weniger bestritten hat. Die Flames rangieren derzeit mit 20:14 Punkten auf Rang sieben.

Der BVB war am Wochenende wieder in der Champions League gefordert und konnte sich deutlich mit 32:24 gegen Odense Håndbold (Dänemark) durchsetzen. Für die Flames gab es dagegen eine Rückschlag durch die 23:25-Niederlage gegen den VFL Oldenburg.

Flames haben nichts zu verlieren

Doch auch wenn die Flames krasser Außenseiter sind und wohl kaum Chancen auf einen Punktgewinn gegen das Spitzenteam haben dürften, freut sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm auf das Spiel. „Dortmund ist das leichteste Spiel der Saison, denn wir haben da absolut nichts zu verlieren. Sie sind der zukünftige Deutsche Meister. Auf so ein Spiel kann man sich nur freuen, denn man kann sich mit den besten Spielerinnen in Deutschland messen und versuchen sie möglichst lange zu ärgern“.

Dies wird eine schwere Aufgabe, denn die Ligaergebnisse waren bisher eine klare Angelegenheit für den BVB. Lediglich dem TSV Bayer 04 Leverkusen gelang es vor einer Woche das Spiel bis kurz vor Schluss eng zu gestalten. Am Ende setzte sich die Qualität des BVB-Kaders knapp mit 31:29 durch. Den höchsten Saisonsieg gab es für den BVB gegen HL Buchholz 08-Rosengarten (39:15).

Den Traum vom Double, dem eigentlichen Saisonziel, musste der BVB allerdings überraschend früh begraben, denn im Pokal gab es gleich in der ersten Runde eine faustdicke Überraschung. Der Buxtehuder SV warf den hohen Favoriten mit 26:25 aus dem Pokal. Das Punktspiel wenige Wochen davor in Dortmund konnte der BVB dagegen klar mit 36:19 für sich entscheiden.

Erfolgreichste Torschützen beim BVB sind bisher Rechtsaußen Tina Abdulla mit 68/15 Toren, gefolgt von Inger Smits mit 64/3 Toren und Johanna Stockschläder mit 60 Toren.

Aber das spielt bei dem Team von Team von Trainer Andre Fuhr fast keine Rolle, denn es ist mit Nationalspielerinnen und auf allen Positionen doppelt hochkarätig besetzt. Dabei ist es egal ob es die deutschen Nationalspielerinnen, wie Torhüterin Isabell Roch, Alina Grijseels oder die ehemalige Flamme Jennifer Rode sind oder andere Nationalspielerinnen, wie die ehemalige Flames-Kreisläuferin Merel Freriks aus den Niederlanden. Insgesamt fünf niederländische Weltmeisterinnen sind im Kader des BVB.

Mit Kelly Vollebregt, Inger Smits und Kelly Dulfer stehen hierbei allerdings bereits drei als Abgänge zum Ende der Saison fest. Die beiden letztgenannten wechseln zum Ligakonkurrenten SG BBM Bietigheim.

Im November gab es noch einen „Nachschlag“ im Kader

Von Siófok KC aus Ungarn wechselte im November noch die 30-jährige niederländische Nationalspielerin Laura van der Heijden nach Dortmund. Van der Heijden zählt zu den besten Linkshänderinnen in Europa und spielt bevorzugt auf der Position im rechten Rückraum.

Trotz des namhaften Kaders ist Flames-Coach Heike Ahlgrimm nicht bange vor der Begegnung mit dem Ligaprimus. „Bisher haben wir immer ganz gute Spiele gegen Dortmund gemacht. Sie müssen sie sich die Punkte bei uns erarbeiten. Es ist wichtig, dass wir erst einmal auf uns schauen und unser Potential abrufen. Wir haben vom Wochenende noch einiges gut zu machen und müssen die ganzen Dinge, die wir gegen Oldenburg falsch gemacht haben, abstellen. Es ist wichtig, dass wir gegen Dortmund bis zum Ende Gas geben, dass wir mutig sind und unsere Chancen nutzen. Einfach, dass wir unser Spiel machen und unser anderes Gesicht zeigen. Dann schauen wir, wie lange wir sie ärgern können“, gibt sich Heike Ahlgrimm kämpferisch.

Die Begegnung wird ab 19:00 Uhr im Livestream auf Sportdeutschland.TV zu sehen sein.