Flames holen sich verdienten Auswärtssieg

Flames wollen im Nachholspiel erstmals wieder punkten
19. Mai 2021
HBF erteilt Lizenzen für die Spielzeit 2021/22
20. Mai 2021
alle anzeigen

Flames holen sich verdienten Auswärtssieg

Ines Ivancok (Szene aus dem Hinspiel) war gegen die Wildcats treffsicher aus dem Rückraum / Foto: ©Andrea Müller

Im dritten Spiel nach der Corona-Pause haben die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) den ersten Sieg eingefahren. Mit 24:27 (10:16) setzten sich die Flames gestern Abend im Nachholspiel beim SV Union Halle-Neustadt durch. Die Flames haben von Anfang an die Führung übernommen und waren auch über die gesamte Spielzeit das bessere Team. Beste Torschützinnen bei den Flames waren Ines Ivancok mit 8 Toren und Sarah Dekker (6), beim Gastgeber traf Helena Mikkelsen insgesamt sechsmal.

Durch den Sieg bei den Wildcats belegen die Flames wieder den 8. Tabellenplatz, die Wildcats bleiben Zwölfter. Den Klassenerhalt hatten sie sich bereits vorher gesichert.

Die Flames mussten in Halle neben den Langzeitverletzten Isabell Hurst, Alicia Soffel und Lotta Heider auch noch auf Torfrau Helen van Beurden verzichten, die sich am Dienstag  einer geplanten Meniskusoperation unterziehen musste und diese gut überstanden hat. Eigentlich sollte sie dadurch nur im letzten Saisonspiel in Blomberg fehlen, durch die beiden Nachholspiele in Halle und gegen Metzingen sind es die letzten drei Spiele. Ergänzt wurde der Kader wieder mit Nina Rädge, Neele Orth und Rugile Bartaseviciute sowie mit Torfrau Josefin Lotze von den Junior-Flames.

Dafür standen Simone Spur Petersen, die nächste Saison das Trikot des Gegners trägt, sowie  Sarah van Gulik wieder im Kader und kamen zu einigen Kurzeinsätzen.

Die Flames gingen bereits in der 1. Minute durch Dionne Visser in Führung. Dank einer starken Deckungsarbeit und tollen Paraden von Jessica Kockler im Tor, konnten sich die Flames immer mehr absetzen und lagen bei 2:7 (12.) durch Sarah Dekker erstmals mit 5 Toren in Front. Dieser Vorsprung hielt bis zum 5:10 (20.).

Es folgten ein paar schwächere Minuten der Flames und die Wildcats konnten dann den Rückstand etwas verringern und waren nach dem 9:11 (24.) durch Nadine Smit wieder auf Augenhöhe.

Das Ahlgrimm-Team ließ sich davon aber nicht beirren und zog durch einen 4:0-Lauf wieder auf 9:15 (28.) davon und der Vorsprung betrug erstmals 6 Tore. Sophie Lütke und Dionne Visser sorgten für den 10:16 Halbzeitstand.

„Wir haben in der ersten Halbzeit eine richtig geile Abwehr gestellt und haben das gut um gesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Dazu gehörte auch Helena Mikkelsen etwas aus dem Spiel zu nehmen. Ganz kann man das bei ihr nicht, aber man darf ihr nicht zu viel Spielraum lassen, denn sie ist eine Spielerin, die ein Spiel alleine entscheiden kann. In der ersten Halbzeit bekommen wir nur 10 Tore und Jessi hält richtig gut. Dadurch führen wir zur Halbzeit 10:16“, freute sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm über die starke erste Halbzeit ihres Teams.

Die Flames erwischten einen guten Start in den zweiten Abschnitt. Zwar konnte Helena Mikkelsen noch auf 11:16 (32.) verkürzen, doch Lisa Friedberger per Siebenmeter, Sarah Dekker und Ines Ivancok schraubten den Vorsprung auf 11:19. Dieser 8-Tore-Vorsprung hielt bis zum 15:23 (43.) durch Ines Ivancok.

Wie auch in den ersten beiden Partien nach den Corona-Erkrankungen ließen dann wieder etwas die Kräfte und damit auch die Konzentration nach. Die Flames wechselten mehrfach die Spielerinnen, um wieder Kräfte für die Schlussphase zu tanken. Halle-Neustadt nutzte die Chance und kam auf drei Tore zum 21:24 (55.) heran.

Aber die Flames hatten ja Torhüterin Jessica Kockler, die mit ihren Paraden dafür sorgte, dass es nicht enger wurde und die  Österreicherin Ines Ivancok mit ihrem achten Treffer sowie Sarah Dekker mit ihrem sechsten Treffer zum 21:26 (57.) machten den Sack zu.

Die Wildcats konnten noch etwas Ergebniskorrektur betreiben, doch der 14. Saisonsieg der Flames war in den letzten Minuten nicht mehr in Gefahr und der Jubel über den Auswärtserfolg groß.

„Wir sind gut aus der Kabine gekommen und konnten auf 11:19 erhöhen. Danach geht aber die Kraft weg, was wir ja in den letzten Spielen nach der Coronaerkrankung auch schon gesehen haben. Dadurch fangen wir an ein bisschen zu wechseln und zu rotieren. Da geht es dann wieder vom Kopf los, weil Halle immer mehr aufholt. Auf einmal sind es nur noch drei Tore und das Spiel droht zu kippen. Doch dann machen wir wieder zwei Tore und entscheiden es dadurch“, erläutert Heike Ahlgrimm die zweite Halbzeit.

„Alles in allem ist es aber ein verdienter Sieg. Wir waren die bessere Mannschaft, haben das ganze Spiel über geführt und uns die zwei Punkte erarbeitet. Aber man sieht auch, dass die Kraft am Ende noch fehlt. Das war heute auch wieder so. Wir gehen aktuell schon auf dem Zahnfleisch. Heute hatten wir wenigstens wieder zwei Optionen mehr mit Sarah und Simone, die wir sporadisch einsetzen konnten. Ich bin zufrieden mit den zwei Punkten und jetzt müssen wir schauen, dass wir etwas regenerieren, um das nächste Spiel am Samstag gut zu überstehen“, so Heike Ahlgrimm.

Für die Flames geht es bereits am Samstag, 22.05.2021 (18:00 Uhr) beim Tabellendritten HSG Blomberg-Lippe weiter und am Dienstag, 25.05.2021, steht dann um 19:30 Uhr zum Saisonabschluss noch das Nachholspiel gegen die TuS Metzingen auf dem Programm.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Josefin Lotze – Leonie Kockel, Rugile Bartaseviciute, Elisa Stuttfeld (1), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (6), Nina Rädge, Lisa Friedberger (5/4), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (3), Nele Mara Orth, Ines Ivančok (8), Julia Niewiadomska, Dionne Visser (4).