Flames gewinnen in Oldenburg dank starker zweiter Halbzeit

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Flames gewinnen in Oldenburg dank starker zweiter Halbzeit

Verdienter Auswärtssieg in Oldenburg / Foto: ©Andrea Müller

Nach der Heimniederlage gegen die Sport-Union Neckarsulm haben die Flames der HSG Bensheim/Auerbach die verlorenen Punkte beim VFL Oldenburg zurückgeholt. Dank einer starken zweiten Halbzweit gewann das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm mit 26:32 (14:13) gegen die Huntestädterinnen. Beste Werferin bei den Flames waren Lisa Friedberger mit 6/2 Toren und Ines Ivancok mit 5 Toren, beim VFL war Merle Carstensen mit 8/4 Toren am erfolgreichsten.

Für den VFL Oldenburg war es das erste Heimspiel in dieser Saison und dies vor gut 350 Fans. Nach der Coronabedingten Quarantäne konnte der VFL wieder auf Lana Teiken und Maike Schirmer zurückgreifen, die in ihrem ersten Pflichtspiel nach ihrer Rückkehr aus Frankreich auch gleich fünfmal erfolgreich war.  Bei den Flames feierte Sarah Dekker nach ihrer langen Verletzungspause und konnte sich ebenfalls bereits einmal in die Torschützenliste der Flames eintragen. In Oldenburg trafen überhaupt, bis auf Torfrau Vanessa Fehr, alle Spielerinnen der Flames mindestens einmal ins gegnerische Tor, so auch Torfrau Helen van Beurden.

Ausgeglichene erste Halbzeit

In der ersten Halbzeit war es das erwartete Spiel auf Augenhöhe und beide Teams lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Die erste richtige Chance zum Führungstreffer bot sich Lisa Friedberger, die jedoch mit ihrem Siebenmeter an VFL-Torfrau Julia Renner scheiterte (4. Minute). Knapp eine Minute später gelang ihr dann aber der erste Treffer des Spiels zum 0:1. So ging es die nächsten Minuten weiter. Die Flames legten vor, Oldenburg glich aus. Nach dem Treffer von Isabell Hurst zum 3:5 (13.) lagen die Flames erstmals mit zwei Toren vorn. Dies hielt allerdings nicht lange. Nach dem Treffer von Merle Carstensen zum 6:6 (15.) war der Ausgleich wieder da. Merle Carstensen war es auch, die den VFL beim 11:10 (26.) erstmals in Front brachte. Diese knappe Führung hielt bis zur Pause. Mit einem 14:13 verabschiedeten sich die Mannschaften in die Kabine.

„In der ersten Halbzeit war noch die Unsicherheit da, weil wir das letzte Spiel nicht besonders gut waren Wir wussten aber um unsere Stärke und hätten in der ersten Halbzeit auch schon ein oder zwei Tore mehr machen und führen müssen. Wir haben zu viele Fehler gemacht und waren noch nicht 100%ig mutig. Die Abwehr war ok und wir haben das in der Halbzeit angesprochen und gewinnen am Ende mit sechs. Das ist dann schon sehr deutlich und sehr souverän“, erläuterte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, warum in der ersten Halbzeit noch nicht alles gelang.

Vorgaben in der zweiten Halbzeit konsequent umgesetzt

Heike Ahlgrimm fand in der Halbzeitpause offensichtlich die richtigen Worte und ihre Spielerinnen setzen die Vorgaben der Kabinenansprache in der zweiten Halbzeit um. So erwischte ihr Team auch den besseren Start in die zweite Halbzeit und drehte den Pausenrückstand durch Tore von Christin Kühlborn und Sarah Dekker zum 14:15 (32.).  Den Flames gelang es aber vorerst nicht sich weiter abzusetzen und scheiterten noch zweimal vom Siebenmeterpunkt. So blieb das Spiel weiter ausgeglichen bis zum 17:17 36.) durch Paulina Golla. Myrthe Schoenaker, die von 2018-2020 das Trikot des VFL trug, brachte die Flames wieder mit 17:18 in Front – diese Führung gaben die Flames auch nicht mehr her. Nochmals Myrthe Schoenaker und Isabell Hurst zum 18:22 (42.) und es waren erstmals vier Tore. Am ende siegte das Team von Heike Ahlgrimm auch in der Höhe völlig verdient mit 26:32.

„Wir können auf die Leistung, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, aufbauen und stolz sein. Das haben wir uns heute erarbeitet, weil wir in der zweiten Halbzeit vorne mutig waren und zum Tor gegangen sind. Viele Dinge, die wir uns vorgenommen haben, haben wir dann auch umgesetzt. Wir haben eine gute Abwehr gespielt beim sieben gegen sechs und haben sie immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und am Ende war es auch ein verdienter Sieg“, lobte Heike Ahlgrimm die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden (1 Tor); Isabell Hurst 3, Myrthe Schoenaker 3, Elisa Stuttfeld 2, Jana Haas 2, Sarah Dekker 1, Lisa Friedberger 6/2, Christin Kühlborn 2, Saskia Fackel 4, Sarah van Gulik 1/1, Ines Ivancok 5, Neele Mara Orth 1, Dionne Visser 1.

Stimmen der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach)
Ich glaube, wenn man in Oldenburg mit sechs gewinnt, dann kann man absolut zufrieden sein. Wir haben in der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe gesehen, was sehr knapp war. In der ersten Halbzeit haben wir viele Dinge nicht richtig gemacht und haben uns dann in der Halbzeitpause darüber unterhalten, dass wir diese besser machen können. Wir wussten ja auch, wie Oldenburg spielt und waren gut vorbereitet. In der zweiten Halbzeit ist es dann einfach gewesen, wenn man so in den Flow kommt. Dann haben wir viele Dinge richtig gemacht. Die zweite Halbzeit haben wir mit sieben gewonnen und können richtig stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben eine richtig gute Abwehr gemacht, wir haben Oldenburg auch beim sieben gegen sechs richtig in Verlegenheit gebracht und sie immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Dann haben wir einfache Tore gemacht, wir waren in der zweiten Halbzeit viel mutiger, wir haben einfach auch mal geworfen und hatten das Glück auf unserer Seite. Am Ende war es auch ein verdienter Sieg für uns.  Wir haben alles, was wir letzte Woche falsch gemacht haben, heute richtig gemacht und haben die Gunst der Stunde genutzt.

Niels Bötel (VFL Oldenburg):
Wir haben die erste Halbzeit richtig gut gefightet und haben das Spiel auch angenommen. Zu Anfang der zweiten Halbzeit hat so etwas die Griffigkeit gefehlt und das hat Bensheim ausgenutzt und ist direkt wieder in Führung gegangen. Das hat sich bis zur Mitte durchgezogen und wir sind nicht mehr drangekommen, obwohl wir die eine oder andere Chance dazu schon hatten. Von daher geht die Niederlage in Ordnung.