Flames gewinnen 28:24 gegen die Handball-Luchse

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Flames gewinnen 28:24 gegen die Handball-Luchse

Saskia Fackel, Christin Kühlborn und Ines Ivancok wurden nach dem Spiel verabschiedet / Foto: ©Andrea Müller

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach haben ihr letztes Heimspiel der Saison in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gewonnen und können damit endgültig den sicheren Klassenerhalt feiern. Mit 28:24 (16:13) besiegt das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm am Samstagabend in der Weststadthalle die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten. Beste Werferinnen waren Myrthe Schoenaker mit 7/1 Toren bei den Flames sowie Marleen Kadenbach mit 8/2 für die Luchse. Die Flames bleiben mit 17:33 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz, die HL Buchholz 08-Rosengarten verteidigt den Relegationsplatz, da der BSV Sachsen Zwickau sein Heimspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm mit 28:30 verlor.

Theoretisch hatten die Flames den Klassenerhalt ja schon seit Mittwoch sicher, denn Zwickau hatte einen Rückstand von 6 Punkten und 81 Toren gegenüber den Flames, doch nach dem gestrigen Sieg sind alle Zweifel beseitigt und die Flames spielen ab September ihre 6. Saison in Folge in der höchsten deutschen Spielklasse.

„Heute war wichtig, dass wir den Klassenerhalt komplett geschafft haben. Dafür haben wir die 2 Punkte gebraucht. Natürlich sah das vorher auf dem Papier auch schon gut aus mit 6 Punkten und 81 Toren Vorsprung. Aber wir wollten einfach zeigen, dass wir es besser können, weil in Rosengarten ein schlechtes Spiel gemacht haben. Ich bin heute absolut zufrieden, weil wir unser Ziel erreicht haben und die Klasse gehalten haben. Wir mussten ja unser Ziel korrigieren. Von daher bin ich stolz auf meine Mädels, weil wir heute wieder stark dezimiert waren und daher viel gewechselt haben“, bilanzierte eine glückliche Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach den mental für alle anstrengenden Wochen.

Neben den Langzeitverletzten Alicia Soffel, Leonie Kockel und Sarah Dekker fehlten Isabell Hurst (Schulter), Jana Haas (Krank) und Neele Mara Orth (Einsatz bei der 2. Mannschaft) sowie Elisa Stuttfeld, die zwar mit auf der Bank saß, aber als einzige Spielerin nicht eingesetzt wurde. „Sie hat noch Probleme nach ihrer Gehirnerschütterung, wäre aber eingesprungen und hätte sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, wenn irgendwas gewesen wäre“, erklärt Heike Ahlgrimm.

Dafür konnten die Flames aber eine überraschende Aushilfe präsentieren. Kreisläuferin Caroline Hettinger, die 2019 ihre Karriere beendete und in der Saison 2019/2020 dann nochmals für die damals verletzte Dionne Visser einsprang, hilft den Flames in den letzten beiden Saisonspielen erneut und ersetzt hier die verletzte Isabell Hurst.

Beide Mannschaften wollten unbedingt die Punkte. Die Flames für den endgültigen Klassenerhalt und um mit den Fans dann den Saisonabschluss zu feiern und die Luchse, um den Relegationsplatz vor Zwickau zu festigen. Dafür ist das Team von Trainer Dubravko Prelčec extra einen Tag vorher angereist. Außerdem konnten sie im Hinspiel ja bereits die Flames mit 26:25 besiegen.

„Wir sind heute in das Spiel hereingegangen in der Hoffnung hier zu punkten. Wir sind auch gut ins Spiel hereingekommen, aber nach den drei verworfenen Siebenmetern haben wir unseren Rhythmus verloren und Bensheim hat dann etwas mehr Gas gegeben und dann hat man irgendwann gesehen, dass wir es nicht mehr schaffen. Am Ende war es nur noch Ergebniskorrektur“, so Dubravko Prelčec nach dem Spiel.

Ines Ivancok sorgte in ihrem letzten Heimspiel für den ersten Treffer der Begegnung zum 1:0 (2. Minute). Drei Tore in Folge von Marleen Kadenbach sorgten für die 3:1 (5.) Gästeführung. Die Flames ließen sich davon aber nicht beeindrucken und ginge durch einen 5:0-Lauf wieder selbst mit 6:3 (11.) in Front – begünstigt allerdings auch durch drei verworfene Siebenmeter der Gäste, die beim Stande von 5:3 für die Flames auch ihre erste Auszeit nahmen. Bis zum 9:8 (18.) waren die Luchse immer noch an den Flames dran, die sich dann auf 12:8 (21.) absetzten und Dubravko Prelčec zum zweiten Team-Timeout zwangen.

Ins Tor der Flames rückte jetzt Helen van Beurden und der nächste Treffer gelang erneut den Flames zum 13:8 (22.). Die Flames konnten sich im weiteren Verlauf, auch dank starker Paraden von Helen van Beurden auf sieben Tore zum 16:9 (25.) absetzen. Die Luchse mussten eine Minute später auf Kim Berndt verzichten, die die rote Karte sah und den Rest des Spieles von der Tribüne aus verfolgen musste.

Den Luchsen gelang es bis zur Pause noch den Abstand auf 16:13 zu verkürzen.

Ein Doppelschlag von Saskia Fackel nach dem Wiederanpfiff zum 18:13 (33.) vergrößerte wieder den Abstand.

Bei Stande von 20:16 (39.), nach einem Treffer von Natalie Axmann, waren die Luchse auf vier Tore dran. Jetzt erhöhten die Flames wieder das Tempo und konnten sich vorentscheidend auf 9 Tore beim 25:16 (49.) durch Christin Kühlborn absetzen.

In den letzten zehn Minuten gelang es den Luchsen dann noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, dies änderte jedoch nichts mehr an dem verdienten Heimsieg vor begeisterten Fans. „Ich bin froh, dass heute wieder so viele Zuschauer da waren. Vielen Dank dafür. Ich glaube, das hilft uns“, freute sich Heike Ahlgrimm. Am Ende stand ein 28:24 auf der Anzeigentafel.

„Heute bin ich absolut nur froh und freue mich, dass wir das geschafft haben und dass wir auch einen schönen Abschluss haben für die drei Mädels, die gehen“, so Heike Ahlgrimm.

Nach zwei Corona-Jahren konnte dann endlich mal wieder mit den Fans gefeiert werden. Doch davor wurde es auch noch etwas emotional und es floss so manche Träne. Saskia Fackel, die vor der Saison von den Kurpfalz Bären aus Ketsch kam sowie Ines Ivancok und Christin Kühlborn, die beide 2019 zu den Flames kamen, wurden gebührend verabschiedet.

Das letzte Saisonspiel führt die Flames nach Bad Wildungen zum Hessenderby bei den Vipers. Die Flames setzen hierfür einen Fanbus ein. Anmeldungen sind noch bis Dienstag, 17.05.2022 möglich. Nähere Infos dazu auf der Homepage.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach: Vanessa Fehr, Helen van Beurden; Lotta Heider 2, Myrthe Schoenaker 7/1, Elisa Stuttfeld, Lisa Friedberger 4/2, Christin Kühlborn 5, Saskia Fackel 2, Sarah van Gulik 1, Ines Ivancok 4, Caroline Hettinger und Dionne Visser 3.