Flames gegen Meister Bietigheim gefordert

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Flames gegen Meister Bietigheim gefordert

Ines Ivančok trifft mit ihren Flames auf ihren alten Verein / Bild: ©Andrea Müller

Wenn der amtierende Deutsche Meister und Vizepokalsieger nach Bensheim kommt, dann stellt sich die Frage nach dem Favoriten von selbst. So geht es den Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Mittwoch, 22.01.2020 (20:00 Uhr, Weststadthalle) mit der SG BBM Bietigheim.

Das Team von SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen hat mit den Flames eigentlich nur eines gemeinsam: das Pokal-Aus im Viertelfinale des DHB-Pokals. Die SG BBM musste beim verlustpunktfreien Tabellenführer BVB Dortmund antreten. Wie auch eine Woche vorher im Bundesligaspiel (38:32 für den BVB) nutzte der BVB den Heimvorteil auch im Pokal und gewann mit 29:27.

Bietigheim in Liga und EHF-Pokal noch gut im Geschäft

Gut sieht es aber noch in der Liga aus. Mit 19:3 Punkten liegt die SG BBM hinter dem BVB auf Platz 2 der Tabelle der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Außer der Niederlage in Dortmund gab es überraschend noch einen Punktverlust beim 25:25 am 16.10.2019 in Oldenburg.

Nach dem verpassten Final4 im Pokal gilt die volle Konzentration jetzt auf der Verteidigung der Deutschen Meisterschaft und dem internationalen Europapokal-Wettbewerb. Am vergangenen Samstag hatte Bietigheim im EHF-Pokal den amtierenden dänischen Pokalsieger und aktuellen Tabellenführer der dänischen Liga, Herning-Ikast Håndbold, zu Gast und konnte ein 26:26 Unentschieden erzielen. Am Samstag muss das Team von Martin Albertsen zum Rückspiel nach Dänemark.

Bietigheim Topfavorit

Die Flames sind für Bietigheim daher nur eine „Durchgangsstation“ und für das hochkarätig besetzte Team gilt in Bensheim nur ein Pflichtsieg. Trotzdem werden die Flames nicht mehr unterschätzt. Dies passiert Bietigheim nicht noch einmal, denn da gab es ja den 27.12.2017, als die SG BBM noch eine 5-Tore-Führung verspielte und sich mit einem 24:24 Unentschieden zufriedengeben musste. Für die Flames damals der erste Saisonpunkt nach dem Aufstieg.

Ein Wiedersehen gibt es für die Zuschauer mit den ehemaligen Flammen und aktuellen Nationalspielerinnen Antje Lauenroth und Kim Naidzinavicius. Kim Naidzinavicius erzielte bisher auch die meisten Tore für Bietigheim und führt mit 67/42 Toren die interne Scorerliste ihres Teams an. Auf Platz 2 liegt da die niederländische Nationalspielerin Laura van der Heijden, die bereits 63 Feldtore erzielte. Auf 50 Feldtore kommt Rechtsaußen Angela Malestein.

Aber auch alle anderen Spielerinnen haben internationale Klasse, wie zum Beispiel Maura Visser, Karolina Kudlacz-Glock oder Maren Nyland Aardahl und im Tor steht mit Dinah Eckerle Deutschlands beste Torhüterin.

„Wir spielen gegen den Deutschen Meister. Bietigheim ist Topfavorit in diesem Spiel. Die Mannschaft ist gespickt mit Nationalspielerinnen. Da können wir nur versuchen mitzuhalten und ein gutes Spiel zu machen. Wir müssen gegen solche Gegner auf uns schauen und werden ihnen einen harten Kampf liefern, aber wir müssen auch realistisch sein“, weiß daher auch Flames-Coach Heike Ahlgrimm was auf ihre Mannschaft zukommt.

Neben den Langzeitverletzten fällt auch Jessica Kockler aus

Verzichten muss Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, neben den Langzeitverletzten Simone Spur Petersen, Carolline Dias Minto und Dionne Visser gegen Bietigheim auch auf Torhüterin Jessica Kockler, die bereits in Buxtehude kurzfristig passen musste. Als zweite Torfrau wird Jessica Wagner auf der Bank Platz nehmen, ebenso wie die Nachwuchsspielerinnen Neele Orth und Nina Rädge.

„Gegen Bietigheim werden wir mit Torfrau Jessica Wagner, Nina Rädge und Neele Orth auch drei unserer Nachwuchsspielerinnen mit dazu nehmen. Die helfen uns, wie viele andere auch, immer im Training und sind für uns da. So können wir ihnen etwas zurückgeben“, erklärt Heike Ahlgrimm.

Ein besonderes Erlebnis ist es auf jeden Fall gegen so eine TOP-Mannschaft mindestens auf der Bank zu sitzen.

„Unser Ziel ist es, unser Bestmögliches zu geben und es ihnen so schwer, wie möglich zu machen“, verspricht Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den tollen Zuschauern in der Weststadthalle. Wenn ihre Mannschaft die Vorgaben der Trainerin umsetzt und alles in die Waagschale wirft und die Niederlage möglichst niedrig halten kann, dann werden die Fans auch mit einer Niederlage zufrieden sein.