Flames empfangen den neuen Deutschen Meister aus Bietigheim

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Flames empfangen den neuen Deutschen Meister aus Bietigheim

Ines Ivancok trifft auf ihren ehemaligen Verein / Foto: ©Andrea Müller

Auf die Flames der HSG Bensheim/Auerbach wartet am Samstag (18:00 Uhr, Weststadthalle) in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) eine der einfachsten Aufgaben der Saison, bei der sie befreit und ohne Druck spielen können. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm empfängt den frischgebackenen Deutschen Meister SG BBM Bietigheim. Die Mannschaft von Neu-Bundestrainer Markus Gaugisch führt die Tabelle souverän mit 48:0 Punkten an und konnte sich am Mittwoch durch den 33:21 Heimsieg über den VFL Oldenburg vorzeitig den Titel sichern.

Mit dem Meistertitel hat Bietigheim jedoch noch lange nicht den Titelhunger gestillt. Die SG BBM möchte die letzten beiden Saisonspiele gegen die Flames und die TuS Metzingen ebenfalls gewinnen und die Saison, wie letztes Jahr Borussia Dortmund, zu null abschließen. Außerdem stehen sie im FINAL 4 um den DHB-Pokal und in der EHF European League.

Deshalb erwarten die Flames einen hochmotivierten Gegner und freuen sich auf das TOP-Team aus dem Enztal mit den drei ehemaligen Flames-Spielerinnen Julia Maidhof, Antje Lauenroth und Kim Naidzinavicius.

„Das ist wieder David gegen Goliath, aber diesmal so richtig. Sie sind am Mittwoch absolut verdient und souverän Deutscher Meister geworden. Bietigheim hat noch kein Spiel verloren. Von daher wissen wir, was auf uns zukommt. Das ist eines der leichtesten Spiele. Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich alles in die Waagschale werfen und sie weiter ärgern. Wir haben bis jetzt immer gute Spiele gemacht gegen Bietigheim. Auch Bietigheim muss sich hier die Punkte wirklich erkämpfen“, erklärt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Selbst wenn die Chancen für einen Sieg mehr als unwahrscheinlich sind, so könnte das Torverhältnis aber am Saisonende noch eine entscheidende Rolle spielen und da stehen die Flames bisher, im Vergleich zu den anderen fünf Mitkonkurrenten gut da und dies wollen sie auch beibehalten.

Die Aufgabe ist nicht einfach und die Personaldecke ist noch etwas dünner geworden. Mit Elisa Stuttfeld, die im Blomberg-Spiel erneut eine Gehirnerschütterung erlitten hat,  und Isabell Hurst, die sich beim Sport im Studium an der Schulter verletzte hat, fallen zwei weitere Spielerinnen aus.

„Für uns ist die Situation nicht leicht, weil wir mit Eli und Isi, die sich an der Schulter verletzt hat und voraussichtlich den Rest der Saison ausfällt, zwei weitere Ausfälle haben. Das sind natürlich keine guten Nachrichten. Isi hat am Montag die MRT, wo die Schwere der Verletzung festgestellt und der weitere Verlauf besprochen wird. Von daher gucken wir, dass wir mit den restlichen Spielerinnen ein ordentliches Spiel machen“, so Heike Ahlgrimm. „Wir wollen uns weiter Selbstvertrauen holen und einige Dinge ausprobieren, weil wir danach noch zwei ganz wichtige Spiele gegen Rosengarten und in Bad Wildungen haben. Wir sind Sportler und wir wollen jedes Spiel gewinnen. Aber wir wissen natürlich, was da auf uns zukommt. Wir gratulieren Bietigheim zur Meisterschaft und machen einfach ein richtig gutes Spiel.“

Für beide Teams ist es in dieser Saison die dritte Begegnung. Im DHB-Achtelfinale verloren die Flames im November nach einer starken Leistung mit 26:31. Das Hinspiel gewann Bietigheim Ende Februar mit 43:29, was zugleich die höchste Saisonniederlage der Flames war.

Die Hoffnung der Flames auf ein knapperes Ergebnis ruht dabei auch auf den bisherigen guten Begegnungen zu Hause gegen Bietigheim und möglichst viel Zuschauerunterstützung in der Weststadthalle.

„Vielleicht sind sie ja ein bisschen Feiermüde, aber sie werden trotzdem Gas geben und sie wollen zu null diese Saison beenden. Das ist wahrscheinlich das große Ziel ohne Niederlage weiterzumachen und dafür werden sie alles dransetzen. Ich erwarte von meiner Mannschaft eine couragierte Leistung und dass wir vor unserem Publikum ein gutes Spiel machen. Aber wie gesagt, wir wissen natürlich auch, was da auf uns zukommt“, berichtet Heike Ahlgrimm.

Für alle Kurzentschlossene, die das vorletzte Heimspiel der Flames und den frisch gekürten Deutschen Meister Bietigheim sehen wollen, gibt es noch genügend Karten an der Abendkasse.