Flames bleiben ungeschlagen und sind vorübergehend Spitzenreiter

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Flames bleiben ungeschlagen und sind vorübergehend Spitzenreiter

Traumstart für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in die diesjährige Saison der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Am gestrigen Freitagabend gewann die Flames auch ihr Spiel beim VFL Oldenburg. Durch den 23:28 (10:11) Auswärtssieg haben die Flames mit 6:0 Punkten vorübergehend die Tabellenspitze übernommen. Erfolgreichste Torschützen bei den Flames waren Lisa Friedberger mit 8/7 Toren und Ines Ivancok mit 7 Treffern. Je 7 Tore erzielten auch Marie Steffen und Merle Carstensen.

Auch wenn diese Tabellenführung nur eine Momentaufnahme bis Mittwochabend ist, denn dann empfängt der Meisterschaftsfavorit Borussia Dortmund den Buxtehuder SV und wird die Führung wohl wieder übernehmen, so ist es doch ein schönes Erlebnis und Belohnung für die bisher gute geleistete Arbeit.

Die Handballfans hatten diesmal gleich mehrere Möglichkeiten das Spiel live zu verfolgen. Gut 400 Zuschauer waren in der EWE-Arena dabei, es gab den üblichen Livestream bei Sportdeutschland.TV und auf Eurosport konnte man das Spiel live im Free-TV verfolgen, weshalb das Spiel auch auf den ungewohnten Freitag vorverlegt wurde.

Knappe Halbzeitführung

Die ersten Minuten waren beide Teams etwas nervös. Marie Steffen gelang nach 3 Minuten der erste Treffer zum 1:0 für den VFL. Es sollte die erste und letzte Führung für den VFL in diesem Spiel bleiben. Den ersten Treffer für die Flames erzielte Lisa Friedberger zum 1:1 (4.) durch den ersten von ihr verwandelten Siebenmeter. Am Ende sollten es sieben sein – für sie eine 100%ige Trefferquote bei den Siebenmetern. Bei Stand von 3:6 konnten sich die Flames erstmals mit drei Toren absetzen, doch der VFL ließ sich nicht abschütteln und kam kurz vor der Pause beim Spielstand von 9:10 wieder ran. Mit einem knappen 10:11 ging es in die Kabine.

Marie Steffen gelang direkt nach der Pause der Ausgleich zum 11:11. Die Flames ließen sich aber nicht beirren und konnten sich beim 14:18 (41.) durch die starke Lisa Friedberger erstmals sogar mit 4 Toren in Front werfen. Der VFL gab sich aber weiter nicht geschlagen und kam wieder heran. Das Team von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm war in der Abwehr aber konzentriert und behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven, denn Oldenburg gelangen immer  wieder Treffer durch das Überzahlspiel 7 gegen 6, doch die Flames gaben die Antwort und nutzten die Chancen. Als der VFL auf 19:20 (49.) durch Marie Steffen herangekommen war, trafen Torfrau Helen van Beurden, die auf eine sehr gute Quote von 42% gehaltener Bälle kam, und Christin Kühlborn sicher ins leere Tor.

„Oldenburg spielt das 7 gegen 6 sehr gut, das hat uns auch einige Probleme bereitet. Das ist schwer zu verteidigen, aber wir waren darauf sehr gut vorbereitet. Wir haben die Videos studiert, denn Metzingen hatte dadurch verloren. So konnten wir es auch zweimal nutzen und den Ball ins leere Tor werfen, aber trotzdem war Oldenburg schon erfolgreich damit, obwohl wir gut verteidigt haben. Für uns war in dieser Phase aber auch wichtig, dass wir dann vorne die Tore gemacht haben“, erklärte Flames-Coach Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Ihre Flames blieben weiter konzentriert und bauten ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff auf 23:28 noch weiter aus und freuen sich erstmal die nächsten Tage Tabellenführer zu sein, denn das erlebt man schließlich nicht so oft. Abheben wird trotzdem keiner, denn die Flames bleiben weiter realistisch und wollen am Ende der Saison einen einstelligen Tabellenplatz. Eine gute Grundlage dafür haben sie zumindest jetzt schon einmal geschaffen.

Kein Wunder also, dass auch Heike Ahlgrimm sehr zufrieden nach dem Spiel war: „Es war schwer. Wir waren in der 1. und auch in der 2. Halbzeit die bessere Mannschaft, aber wir konnten uns nicht so absetzen, wie wir das wollten. Das hat Oldenburg schon gut gemacht. Immer wenn wir mal auf 3 Tore weg waren, dann haben wir eins, zwei Fehlerchen gemacht und sie waren wieder dran.  Es waren zwei starke Torhüter und zur Halbzeit stand es 11:10 für uns.  Aber wir hatten da schon das Gefühl, dass wir heute besser sind und es nur über uns geht.  Wir mussten aber auch bis zum Ende hart kämpfen. Erst die letzten 5 Minuten war es etwas lockerer, weil Oldenburg alles riskieren musste.

Statistik

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Helen van Beurden (1), Jessica Kockler – Isabell Hurst (3), Leonie Kockel (2), Lotta Heider (3), Elisa Stuttfeld (1), Annika Schmitz, Alicia Soffel, Lisa Friedberger (8/7), Christin Kühlborn (3), Sarah van Gulik, Ines Ivancok (7), Julia Niewiadomska, Dionne Visser.

VfL Oldenburg:
Julia Renner, Nele Reese – Lisa Marie Fragge (2), Lana Teiken (1), Toni-Luisa Reinemann (3), Marloes Hoitzing, Kathrin Pichlmeier, Jane Martens, Marie Steffen (7), Merle Carstensen (7/4), Jenny Behrend (2), Luisa Knippert (1)