Flames besiegen Aufsteiger Zwickau souverän mit 25:18 (15:9)

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Flames besiegen Aufsteiger Zwickau souverän mit 25:18 (15:9)

Das haben alle monatelang vermisst: Singen und jubeln mit den Zuschauern nach einem Heimsieg / Foto: ©Andrea Müller

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach feierten am ungewohnten Freitagabend im zweiten Heimspiel in der Weststadthalle den ersten Heimsieg der neuen Saison in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Vor 510 Zuschauern besiegte das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm den Aufsteiger und Tabellenletzten BSV Sachsen Zwickau verdient mit 25:18 (15:9). Erfolgreichste Torschützinnen waren Lisa Friedberger mit 5/2 Toren bei den Flames sowie Chantal Wick und Petra Nagy mit jeweils 4 Toren bei Zwickau.

Unter den Augen von Bundestrainer Henk Groener sahen die Zuschauer einen etwas zerfahrenen Spielauftakt und nach gut 8 Minuten lag der Gast mit 2:3 in Führung. „Wir haben uns am Anfang sehr schwer getan, die Verunsicherung war noch da, denn wir wollten heute unbedingt gewinnen und die Niederlage gegen Neckarsulm wettmachen. Da haben wir am Anfang etwas übersteuert und zu viele Fehler gemacht“, analysierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Gestützt auf eine konsequente Abwehrarbeit „Prunkstück war heute die Abwehr, das hat jeder gesehen. Da haben wir wirklich gekämpft, da haben wir es dem Gegner sehr schwer gemacht“, so Ahlgrimm,  und eine bärenstarke Vanessa Fehr im Tor,  nahm das Spiel der Flames Fahrt auf. Die Flames gingen durch einen Vier-Tore-Lauf mit 6:3 (12.) in Führung und zwangen Gästetrainer Norman Rentsch zur ersten Auszeit. Dies tat dem der Flames aber keinen Abbruch und sie erzielten die nächsten drei Treffer, so dass Norman  Rentsch nach dem 9:3 bereits die zweite Auszeit nahm (15.), weil seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt nur wenig entgegenzusetzen hatte. „Wir haben von der ersten Minute an nicht die Durchschlagskraft und das Tempo in unser Spiel hereinbekommen und sind nicht so in die Lücken gestoßen, wie wir uns die ganze Woche vorbereitet haben. Das ist umso trauriger, weil wir viel in das Spiel investiert haben, weil wir natürlich diese Chance hier nutzen wollten, wie groß sie auch sein mag“, war daher auch das Fazit des enttäuschten Gäste-Trainers Norman Rentsch.

Der nächste Treffer war trotzdem wieder dem Flames vorbehalten und Christin Kühlborn erzielte das 10:3 (19.). Mit einem überzeugenden 15:9 für die Flames wurden die Seiten gewechselt.

Zu diesem Zeitpunkt mussten die Flames bereits auf Außenspielerin Elisa Stuttfeld verzichten, die unglücklich mit Carlotta Fege zusammengestoßen war. Während Fege einen kleinen Cut am Kinn hatte und nach einigen Minuten auf der Bank zugepflastert wieder spielen konnte, musste Stuttfeld ins Krankenhaus fahren und sich ihren Cut nähen lassen. Sie kam aber noch rechtzeitig zurück in die Halle, um mit ihren Mitspielerinnen den Sieg zu bejubeln.

Bereits eine 6-Tore-Führung zur Halbzeit

In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Die Flames legten gleich einen 3:0-Lauf hin und führten durch Tore von Saskia Fackel, Myrthe Schoenaker und Lisa Friedberger mit 18:9 (36.). Die Flames hatten die Partie fest im Griff und der Sieg war nie gefährdet und hätte sogar noch bei geringerer Fehlerquote im Angriff höher ausfallen können. „Vorne im Angriff haben wir leider ein bisschen zu viele Fehler gemacht. Trotzdem haben wir das ganze Spiel über sehr souverän geführt und immer den Vorsprung gehalten. Ich hätte mir gewünscht, dass wir nochmal so ein, zwei Tore draufsetzen, aber das ist jetzt auch Jammern auf hohem Niveau. Wir haben zwei Punkte, die tun gut und jetzt können wir weiter arbeiten“, war das abschließende Resümee von Flames-Coach Heike Ahlgrimm.

Für die Flames geht es weiter am Sonntag, 03.10.2021 (16:00 Uhr, Weststadthalle) mit dem Pokalspiel gegen Absteiger Frisch Auf Göppingen.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden; Isabell Hurst 3, Myrthe Schoenaker 2, Elisa Stuttfeld, Jana Haas, Sarah Dekker 3, Lisa Friedberger 5/2, Christin Kühlborn 4, Saskia Fackel 3, Sarah van Gulik 2, Ines Ivancok 2, Neele Mara Orth, Dionne Visser 1.

Stimmen der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach):
Erstmal bin ich sehr froh, dass ihr heute wieder so zahlreich erschienen seid. Ich glaube, das ist ganz wichtig für die Mannschaft, dass jeder Einzelne hier wieder in die Halle kommt. Das hilft uns. Wir haben uns am Anfang sehr schwer getan, die Verunsicherung war noch da, wir wollten heute unbedingt gewinnen, wollten die Niederlage gegen Neckarsulm wettmachen. Da haben wir am Anfang etwas übersteuert, haben zu viele Fehler gemacht. Prunkstück war heute die Abwehr, das hat jeder gesehen. Da haben wir wirklich gekämpft, da haben wir es dem Gegner sehr schwer gemacht. Vorne im Angriff haben wir leider ein bisschen zu viele Fehler gemacht. Trotzdem haben wir das ganze Spiel über sehr souverän geführt und immer den Vorsprung gehalten. Ich hätte mir gewünscht, dass wir nochmal so ein, zwei Tore draufsetzen, aber das ist jetzt auch Jammern auf hohem Niveau. Wir haben zwei Punkte, die tun gut und jetzt können wir weiter arbeiten.

Norman Rentsch (BSV Sachsen Zwickau):
Glückwunsch an Heike und an Bensheim. Ich glaube, sie haben verdient gewonnen. Wir haben von der ersten Minute an nicht die Durchschlagskraft und das Tempo in unser Spiel hereinbekommen und sind nicht so in die Lücken gestoßen, wie wir uns die ganze Woche vorbereitet haben. Das ist umso trauriger, weil wir viel in das Spiel investiert haben, weil wir natürlich diese Chance hier nutzen wollten, wie groß sie auch sein mag. Hinten heraus haben wir versucht zu kämpfen und uns gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Darin werden wir jetzt Hoffnung schöpfen und uns weiter konzentrieren, vor allem auch im Rückraum dieses Erstliganiveau zu erreichen. Da machen wir unseren Mädels einen kleinen Vorwurf, aber daran werden wir weiterarbeiten und wir haben jetzt 2 Wochen Zeit uns auf Leverkusen vorzubereiten. Dementsprechend werden wir das auch tun und müssen dann mit einem freien Kopf in dieses Heimspiel gehen.