Favoritenrolle gegen Halle-Neustadt bei den Flames

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Favoritenrolle gegen Halle-Neustadt bei den Flames

So ein Abwehrkampf, wie hier beim Spiel in Thüringen, wird auch gegen Halle-Neustadt erwartet / Foto: ©Andrea Müller

Zum ersten Heimspiel des Jahres in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Sonntag, 10.01.2021 den Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt. Anwurf ist in der Weststadthalle um 16:00 Uhr. Das Spiel wird live auf Sportdeutschland.TV übertragen.

Nach dem überraschenden 32:28-Auswärtssieg beim siebenfachen Deutschen Meister und amtierenden Pokalsieger Thüringer HC und den beiden Zusatzpunkten, mit denen die Flames  nicht gerechnet hatten, muss und will man nun gegen die Wildcats aus Halle nachlegen, denn diese Punkte sind nur wirklich was wert, wenn man seine „Pflichtsiege“ auch holt und dazu gehört ein Sieg gegen einen Aufsteiger. Unterschätzen wird man den Gegner, der bisher eine gute Saison spielt, aber auf keinen Fall.

„Halle ist ein Muss-Spiel für uns, egal ob wir 14 Tage Quarantäne hatten oder nicht. Das ist der Anspruch, den wir haben, um Punkte zu sammeln und  unseren Mittelfeldplatz als Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Da müssen wir natürlich gegen Halle punkten. Halle hat überraschend einen Punkt geholt gegen Blomberg, dann sind ihnen aber die Grenzen aufgezeigt worden gegen Thüringen und gegen Dortmund. Wir freuen uns darauf mit ihnen zu messen. Das wird ein ganz anderes Spiel, wie in Thüringen, wo wir als Außenseiter hingefahren sind. Jetzt sind wir Favorit und nehmen diese Favoritenrolle auch an. Wir werden Halle auf keinen Fall unterschätzen, aber wir wollen die beiden Punkte holen“, lässt Trainerin Heike Ahlgrimm keinen Zweifel an Zielsetzung für diese Begegnung.

Aufhorchen ließ das Team von Trainer Jan-Henning Himborn unter anderem mit einem Sieg gegen den Buxtehuder SV (25:23) und einem Unentschieden gegen Neckarsulm (24:24). Weitere Erfolge feierten die Wildcats gegen die Kurpfalz Bären (29:15) und Mitaufsteiger Buchholz/Rosengarten (20:18).  Etwas ungewöhnlich war der doppelte Punktgewinn gegen den 1. FSV Mainz 05: Da die Mainzerinnen aufgrund fehlender Corona-Testergebnisse nicht anreisen konnten, wertete die HBF das Spiel kampflos für Halle-Neustadt.

Im ersten Spiel nach der EM-Pause holten die Wildcats beim 23:23 gegen die HSG Blomberg-Lippe etwas überraschend einen Punkt, drei Tage später setzte es im Derby beim Thüringer HC mit 34:17 aber eine deutliche Niederlage, ebenso am Mittwoch bei der 38:21-Niederlage bei Tabellenführer Borussia Dortmund.

Erfolgreichste Torschützin der Wildcats ist Helena Egelund Mikkelsen mit 34/2 Toren. Es folgt Linksaußen Marija Gudelj  mit 30 Toren vor Danique Boonkamp mit 30/18 Toren, die sich im letzten Training vor Weihnachten jedoch das Kreuzband riss und den Rest der Saison ausfällt.

Die Bilanz der beiden Mannschaften fällt zugunsten der Flames aus. Von den bisherigen 17 Spielen gegeneinander gewannen die Flames 13 Spiele, Halle gewann 3 Spiele und einmal trennte man sich unentschieden.

Keine Rolle spielt diese Statistik jedoch für Flames-Coach Heike Ahlgrimm: „Die Wildcats sind kein typischer Aufsteiger und haben einen guten Kader, den sie vor der Saison mit Erstligaspielerinnen ergänzt haben. Sie sind in der ersten Bundesliga angekommen. Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen. Auch nicht nach den beiden deutlichen Niederlagen gegen zweit Top-Mannschaften. Wir sind gewarnt und müssen natürlich alles in die Waagschale werfen. Das wird kein einfaches Spiel. Für Halle ist es etwas einfacher, aber wir machen das Beste aus der Situation. Es ist gut, dass wir vorher Thüringen hatten, denn uns fehlt noch der Spielrhythmus, denn Halle jetzt schon hat“, zeigt Heike Ahlgrimm Respekt vor dem Gegner. „Wir müssen unser Potenzial abrufen und den Kampf in der Abwehr und die Leidenschaft im Angriff zeigen, wie in Thüringen. Dann werden wir auch gegen Halle gewinnen“, gibt Heike Ahlgrimm die Marschrichtung vor.

Offen ist noch der Einsatz von der österreichischen Nationalspielerin Ines Ivancok, die Thüringen bei einer Abwehraktion umknickte und sich eine Bänderdehnung zuzog. „Das entscheiden wir kurzfristig“, so die Trainerin.