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Enttäuschung über 27:19 Niederlage in Göppingen

Auch vier Tore von Sarah van Gulik reichten nicht für die ersten Punkte / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Nach der guten Leistung und der unglücklichen Niederlage in Dortmund, fuhren die Flames der HSG Bensheim/Auerbach voller Hoffnung nach Göppingen und rechneten sich Chancen aus endlich die ersten Bundesligapunkte zu holen. In der 1. Halbzeit konnten sie sich auch noch berechtigte Hoffnungen machen – am Ende war es mit 27:19 die bisher höchste Saisonniederlage und in der 2. Halbzeit auch die bisher schlechteste Leistung in der ersten Liga.

Einige Spielerinnen und Trainerin Heike Ahlgrimm waren durch einen Magen-Darm-Virus etwas angeschlagen, Martha Logdanidou konnte deswegen die Reise gar nicht mit antreten. Außerdem fehlten weiterhin Larissa Platen, Josephine Körner sowie Ivana Sazdovski.

Trotzdem begann man in der 1. Halbzeit, wie man es sich vorgenommen hatte. Die Mannschaft hat in der Abwehr gut gestanden und fand in der Göppinger Abwehr immer wieder Lücken. Nach 12 Minuten führte man mit 2:5 und konnte erhöhte auf 4 Tore zum 3:7. Göppingen kam zwar auf 7:8 heran, musste die Flames abermals auf 9:12 davon ziehen lassen. Nach einer in der 27. Minute genommenen Auszeit von Göppingens Trainer Aleksandar Knesevic gelang Michaela Hrbkova unmittelbar der 10:12 Anschlusstreffer. Kurz danach nahm Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ebenfalls eine Auszeit, um mit ihrer Mannschaft wieder auf 3 Tore davon zu ziehen, mindestens aber den 2-Tore-Vorsprung in die Kabine zu nehmen. Dies gelang jedoch nicht, sondern Michaela Hrbkova war erneut erfolgreich zum 11:12 Halbzeitstand.

Knappe Führung zur Pause

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm war trotzdem einigermaßen zufrieden: „In der 1. Halbzeit haben wir viele Dinge richtig gemacht. Wir haben gut in der Abwehr gestanden und haben Göppingen vor große Probleme gestellt. Im Angriff haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen und hätten eigentlich höher führen müssen. Das haben wir jedoch nicht geschafft und haben am Ende noch 2 Tore bekommen, so dass wir nur mit einem 1-Tore-Vorsprung in die Halbzeit gegangen sind.“

Bis zur 36. Minute und einer 13:14-Führung war das Spiel noch ausgeglichen. Nach 40 Minuten ging Göppingen durch ein Siebenmetertor von Michaela Hrbkova erstmals mit 15:14 in Führung. Es war nun in Angriff und Abwehr zu sehen, dass sich die Flames-Spielerinnen zusehends schwerer taten. Folgerichtig nahm Heike Ahlgrimm eine Auszeit (42.). Göppingen erhöhte kurz danach auf 16:14, Rafika Ettaqi gelang der 16:15 Anschlusstreffer (45.). Dann ging bei den Flames aber nichts mehr. Beim 19:15 in der 49. Minute versuchte es die Flames-Trainerin nochmals mit einer Auszeit. Doch es half nichts mehr. Die Göppinger gestalteten das Spiel nun wie sie wollten und zogen auf 21:15 (50.) und 25:16 (56.Minute) davon und steuerten ihrem ersten Saisonsieg entgegen.

„Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, dass wir da weitermachen wollen, wo wir zur Pause aufgehört haben und dass wir weiter kämpfen wollen. Dann haben wir innerhalb von 8 Minuten das Spiel verloren, weil wir vorne falsche Entscheidungen getroffen und nach 3 Sekunden den Ball weggeworfen haben. Wir haben überhaupt nichts mehr richtig gemacht und haben uns als Aufsteiger erstmals in dieser Saison aufgegeben und uns mit anderen Dingen beschäftigt und mit dem Schicksal gehadert. Bisher haben wir immer mitgehalten. Heute muss ich ehrlich sagen, haben wir verdient verloren“, so die Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Zufrieden war dagegen Göppingens Trainer Aleksandar Knesevic über den Spielverlauf und den deutlichen Sieg am Ende: „Wir waren anfangs zu nervös und ich war in der 1. Halbzeit auch nicht zufrieden mit meinem Tam. In der 2. Halbzeit haben wir eine super Abwehr gespielt und im Angriff hatten wir vorne genügend Platz, waren beweglich und es hat viel geklappt. In der 1. HZ waren wir einen Schritt zu langsam und haben nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Aber ein Spiel dauert zum Glück 60 Minuten.“

Jetzt bleibt den Flames eine Woche Zeit sich auszukurieren und das Spiel abzuhaken und wieder positiv nach vorne zu schauen. Mit dem VFL Oldenburg kommt am Samstag, 21.10.2017 (17.30 Uhr Weststadthalle Bensheim) erneut ein Favorit nach Bensheim. Aber auch hier gibt es für die Flames wieder die Chance einen Favoriten zu ärgern und die Runde ist noch lang. Lang genug, um noch die notwendigen Punkte zu holen. Kein Grund also den Kopf in den Sand zu stecken.

FRISCH AUF Göppingen: Zimmerman, Lengyel; Struijs (5/2), Weigelt (4), Schindler, Kinlend (3), Hrbkova (10/3), Guberinic (1), Sviridenko (2), Schuhknecht (1), Adamkova (1), Bergschneider.

HSG Bensheim/Auerbach: Kockler, Radke; Ernsberger, Ettaqi (2), Halilovic, Thomas (2), Hoekstra (2/1), Friedberger (2), Freriks (2), van Gulik (4), Maidhof (2/2), Ebel, Sobiech (3).