Einige Fehler zu viel – Flames verlieren in Buxtehude 29:23

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Einige Fehler zu viel – Flames verlieren in Buxtehude 29:23

Inves Ivancok musste mit ihren Flames ohne Punkte nach Hause fahren / Bild: ©Andrea Müller

Es bleibt dabei. Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach gibt es gegen den Buxtehuder SV nichts zu holen. Vor 1039 Zuschauern verlor das Team von Heike Ahlgrimm beim BSV mit 29:23 (16:14). Beste Werferin bei den Flames war Julia Maidhof mit 7/3 Toren, Maike Schirmer war mit sieben Treffern beste Torschützin der Gastgeberinnen. Durch die Niederlage tauschten beide Mannschaften die Tabellenplätze. Buxtehude ist jetzt aufgrund des besseren Torverhältnisses Siebter, die Flames mit ebenfalls 10:12 Punkten Achter.

Dabei hatte das Spiel durchaus gut für die Flames angefangen und es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe der beiden Tabellennachbarn. Ines Ivnacok erzielte den ersten Treffer des Spiels zum 1:0 für die Flames (2. Minute). Durch das 6:4 von Sarah Dekker (11.) gab es erstmals eine 2-Tore-Führung im Spiel. Christina Haurum und Annika Lott sorgten für den 6:6 Ausgleich (13.). Das Spiel blieb ausgeglichen, auch dank der starken Leistung von Helen van Beurden im Tor, die auch bei der anschließenden Pressekonferenz ein Extralob von Gästetrainer Dirk Leun bekam. „Wir hätten auch 37 Tore werfen können. Da muss ich Bensheims Torhüterin Respekt zollen. Sie hat super gehalten”, so Leun. Dies war auch wichtig, da Jessica Kockler kurzfristig erkrankt war und die lange Fahrt nicht mit antreten konnte.

Julia Maidhof brachte die Flames noch einmal mit 12:11 (23.) in Front. Es sollte die letzte Führung der Flames sein, bei denen sich im Angriff zunehmend Fehler einschlichen, die zu schnellen Toren der Gastgeber führten. Durch einen 4:0-Laufen machten die Gastgeber aus dem 11:12 eine 15:12-Führung (27.). Mit einem 16:14 für den BSV ging es schließlich in die Kabine.

„Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt und haben viele Dinge richtig gemacht. Dann machen wir eins, zwei Fehler zu viel im Angriff. Dadurch kommt Buxtehude zu schnellen einfachen Toren durch Lone Fischer. Das wussten wir eigentlich“, bilanzierte Flames-Coach Heike Ahlgrimm die erste Halbzeit bei der anschließenden Pressekonferenz.

Im zweiten Abschnitt blieben die Flames bis zum 16:17 dran (35.) dran, gerieten dann aber durch Fehler im Angriff und Fehlwürfe mit 16:21 (42.) ins Hintertreffen. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm reagierte mit einem Team-Timeout. Lisa Friedberger verkürzte auf 21:17 (44.) und Buxtehude konnte sich bis zum 24:20 (49.) nicht weiter absetzen.

Die Entscheidung fiel dann aber zwischen der 49. und 52. Minute, als die Gastgeberinnen durch Annika Lott, Isabelle Dölle und Maike Schirmer vom 24:20 auf 27:20 davonzogen. Heike Ahlgrimm hatte genug gesehen und legte ihr letztes Team-Timeout. Die Flames vergaben einfach zu viele Chancen und ermöglichten Buxtehude dadurch ihr schnelles Angriffsspiel.

Sarah Dekker verkürzte auf 27:21 (52.) und jetzt zog Dirk Leun sein Team-Timeout. Beiden Teams gelangen anschließend in den letzten 8 Minuten noch jeweils drei Tore. Mit dem 29:23 feierte der Buxtehuder SV seinen ersten Heimerfolg seit Anfang Oktober 2019.

Entsprechend glücklich war BSV-Trainer Dirk Leun: „Unser Motto war, wieder zu alter Heimstärke zu finden. Das ist uns gelungen”, sagte Leun nach dem Spiel und weiter „23 Gegentore, das macht die Welt im Angriff einfacher. Ich hoffe, wir gehen diesen Weg weiter, weil es mir in diesem Spiel richtig Spaß gemacht hat, das Team zu coachen”.

Flames-Coach Heike Ahlgrimm war verständlicherweise nicht so zufrieden. „Wir haben uns in der Halbzeit gesagt, dass wir alles in die Waagschale werfen. Die ersten paar Minuten waren auch noch in Ordnung, aber dann haben wir irgendwie völlig den Faden verloren. Wir waren vom Kopf her heute nicht in der Lage mitzuhalten. Wir haben ganz viele Fehler gemacht und nicht die richtigen Entscheidungen gefunden. Von daher ist es klar, dass es für Buxtehude, wenn die mal ins Rollen kommen vor dem Publikum, einfach ist. Es ist schwierig so kurz nach dem Spiel und der Niederlage alles zu analysieren, aber Buxtehude war heute besser und das müssen wir anerkennen“, so Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Jetzt heißt es abhaken und sich schnell wieder aufs nächste Spiel konzentrieren, dann da wartet ein ganz anderes Kaliber auf die Flames, denn das nächste Heimspiel der Flames findet bereits am kommenden Mittwoch (22.) statt. Dann trifft man in der Weststadthalle um 20 Uhr auf den amtierenden Deutschen Meister und Vizepokalsieger SG BBM Bietigheim.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Helen van Beurden – Isabell Hurst (1 Tor), Romana Gerisch, Elisa Stuttfeld (1), Sarah Decker (4), Sanne Hoekstra, Lisa Friedberger (3/1), Christin Kühlborn (1), Caroline Hettinger (2), Sarah van Gulik (1), Julia Maidhof (7/3), Ines Ivancok (3), Julia Niewiadomska.

Buxtehuder SV:
Rühter, Filter, Luschnat (1), Fischer (4), Düvel, Haurum (4), Dölle (3), Scherer, Gubernatis (2), Schirmer (7), Antl, Lott (5), Schneider (2/1), Golla, Prior (1)