Doppelspieltag für die Flames – Erst das Derby bei den Vipers, dann gegen Buxtehude

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Doppelspieltag für die Flames – Erst das Derby bei den Vipers, dann gegen Buxtehude

Die Flames erwartet bei den Vipers ein kampfbetontes Spiel - so wie hier Lotta Heider im Hinspiel / Foto: ©Andrea Müller

Zwei Mittelfeldduelle an einem Wochenende erwartet die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Am Freitagabend geht es für die Flames zum Hessen-Derby bei der HSG Bad Wildungen Vipers (19:30 Uhr), zwei Tage später steht das Duell mit dem Buxtehuder SV (Sonntag, 16:00 Uhr) in der Weststadthalle auf dem Programm. 

Es sind in beiden Spielen wieder Duelle auf Augenhöhe zu erwarten. Die Flames haben als Tabellensiebter 20:18 Punkte, die Vipers (11.) und Buxtehude (10.) haben bisher zwei Spiele weniger ausgetragen und jeweils 16:18 Punkte. Somit haben alle drei Teams genauso viele Minuspunkte.

Nach der etwas unglücklichen 27:26 Niederlage in Leverkusen am vergangenen Wochenende wollen die Flames wieder in die Erfolgsspur zurück und Wiedergutmachung für das Spiel, aber auch Revanche für die Hinspielniederlagen gegen beide Teams. Buxtehude besiegte die Flames mit 32:29, gegen die Vipers verloren die Flames mit 27:30.

Anknüpfen müssen die Flames an die Leistung aus der zweiten Halbzeit bei den Werkselfen, in der sowohl das Angriffsspiel, als auch Abwehr gut funktionierten und das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm nur noch zehn Gegentore zuließ.

Die Derbys gegen die Vipers waren bisher immer sehr kampfbetonte und meistens auch enge Spiele. Beide Mannschaften standen sich bisher dreizehnmal gegenüber. Sieben Begegnungen gingen an die Vipers, vier an die Flames und zweimal trennte man sich Unentschieden.

Viel Selbstvertrauen konnten sich die Vipers letztes Wochenende holen. Im Vier-Punkte-Spiel gegen die Luchse vom HL Buchholz 08-Rosengarten gewannen sie deutlich mit 30:20 Toren, haben nun acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und sind im gesicherten Mittelfeld angekommen.

Zu den besten Torjägerinnen der Liga zählen die auf Platz sechs der HBF-Scorerliste liegende Maxime Struijs mit 101/40 Treffern und Jana Scheib auf Platz 8 mit 94 Toren.

„Wir haben das Hinspiel gegen Bad Wildungen verloren. Es ist ein Derby und es wird immer schwer dort. Wenn wir unsere Leistung nicht abrufen, dann werden wir auch nicht gegen Bad Wildungen bestehen können, denn die werden gegen uns brennen und alles geben. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Sekunde wach sein. Es ist wieder ein Spiel auf Augenhöhe, wir sind Tabellennachbarn. Wir haben immer große Fights abgeliefert und müssen in diesem Spiel wieder unsere Tugenden herausholen, wie Kampf, Leidenschaft und Emotionen. Dann haben wir die Chance bei den Vipers zu punkten, wohlwissend vom Hinspiel, dass das sehr, sehr schwer wird.  Von daher müssen wir alles in die Waagschale werfen“, sagt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm mit Blick auf das Hessen-Derby.

Sonntagnachmittag gegen den Buxtehuder SV

Zwei Tage später geht es dann zu Hause gegen den Buxtehuder SV. Die Voraussetzungen sind nahezu identisch dem beim Spiel gegen die Vipers. Der BSV hat auch viele Parallelen zu den Flames. Siege, wie gegen Thüringen, stehen Niederlagen, wie gegen die Vipers gegenüber.

Gespannt sein darf man, wie beide Mannschaften ihr Freitagspiel verkraften. Buxtehude spielt am Freitagabend in Leverkusen das Eurosportspiel und wird dann direkt nach Bensheim weiterfahren und dort übernachten, damit sie ausgeruht in der Weststadthalle antreten können. Wie die Flames hat auch der BSV die letzten drei Ligaspiele verloren. Am Sonntagnachmittag ist daher sicher kein Kaffeeklatsch zu erwarten, denn beide Mannschaften möchten sich die Punkte holen.

„Gegen Buxtehude müssen wir schauen, wie die Kräfte noch vorhanden sind.  Aber das betrifft ja alle. Auch das ist ein Spiel auf Augenhöhe. Diese Spiele kommen jetzt Schlag auf Schlag. Buxtehude ist so eine Mannschaft, wie wir, wo es hoch und runter geht. Sie können an guten Tagen alle schlagen. Im Poakl ist ihnen ja die Sensation gegen Dortmund gelungen. Wir sind gut beraten auf uns zu schauen und in beiden Spielen unser Potential abzurufen, dann kann man in beiden Spielen was mitnehmen“, gibt sich Heike Ahlgrimm optimistisch.

TOP-Torjägerin beim BSV ist die ehemalige Nationalspielerin Lone Fischer. Die Linksaußen, die bereits seit 2008 beim BSV unter Vertrag steht, erzielte bisher 81/26 Tore, auf Platz 2 der internen BSV-Statistik folgt ihr Nationalspielerin Annika Lott mit 73 Toren.

Personell muss Buxtehude derzeit einige Ausfälle verkraften. Aktuell stehen Spielmacherin Caroline Müller-Korn (Aufbautraining nach Meniskus-OP), Torhüterin Lea Rühter (Knorpelschaden), Luisa Scherer (Außenbandriss) und Lynn Schneider (gebrochener Finger) nicht zur Verfügung.

Beide Mannschaften standen sich bisher elfmal gegenüber. Die Statistik spricht bisher eindeutig für den BSV, der bisher alle Begegnungen für sich entscheiden konnte. Da würde es doch mal Zeit werden diese Serie zu brechen.

„Es werden zwei ganz enge, umkämpfte Spiele werden. Wenn am Wochenende alles optimal läuft, dann kannst du vier Punkte holen, du kannst aber am Ende auch mit leeren Händen dastehen“, fasst Heike Ahlgrimm daher die beiden Duelle in wenigen Worten nochmal zusammen.