David gegen Goliath – Flames erwarten im Achtelfinale den Ligaprimus

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David gegen Goliath – Flames erwarten im Achtelfinale den Ligaprimus

Trikottest bestanden - Sarah Dekker erwartet mit ihren Flames den TOP-Favoriten SG BBM Bietigheim im Achtelfinale des DHB-Pokals / Foto: ©Andrea Müller

Auf die Flames der HSG Bensheim/Auerbach wartet am Mittwoch, 10. November 2021 ein Pokalkracher in der heimischen Weststadthalle. Das Achtelfinale des DHB-Pokals bestreitet das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm gegen den amtierenden Pokalsieger SG BBM Bietigheim. Anwurf ist um 19:30 Uhr.

Von Losglück kann man wahrlich nicht sprechen, wenn einem zwar ein Heimspiel, aber das dann ausgerechnet gegen die derzeit beste Mannschaft in Deutschland zugelost wird. Es war im Lostopf das schwerste Los, dass die Flames bekommen konnten. Die Mannschaft von BBMCheftrainer Markus Gaugisch spielt bisher eine herausragende Saison und führt die Tabelle der Handball Bundesliga Frauen (HBF) mit 16:0 Punkten an. Im Pokal setzte man sich in der 2. Runde souverän mit 32:24 gegen den Ligakonkurrenten TuS Metzingen durch.

Nach der enttäuschenden Leistung im letzten Heimspiel gegen SV Union Halle-Neustadt mit der letztendlich verdienten 25:28 Niederlage sind die Flames natürlich auf Wiedergutmachung aus. Vielleicht kommt da der Topfavorit genau richtig, denn zu verlieren hat man in diesem Spiel nichts. Die Flames sind krasser Außenseiter, können befreit und ohne großen Druck aufspielen und Selbstvertrauen für das letzte Spiel vor der WM-Pause in Leverkusen tanken.

„Dieses Spiel ist David gegen Goliath. Das passt zum Pokal. Nichtsdestotrotz sind wir Sportler und wollen jede kleine Chance, die sich uns bietet, nutzen. Wir haben diese Woche viel geredet und gut trainiert. Ich erwarte einfach von meinen Mädels, dass sie zeigen wozu sie fähig sind. Wir haben gegen Bietigheim bisher nie schlecht ausgesehen. Auch für Bietigheim ist es ein hopp oder top Spiel. Sie haben viele Spiele gemacht, wo sie hoch geführt haben, weil sie keine Gegenwehr bekommen haben. Wir wollen daher versuchen lange mitzuhalten und dran zu bleiben, sie zu ärgern und wirklich zu kämpfen und alles in die Waagschale zu werfen“, verspricht Heike Ahlgrimm, dass ihr Team ein diesmal ein anderes Gesicht zeigen und den Kampf annehmen wird.

Ihrem Team gegenüber steht eine Mannschaft gespickt mit Nationalspielerinnen verschiedener Nationen. Der Kader wurde vor der Saison mit erfahrenen Spielerinnen verstärkt, wie Veronika Mala (Paris) und Jenny Behrend (Oldenburg) oder den beiden Weltmeisterinnen Kelly Dulfer und Inger Smits vom Deutschen Meister Borussia Dortmund.

Mit den beiden ehemaligen Flames-Spielerinnen Antje Lauenroth und Julia Maidhof sowie Luisa Schulze, Jenny Behrend und Xenia Smits standen gleich fünf Spielerinnen im Kader von Bundestrainers Henk Groener beim Tag des Handballs am Sonntag gegen Russland.

Erfolgreichste BBM-Scorerinnen in der Liga sind bisher Trine Ostergaard Jensen (33 Tore), Julia Maidhof (30/7), Kelly Dulfer (29), Kim Nadizinavicius (28/17) und Antje Lauenroth (25 Tore).

Die Teilnahme am OLYMP Final4, welches am 28. und 29. Mai 2022 in der Stuttgarter Porsche Arena ausgetragen wird, gehört zu den großen Zielen einer Spielerin. Dies weiß Heike Ahlgrimm auch aus eigener Erfahrung. „Pokal ist was ganz besonderes. Das sind Ziele und Träume, die man hat. Die Trauben hängen hoch, das wissen wir. Bietigheim muss auch 60 Minuten spielen und sie sind keine Maschinen. Sie sind auch nur Menschen und warum soll da nicht vielleicht mal was gehen? Das hört sich jetzt immer so als Phrase an, aber das ist das, was uns auszeichnen kann“, gibt sich die Flames-Trainerin kämpferisch.

Auch wenn ihr Team nur einen minimale Außenseiter-Chance hat, stellt sie dabei unmissverständlich klar, wie sie ihr Team auf der Platte sehen will. „Ich erwarte von meinen Mädels volle Bereitschaft, 100% Leidenschaft, dass sie alles in die Waagschale werfen und dann schauen wir, was geht.“