Charity-Gäste zu Besuch bei den Flames

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Charity-Gäste zu Besuch bei den Flames

Torsten Raab übernachtete mit Frau im Parkhotel Krone - die beiden wurden nach dem Spiel mit einem 3-Gänge-Menü überrascht. / BIld: HSG Bensheim/Auerbach Flames

Am vergangenen Wochenende bekamen wir Besuch vom Höchstbietenden unserer Aktion bei HANDBALL HILFT!: Torsten Raab ersteigerte das Flames–Paket, bestehend aus einem VIP-Besuch eines Bundesligaspiels mit Übernachtung im Parkhotel Krone. HANDBALL HILFT! zugunsten der Deutschen Krebshilfe ist die größte Charity-Aktion, die es im Handball je gegeben hat. Mit dem Slogan „HANDBALL HILFT!“ steht die Aktion für den gesamten Handball und ist Teil von ihm. Hier sein Bericht, den wir sehr gerne veröffentlichen – Danke für den Besuch und die tolle Spende an HANDBALL HILFT!

Bisher war ich nun schon ein paar Mal Höchstbietender bei den Handball-Hilft-Auktionen, doch beschränkte es sich auf Herren-Handball: zweite Liga in Hüttenberg, Pokalfinale in Hamburg oder All-Stars in Leipzig. Dieses Jahr war es nun Bensheim-Auerbach, an der schönen Bergstraße. Frauenbundesliga. Mit Hotelübernachtung und Abendessen. Und deutlich günstiger als ähnliche Auktionen für Bundesligisten endeten…

Auf jeden Fall eine tolle Kommunikation mit dem Verein, sehr flexibel – ich Dabbes hatte nämlich übersehen, dass die Auktion eigentlich für ein spezielles Datum aufgerufen war. In zwei Wochen, wenn es nach London geht. Aber ratzfatz war das geklärt, zwei Wochen eher, Gegner der BVB (ja, genau der!) statt Göppingen.

Bei lauschigen -1°C und strahlendem Sonnenschein kamen wir am Parkhotel Krone an. Unser Zimmer war noch nicht fertig, also drehten wir eine kleine Runde durch die Auerbacher Einkaufsmeile und ließen uns beim Bäcker Kaffee und Kuchen schmecken. Im Hotel die erste Überraschung, statt eines normalen Zimmers war die „Prinzessinen-Suite“ für uns vorgesehen. Zwei Räume plus Bad, reichlich Platz und Fenster mit Aussicht.

Sören Wennerlund von den Flames holte uns vom Hotel ab, nach ein paar Fotos für den Sponsor ging es direkt zur Halle. Eineinhalb Stunden vor Anwurf waren viele fleißige Helfer noch dabei, die Halle für die erwarteten knapp tausend Zuschauer herzurichten. Noch einen kleinen Kaffee, dann suchten wir uns ein Plätzchen auf der Tribüne. Warmmachen ist überall dasselbe, ob Kreisklasse oder Bundesliga. Zugegeben, die jungen Frauen sind um einiges beweglicher beim Dehnen als die Männer am Schwarzbach.

Anpfiff – der BVB, gespickt mit Nationalspielerinnen, aber noch mindestens drei Plätze von Europa entfernt, wollte es wissen. Doch an der Flames-Torfrau blieben sie zu Beginn ein paar Mal hängen. So konnten die Gastgeberinnen sich in der ersten Hälfte sogar kurz absetzen und gingen mit nur einem Tor Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel nutzte Dortmund ein kollektives Nickerchen der Flames, um sich entscheidend abzusetzen. Nach 42 Minuten stand es 20:13 für die Gäste, ich war der Meinung „Thema durch, jetzt gibt´s auf die Ohren“.
Doch weit gefehlt, die Flames kämpften weiter, konnten sich mit einem 5:0-Lauf wieder ranarbeiten. Die Halle spürte, das da noch was drin ist und unterstützte die Spielerinnen lautstark. Ich kann mich an Spiele in der SAP-Arena erinnern, wo deutlich weniger Stimmung war! Kurz vor Schluss gab es sogar noch die Chance zum Ausgleich, doch wurde diese vergeben und im Gegenzug machte Nadja Mansson mit dem 25:23 den Sack zu. Sehr schade für die Frauen.

Torsten Raab wurde vor der Pressekonferenz von Hallensprecher Thomas Mauer zu seinem Engagement bei HANDBALL HILFT! und Besuch bei den Flames befragt. / Bild: HSG Bensheim/Auerbach Flames

Nach dem Spiel gab es für den großen Spender noch ein kurzes Interview auf dem Feld und ein Bierchen im VIP-Raum. Dann ging es mit dem „Flames-Shuttle“ wieder zurück zum Hotel.

Im rustikalen Gastraum – das Hotel ist immerhin in den Grundmauern von 1655 – gab es für uns nun noch ein 3-Gang-Menü. Vorneweg ein bisschen Sekt mit fruchtigem Schuss zum Warmwerden, dann wurde aufgefahren. Feldsalat mit Speck und Croutons, eine mächtige Portion. Als Hauptgang geschmorte Rinderschulter mit grünen Bohnen (sehr knackig) und Kartoffel-Sellerie-Pürree (zum Glück ohne viel Selleriegeschmack). Als dann noch karamelisierte Ananas mit Frischkäse kamen, war der Bauch wirklich gut gefüllt.
Alles sehr lecker, der Kellner war auch freundlich und zügig unterwegs – so kann man es sich abends gutgehen lassen! Für die persönliche Fitness noch die Treppe rauf zum Zimmer und entspannt ins Bett fallen lassen.

Morgens gab es frisch erholt noch ein bisschen Eishockey und lecker Rührei mit Speck vom Frühstücksbüffet. Dann ins kalte Auto und nach Hause.

Fazit: Ein schöner Wochenendausflug an die Bergstraße, ein paar Euro für die Krebsforschung und leider keine zwei Punkte für die die Flames. Aber ich drücke den Damen auf jeden Fall die Daumen, dass ihr Verein auch im Dezember 2018 an den Handball-Hilft-Auktionen teilnehmen kann – das würde nämlich bedeuten, dass sie die Klasse halten.

Vielen Dank noch mal an Sören Wennerlund von den Flames für die gute Organisation im Vorfeld und die Betreuung am Spieltag.

Links:

(Textveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Torsten Raab)