Bundesligaauftakt beim Thüringer HC

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Bundesligaauftakt beim Thüringer HC

Da geht's lang ... Lisa Friedberger führt die Flames in der neuen Saison 2021/2022 als Kapitänin aufs Feld / Foto: ©Andrea Müller

Am Wochenende fällt der Startschuss für die Saison 2021/2022 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Vorbei sind die langen harten Wochen der Vorbereitung, in der viel Schweiß geflossen ist. Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach steht gleich ein richtiger Prüfstein auf dem Programm. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm muss am Samstag zum Vorjahresvierten Thüringer HC (18:00 Uhr Salza-Halle, Bad Langensalza).

Gute Erinnerungen haben die Flames an die letzte Begegnung beim THC. Im  Januar 2021 gelang den Flames der Überraschungscoup. Mit 32:28 gewannen sie völlig überraschend und holten erstmals Punkte gegen den siebenfachen Deutschen Meister. Mit dem Kader vom Januar hat das Team von Trainer Herbert Müller nicht mehr viel gemeinsam. Der THC hatte diesen Sommer einen großen Umbruch. Insgesamt elf neue Spielerinnen musste der THC integrieren, letzter Neuzugang war vor paar Tagen Miranda Schmidt-Robben, die eigentlich schon ihre Karriere beendete und jetzt ihr insgesamt drittes Comeback feiert. Nach ihrem eigentlichen Karriereende 2018 bei der HSG Bad Wildungen Vipers hatte die 34-Jährige bereits zweimal bei den Vipers ausgeholfen, zuletzt Januar und April 2021. Mit ihrer Verpflichtung reagierte der THC auf die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Linksaußen Kim Braun (Bänderriss im Fuß) und der japanischen Nationalspielerin Yuki Tanabe, die sich ein Band in ihrem rechten Ellenbogen angerissen hat.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm geht davon aus, dass es aber bei diesen beiden Ausfällen im Kader des THC bleibt und die anderen Neuzugänge spielen werden. Zu den Neuzugängen gehören unter anderem Jennifer Rode für den rechten Rückraum und Torfrau Rinka Duijndam, die vom amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund kommen. Mit der Dänin Annika Meyer (Aarhus) hat man eine erfahrene Kraft für den Kreis verpflichtet, die in der Bundesliga bereits für Oldenburg und Buxtehude auflief und die Italienerin Anika Niederwieser kehrte von der TuS Metzingen nach Thüringen zurück. Für die TuS Metzingen spielte in der Saison 2016/17 auch die Ungarin Luca Szekerczes. Die Linkshänderin kommt vom MTK Budapest zum THC. Vom kroatischen Spitzenklub Podravka Vegeta Koprivnica sicherte man sich die Griechin Labrina Tsakalo.

Mit diesem namhaften Kader möchte der THC einen Podiumsplatz erreichen. Ziel ist es für Herbert Müller mit Borussia Dortmund um den zweiten Tabellenplatz hinter der SG BBM Bietigheim zu kämpfen, die Herbert Müller und Heike Ahlgrimm, als zukünftigen Deutschen Meister sehen.

Der THC hat also ganz andere Ambitionen und möchte vor voraussichtlich 1000 Zuschauern in der Salza-Halle einen perfekten Saisonauftakt feiern. Heike Ahlgrimm würde das gerne verhindern und dem  Gastgeber ein Bein stellen. „Im Endeffekt ist es für uns eines der leichtesten Spiele, weil Thüringen absoluter Top-Favorit ist. Sie haben elf Neuzugänge und sie haben Ambitionen wieder international zu spielen. Dafür wird Herbert alles tun.  Es ist am Anfang einer Saison immer leichter, weil keiner weiß, wo man steht. Von daher haben wir nur jetzt eine Chance, bevor sie richtig eingespielt sind. Wir haben ja schon mal erlebt, wie es ist da zu gewinnen. Wir sind Underdog, aber wir sind niemals chancenlos und wir werden alles in die Waagschale werfen und vielleicht können wir sie ärgern. Sie müssen zu Hause gewinnen, denn es ist das erste Heimspiel – wir können! Auswärts haben wir nichts zu verlieren. Keiner erwartet irgendwas von uns und das ist auch unsere Stärke. So können wir ganz befreit auftrumpfen. Wir sind gut drauf, haben gut trainiert und gute Ergebnisse erzielt. Jetzt freuen wir uns ganz einfach, dass es endlich losgeht. Wir haben richtig Bock und wenn wir es dann auch schaffen, das auf das Feld zu bringen, dann wird das ein geiles Spiel“, so Heike Ahlgrimm. Einfach soll es für den THC auf keinen Fall werden. „Wir werden sie ärgern. Sie müssen sich definitiv die zwei Punkte erkämpfen und wenn sie die haben wollen, dann müssen sie eine Top-Leistung abrufen. Ich bin froh dass endlich losgeht und dann gucken wir, was geht.“