Alles Gute zum 90ten, Alma!

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Alles Gute zum 90ten, Alma!

Alles Gute Alma! Das Bild entstand heute auf ihrem 90. Geburtstag. / Bild: (c) Flames

Wir gratulieren am heutigen Tag unserer Alma zum 90. Geburtstag! Die Flames–Familie wünscht viel Gesundheit, weiterhin viel Freude mit Deinen Flames – bleib uns noch lange erhalten!
Zu Ehren von Alma haben wir hier für euch noch ein Interview, dass unser Horst Knop mit Alma geführt hat. In losen Abständen werden wir euch auf unserer Webseite weitere, interessante Geschichten aus der langen Tradition des Auerbacher Handballs präsentieren.

Zur Person: Alma Reif, geb. Rippert, war Mitglied der ersten Frauenmannschaft überhaupt in Bensheim-Auerbach im Jahre 1946, also mit 18 Jahren. Sie ist somit ein absoluter Zeitzeuge in Sachen Frauenhandball in Auerbach.

Kn.: Liebe Alma, wie kamst Du 1946 zum Handball und wo wurde damals überhaupt trainiert und gespielt?
A.R.: Wie alle Mädels haben wir geturnt und nebenbei Korbball gespielt. Nach dem Krieg sind wir dann zum Handball gewechselt, aber das Turnen auch beibehalten. Daher war die Turnhalle der Schlossbergschule auch unsere Trainingsstätte. Großfeldhandball haben wir entweder auf dem Sportplatz im Sand, sofern die Amerikaner nicht den Platz belegt hatten, oder auf dem Schönberger Sportplatz einmal wöchentlich geübt und am Sonntag gespielt. Ab 1948 fanden auch Spiele auf dem Kleinfeld statt.

Kn.: Welche Rolle spielte in den Jahren 1946 – 1950 die Auerbacher Frauenhandballmannschaft auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene?
A.R.: Frauenhandball war im Kreis auf wenige Orte begrenzt. Wir spielten gegen TV Bensheim, TV Bürstadt, TV Reisen, SV Nieder-Liebersbach, TSV Birkenau und manchmal gegen Mannschaften aus Nordbaden. Auf Bezirksebene waren wir in den ersten Jahren dominierend, auf Landesebene hatten wir gegen die Eintracht aus Frankfurt nichts zu bestellen, aber gegen andere konnten wir schon bestehen.

Kn.: Gibt es außer Dir noch weitere lebende Mitglieder jener Erfolgsmannschaft der TSG?
A.R.: Ja, zum einen die beiden Tanten von Karin Massoth-Klein, die beiden Kienz-Schwestern Eva Merk und Emmy Engel, Gretel Völker-Ritsert und Else Arnold-Lang.

Kn.: Wie verlief Dein weiterer sportlicher Werdegang?
A.R.: Nach einer Handballpause mit Heirat und Geburt unseres Sohnes Dieter bin ich erst nach der Fusion 1965 auf Veranlassung des TSV-Trainers Wilhelm Röder wieder zum Handball zurückgekommen. Danach folgten rund 15 Jahre in allen Mannschaften von der 1. bis zur 4. Mannschaft. Meine Trainer in diesen Jahren hießen neben Wilhelm Röder, Karl Brückmann, Richard Brückmann und Horst Knop.

Kn.: Weißt Du noch, wann und wo Du dein letztes offizielles Handballspiel bestritten hast?
A.R.: Genaues weiß ich nicht, aber den Bildern nach muss es um 1980 gewesen sein.
Kn.: Alma, ich glaube, ich war als dein Trainer dabei. Bei einem Spiel in Gadernheim warst du mit über 50 Jahren im Gegenstoß einer halb so alten Gegnerin im Tempogegenstoß davon gelaufen und nach einem Stoß in den Rücken gegen den Torpfosten geprallt. Unser gemeinsamer Weg führte in das Lindenfelser Krankenhaus. Danach war für dich Schluss!

Kn.: Welches war Dein schönstes Erlebnis im Bereich Handball?
A.R: Gerne erinnere ich mich an die Auslandsfahrten mit der Jugend nach Schweden, Dänemark und England. Aber natürlich sind mir noch viele Begebenheiten als Betreuerin der 1. Frauenmannschaft in der Bundesliga von 1982 – 2000 in bester Erinnerung.

Kn.: Zum Schluss, was wünschst Du dir für den Frauenhandball in Auerbach?
A.R.: Dass alles so erfolgreich fortgeführt wird wie in all den Jahren zuvor, ob in 1. oder 2. Liga!

Kn.: Liebe Alma, vielen Dank für diese interessanten Erinnerungen.