20:33 Niederlage in Metzingen – Flames auch im Rückspiel gegen den Tabellendritten chancenlos

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20:33 Niederlage in Metzingen – Flames auch im Rückspiel gegen den Tabellendritten chancenlos

Lisa Friedberger war mit 5 Toren erfolgreichste Torschützin der Flames / Bild: ©Andrea Müller

Es gibt Mannschaften die liegen einem sportlich, obwohl sie besser besetzt sind und es gibt Mannschaften, die liegen einem nicht. Genauso geht es den Flames der HSG Bensheim/Auerbach diese Saison mit der TuS Metzingen. Und hier trifft eindeutig das Letztere zu. Während die Flames im Hinspiel zu Hause beim 21:34 vor ausverkaufter Halle schon die höchste Saisonniederlage hinnehmen mussten, war der Tabellendritte auch im Rückspiel in allen Belangen den Flames überlegen und dies hatte fast das identische Endergebnis zur Folge. Mit einem deutlichen 33:20 (17:8) wurden die Flames wieder nach Hause geschickt. Monika Kobylinska war mit sechs Toren erfolgreichste Werferin der TusSies, bei den Flames war Lisa Friedberger mit 5 Toren am erfolgreichsten.

Trotzdem könnten die Flames eventuell dennoch an diesem Wochenende den vorzeitigen Klassenerhalt in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) feiern. Denn am Sonntagnachmittag spielt der SV Union Halle-Neustadt noch gegen die HSG Blomberg-Lippe. Sollte Halle verlieren, dann sind die Flames auch im dritten Jahr in Folge Erstligist.

Mit 9:3 Punkten im Gepäck und dabei die letzten vier Spiele ungeschlagen, reisten die Flames durchaus mit Selbstvertrauen nach Metzingen. Die Tussies hatten sich letzte Woche bereits vorzeitig den dritten Tabellenplatz und damit zum fünften Mal in Folge die Teilnahme am internationalen Wettbewerb gesichert. Außerdem haben die TusSies die beste Tordifferenz der Liga und keine Mannschaft hat bisher so viele Tore geworfen.

Obwohl die TusSies schon die ganze Saison mit Verletzungen zu kämpfen haben, so stehen TuS-Trainer André Fuhr bei dem großen Kader immer noch genug gute Alternativen zur Verfügung, während bei den Flames in diesem Spiel schon zu sehen war, dass die letzten Wochen viel Kraft gekostet haben und einem Trainer dann auch die Alternativen auf der Bank ausgehen.

Die TusSies schonten gegen die Flames erneut Nationaltorhüterin Isabell Roch und verzichteten auf deren Einsatz, damit sie beim Final Four am 25./26.05.2019 fit ist. In TuS-Torfrau Madita Kohorst fanden die Flames allerdings ihren Meister. Kohorst entschärfte alleine vier Siebenmeter der Flames sowie viele freie Bälle und Gegenstöße und war damit ein starker Rückhalt ihrer Mannschaft. Im Angriff nutzten ihre Mitspielerinnen in der ersten Halbzeit wiederum fast jede Torchance.

Die Flames gingen zwar durch Bogna Sobiech in Führung, jedoch man merkte schon kurz danach, dass hier heute nicht viel zu holen ist. Bis zum 3:5 (9.) blieben die Flames noch am Favoriten dran, doch dieser erhöhte über 3:8 (13.) und 7:14 (23.) seinen Vorsprung kontinuierlich. So lagen die Gastgeberinnen zur Pause beim 17:8 bereits mit neun Treffern vorn.

Zu Beginn der 2. Halbzeit verkürzten zwar nochmal Merel Freiks und Caroline Hettinger auf 10:17 (33.), doch Metzingen zog sein schnelles Spiel konsequent durch, auch wenn sie zweimal mit einem Siebenmeter an Helen van Beurden im Flames-Tor scheiterten. Da auch die Flames in der 2. Halbzeit zwei Siebenmeter sowie paar klare Torchancen liegen ließen, gab es am Ende dann doch eine deftige 20:33 Niederlage.

Aber davon werden sich die Flames nicht unterkriegen lassen. Selbst wenn es heute mit dem endgültigen Klassenerhalt noch nicht klappen sollte, dann haben sie immer noch drei Spiele und haben es selbst in der Hand das eventuell noch fehlende Pünktchen zu holen.

Am Samstag, 04.05.2019 (17.30 Uhr, Weststadthalle) treffen die Flames im vorletzten Heimspiel auf die HSG Bad Wildungen Vipers

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (Bensheim):
Glückwunsch an Metzingen zum verdienten Sieg. Ich glaube, man hat heute gesehen, warum sie oben stehen und wir unten stehen. Wir haben heute einfach keine Chance gehabt. Metzingen hat sehr beweglich und temporeich gespielt. Bei uns hat nichts geklappt. Die Abwehr hat nicht gestanden, im Angriff haben wir große Probleme gehabt. Auch unsere Torhüter hatten keinen guten Tag und dann ist es halt an so einem Tag, dass es dann schwer wird gegen Metzingen zu bestehen. Davon wird unsere Welt aber jetzt nicht untergehen. Aber wir werden das kurz besprechen, weil wir drei Spiele haben, die für uns wichtig sind. Man muss heute einfach anerkennen, dass Metzingen besser war und das machen wir, dafür sind wir Sportler. Von daher wird es für uns nächste Woche weitergehen und wir werden uns jetzt nicht unterkriegen lassen. Wir haben in den letzten Wochen gute Aktionen gehabt und haben jetzt nochmal einen Rückschlag. Aber ich glaube, dass wir da wieder gestärkt herauskommen werden und zu Hause nächste Woche ein gutes Spiel gegen Bad Wildungen machen werden

André Fuhr (Metzingen):
Ich finde, wir haben heute eine sehr seriöse und gute Leistung geboten. Wir haben über 60 Minuten unser Spiel durchgespielt, wir haben einen ungefährdeten Sieg gelandet. Ich glaube auch, in der Höhe war er verdient. Man darf nicht vergessen, Bensheim hatte zuletzt einen sehr, sehr guten Lauf. Sie holten 9:3 Punkte in Folge und kamen auch mit sehr viel Schwung hierher. Wenn man sieht wie dezimiert unser Kader im Moment ist, wie wir da hin- und herschieben und wie viele Spielerinnen auf ungewohnten Positionen ihren Job sehr gut machen, dann hat das alles viel Spaß gemacht. Ich glaube, wir haben ein hohes Tempo gesehen für den Frauenhandball und es war ein runder Abschluss für uns zu Hause in dieser Halle. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Statistik: 

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Helen van Beurden – Rafika Ettaqi, Caroline Hettinger (3), Martha Logdanidou (2/1), Sanne Hoekstra (2/1), Lisa Friedberger (5), Merel Freriks (3), Sarah van Gulik, Julia Maidhof (4/2), Bogna Sobiech (1).

TuS Metzingen:
van de Polder, Kohorst – Zapf (5), Kobylinska (6), Kovacs, Minevskaja (4/3), Niederwieser (5), Harsfalvi (5), Vollebregt (4), Haggerty (1), Benhke (3)

Siebenmeter: 5/3 (Minevskaja und Kobylinska scheitern an van Beurden) – 8/4 (Hoekstra, Maidhof und 2 x Friedberger scheitern an Kohorst)

Zeitstrafen: Haggerty – Ettaqi, van Gulik

Schiedsrichter: Ramesh Thiyargarajah, Suresh Thiyargarajah

Zuschauer: 1050