Unglückliche 25:27 Niederlage nach Spiel auf Augenhöhe

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Unglückliche 25:27 Niederlage nach Spiel auf Augenhöhe

Vertragsverlängerung und 5 Tore gegen Göppingen: Bogna Sobiech / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Eine knappe 25:27-Niederlage mussten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach nach 60 Minuten tollem Kampf in der Weststadthalle hinnehmen. Die Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm kämpfte dabei 60 Minuten aufopferungsvoll und bot gegen den Favoriten Frisch Auf Göppingen ein Spiel auf Augenhöhe. Ein paar kleine Fehler mehr waren dann aber am Ende ausschlaggebend, dass es erneut nicht für Zählbares reichte.

Die Voraussetzung für diese Begegnung waren für Heike Ahlgrimm und ihr Team alles andere als optimal. Neben den beiden Langzeitverletzten Josephine Körner und Vildana Halilovic mussten sie ebenfalls weiter auf die erkrankte Rafika Ettaqi verzichten. Anja Ernsberger saß grippegeschwächt auf der Bank und Sanne Hoekstra, die die letzten Wochen in herausragender Form war und bisher auch die meisten Tore erzielte, verletzte sich am Freitag im Abschlusstraining und musste ebenfalls auf der Tribüne Platz nehmen.

So musste die Flames-Trainerin ihre Aufstellung umbauen und Kreisläuferin Merel Freriks auf Rechtsaußen stellen, die ihre Sache auf der ungewohnten Position aber richtig gut machte. „Bei den vielen Verletzten muss man sich schon Gedanken machen, wie man spielt. Aber ich denke, dass Merel das richtig gut gemacht hat auf Außen“, gab es dann auch ein Lob von der Trainerin.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit ausgeglichen. Die Flames führten 3:1 (5.), Göppingen glich durch zwei Siebenmetertreffer von Maxime Struijs zum 3:3 (7.) aus und ging nach zwei weiteren Toren von Prudence Kinlend mit 5:3 (8.) in Führung. Nach einer knappen Viertelstunde stand es  8:5 für Göppingen. Jessica Kockler verhinderte einen höheren Rückstand durch einen gehaltenen Siebenmeter von  Maxime Struijs. Sarah van Gulik, Caroline Thomas und Merel Freriks sorgten wieder für den 8:8 Ausgleich (19.). Es blieb weiter eng. Der verwandelte Siebenmeter von Carolin Schmele zum 13:12 (27.) bedeutete wieder die Führung für die Flames. Mit einem 14:14 Gleichstand ging es dann in die Halbzeitpause.

Das 15:14 durch Martha Logdanidou war das erste Tor nach dem Seitenwechsel. Göppingen konnte durch 3 Tore in Folge zum 15:17 (37.) erstmals wieder mit 2 Toren in Führung gehen. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm  zog direkt danach die grüne Karte und ihr Team glich anschließend wieder zum 17:17 (42.) aus. Das Spiel blieb weiter spannend und beide Mannschaften waren absolut auf Augenhöhe. Carolin Schmeles 24:23 (52.) vom Siebenmeterpunkt sollte dann allerdings die letzte Führung der Flames sein. Jetzt schlichen sich paar Fehler ein und da zeigte sich dann die langjährige Bundesligaerfahrung und Cleverness von Göppingen, die aus dem 23:24 Rückstand eine 26:24 Führung machten. Das das Spiel bis zum Schluss spannend blieb, hatten die Flames in dieser Phase auch ihrer starken Torfrau Jessica Kockler zu verdanken, die zwei völlig freie Würfe entschärfte.

„Wir wollten in dem Moment wahrscheinlich zu viel und haben dann auch vom Kopf her nicht mehr clever agiert, weil wir nicht mehr das gespielt haben, was vorher unser Erfolg war. Auf der anderen Seite müssen wir auch sagen, dass uns Jessi mit zwei hundertprozentigen Paraden im Spiel gehalten hat. Von daher müssen wir daran arbeiten, dass wir in den entscheidenden Situationen cleverer sind. Da sind uns alle anderen Mannschaften einen Schritt voraus und wir werden es weiter versuchen, dass wir die eins, zwei Fehler vermeiden, um am Ende vielleicht einen Punkt oder sogar zwei mitzunehmen“, bilanzierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm die Schlussphase.

Bogna Sobiech und Michaela Hrbkova sorgten für den 25:27 Endstand.

Die Mannschaft von Trainer Aleksandar Knesevic konnte somit auch bei den Flames ihren grandiosen Lauf seit der WM-Pause fortsetzen, denn seit Dezember verloren die Frisch Auf Frauen nur ein Spiel gegen den souveränen Tabellenführer Thüringer HC und können sich weiterhin Hoffnung auf einen Platz im internationalen Wettbewerb machen.

Auch wenn die Flames erneut ohne Punkte dastehen, so können sie trotzdem zuversichtlich auf das nächste Spiel beim VFL Oldenburg (Sonntag, 18.03.2018, 16:30 Uhr, EWE Arena Oldenburg) schauen. Trotz der Ausfälle spielten sie diesmal 60 Minuten auf Augenhöhe und wenn die kleinen Fehler noch abgestellt werden, dann sollte es doch bald mal mit der Belohnung durch Punkte klappen.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach Flames):
Erstmal Glückwunsch an Göppingen für den Sieg. Ich muss meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben wirklich 60 Minuten gekämpft, gerackert und geackert. Wir haben heute keinen Hänger im Spiel gehabt, sondern wir haben 60 Minuten auf Augenhöhe mit Göppingen agiert. Am Ende haben wir eins, zwei Fehler zu viel gemacht. Wir führen 24:23, haben die Möglichkeit mit 2 Toren wegzugehen und machen es nicht und kriegen dann zwei, drei Tore, weil wir einfach zu viele Fehler machen. Deswegen stehen wir am Ende wieder mit leeren Händen da. Das ist heute bitter. Aber ich muss auch sagen, dass wir heute wieder 2 Ausfälle zu beklagen haben und dann wird es halt immer schwerer.

Aleksandar Knesevic (Frisch Auf Göppingen):
Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Gratulation an beide Teams. Sie haben super gekämpft und super Handball gespielt. Wir wussten das es ein schweres Spiel wird, weil Bensheim nach vorne einen guten Handball spielt und es schwierig ist hier zu gewinnen.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach Flames: Jessica Kockler, Pauline Radke  – Anja Ernsberger, Carolin Schmele (6/6), Caroline Thomas (5), Martha Logdanidou (1), Larissa Platen, Lisa Friedberger, Merel Freriks (2), Sarah van Gulik (2), Julia Maidhof (5), Bogna Sobiech (4).

Frisch Auf Göppingen: Kristy Zimmerman, Edit Lengyel – Anja Brugger, Maxime Struijs (3/2), Karin Weigelt, Johann Schindler (2), Prudence Kinlend (7), Michaela Hrbkova (6/1), Iris Guberinic (4/2), Alexandra Sviridenko, Lea Schuhknecht, Petra  Adamkova (5), Lina Krhlikar, Anna Bergschneider

Siebenmeter: 7/6 (Schmele scheitert an Lengyel) – 7/5 (Struijs und Hrbkova scheitern an Kockler)

Schiedsrichter: Maike Merz, Tanja Schilha

Zuschauer: 920