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Underdog erwartet den zukünftigen Deutschen Meister

THC-Trainer Herbert Müller – hier beim Hinspiel im Gespräch mit Heike Ahlgrimm – steht mit dem THC kurz vor der 7. Deutschen Meisterschaft / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Am Samstag, 14.04.2018 (17.30 Uhr Weststadthalle in Bensheim) kommt es zum Spiel David gegen Goliath. Denn mit dem Thüringer HC empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach das überragende Team der Handball Bundesliga Frauen (HBF) und zukünftigen Deutschen Meister.

Mit 38:2 Punkten und 631:481 Toren führt der THC souverän mit 7 Punkten Vorsprung auf den amtieren Deutschen Meister SG BBM Bietigheim die Tabelle an und es nur die Frage, wann der THC vorzeitig den 7. Deutschen Meistertitel feiern kann. Die einzigen beiden Punkte verlor man überraschend am 06.01.2018 bei der 30:27 Niederlage bei der HSG Bad Wildungen/Vipers.

Das Team von Trainer Herbert Müller ist eine Mannschaft der Superlative und gespickt mit Nationalspielerinnen. Mit Iveta Luzumová hat man die beste Torschützin der Liga. Allein 180/70 Tore gehen auf ihr Konto, auf Platz 6 der Liga folgt schon die nächste THC-Spielerin. Die österreichische Nationalspielerin Beate Scheffknecht hat mit 109/2 Toren ebenfalls schon die 100er Marke geknackt und auch Lydia Jakubisová ist mit ihren 82 Toren nicht mehr weit davon entfernt.

Von daher ist die Ausgangslage für die Flames als Underdog in diesem Spiel noch deutlicher, wie in allen anderen Spielen und sie haben nichts zu verlieren, denn auch personell hat sich die Lage gegenüber den letzten Spielen nicht weiter verbessert.

THC-Kader Herbert Müller kann dagegen fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch die lange Verletzten Alexandra Mazzucco und Nina Schilk sind wieder fit. Lediglich Anne Hubinger und die schwangere Kerstin Wohlbold fallen aus.

Flames sind Underdog

„Wir sind jetzt hier der absolute Underdog. Das haben wir zwar bei vielen Mannschaften gesagt, aber das ist für mich die beste deutsche Mannschaft dieses Jahr und der neue Deutsche Meister. Sie haben einen Riesenabstand, sind absolut souverän. Da kannst Du nur den Hut davor ziehen. Von daher haben wir einfach nichts zu verlieren“, sieht die Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm die Ausgangslage realistisch.

Das Hinspiel gewann der THC am 23.12.2017 mit 37:24 und brachte den Flames die höchste Saisonniederlage bei. Nach 14 Minuten führte der THC bereits mit 13:4 und ging mit einem 22:13 in die Kabine. In der 2. Halbzeit steigerten sich die Flames, waren aber trotzdem chancenlos. Von daher gilt es die Fehler möglichst zu minimieren, um nicht unter die Räder zu kommen.

„Wir müssen halt gucken, dass wir nicht zu viele Fehler machen, weil jeder Fehler sofort bestraft wird. Die gehen gnadenlos Tempo. In Thüringen haben wir die 1. Viertelstunde richtig schlecht gespielt, zu viele Fehler gemacht und lagen nach der Viertelstunde schon aussichtslos mit 10 Toren hinten. Dann haben wir das in der 2. Halbzeit ganz gut gemacht und ziemlich ausgeglichen gestaltet und diese knapp verloren. Von daher müssen wir da anknüpfen. Wir sind ein bisschen gehandicapt, denn wir sind immer noch so wenig. Aber wir werden alles versuchen, um mit dem kleinen Minikader vor unserem Publikum ein schönes Spiel zu machen“ äußert Heike Ahlgrimm ihre Wünsche und Vorgehensweise zum Spiel.

„Aber das ist David gegen Goliath und diesmal in der größten Form, die man sich vorstellen kann. Herbert macht da seit Jahren eine hervorragende Arbeit und unsere Fans sind auch gut miteinander befreundet“, so die Flames-Trainerin weiter.

Ihr Trainerkollege Herbert Müller hatte in der THC-Pressekonferenz zu diesem Spiel aber auch viele lobende Worte für Heike Ahlgrimm und ihr Team: „Heike Ahlgrimm macht in Bensheim super Arbeit, nach anfänglichen Problemen hat das Team mittlerweile zehn Punkte gesammelt. Es gibt hier eine gute Mischung aus Erfahrung (Schmele, van Gulik) und hungrigen Spielerinnen, sie können jetzt ohne Abstiegssorgen frei aufspielen. Sie haben in den Spielen nie aufgegeben, glauben speziell in den Heimspielen immer an ihre Chance und wollen nicht einfach nur ein gutes Ergebnis einfahren, sondern einfach immer gewinnen. Diese Ergebnisse sind kein Zufall, das zeugt natürlich von Qualität“.

Freuen wir uns also am Samstag auf die beste Mannschaft in Deutschland und einen unterhaltsamen Handballabend mit einem schönen Spiel. Freuen tun sich die Fans auf beiden Seiten allemal, denn der Fanclub der Flames und der THC-Fanclub „Rote Wand“ sind seit dem FINAL4 im DHB-Pokal 2011 in Göppingen bestens miteinander befreundet.