Starke Abwehrleistung und couragiertes Auftreten der Flames in Bietigheim

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Starke Abwehrleistung und couragiertes Auftreten der Flames in Bietigheim

Erneut starke Abwehrleistung der Flames (hier Merel Freriks und Lisa Friedberger mit der ehemaligen Flames-Spielerin Antje Lauenroth) / Bildrechte: ©Andrea Müller

Es war ein toller Auftritt der Flames der HSG Bensheim/Auerbach, die erneut eine starke Abwehrleistung boten und gerade einmal 26 Tore des haushohen Favoriten zuließen und die erste Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe boten. Nur aufgrund einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und einer überragenden Nationaltorhüterin Dinah Eckerle konnte die SG BBM Bietigheim das Spiel mit 26:21 (11:10) für sich entscheiden und ist auch nach dem 5. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) weiterhin verlustpunktfrei. Die Flames belegen mit 2:8 Punkten den 11. Platz.

Es war ein beherzter Auftritt, den die Flames in der Bietigheimer Sporthalle am Viadukt hinlegten. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm hatte ihre Mannschaft sehr gut auf den mit Nationalspielerinnen aus mehreren Nationen gespickten Kader eingestellt und die Flames boten mindestens 45 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe. Es war kein Unterschied zu sehen zwischen der Mannschaft, die am Wochenende noch einen sensationellen Sieg in der Champions League, der Königsklasse im europäischen Handball, hinlegte und den Flames, die auch diese Saison wieder um den Klassenerhalt kämpften.

Das Bietigheim mit überhaupt mit einer knappen 11:10 Führung in die Pause gehen konnte, hatten sie überwiegend ihrer überragenden Torfrau Dinah Eckerle zu verdanken.

Die Flames begannen vor 562 Zuschauern konzentriert und knüpften an die gute Abwehrleistung des Spieles gegen die Neckarsulmer Sportunion an. Laura van der Heijden erzielte nach 5 Minuten den ersten Treffer des Spiels. Zwei Treffer von Julia Maidhof, davon einer per Siebenmeter, brachten die Flames mit 2:1 in Führung (8.) und SG BBM-Coach Martin Albertsen nahm bereits seine erste Auszeit. Caroline Thomas erhöhte auf 3:1 (9.) für die Flames. Die SG BBM durfte sich weiter bei Dinah Eckerle bedanken, dass der Rückstand nicht noch deutlicher ausfiel, denn die Nationaltorhüterin wehrte bereits in den ersten 14 Minuten acht 100%ig Chancen, darunter zwei Siebenmeter, ab.

Bietigheim konnte daher den 1:3 Rückstand in eine 5:3 Führung wandeln (15.). Jetzt legte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm die grüne Karte und nahm ihre erste Auszeit und die Flames glichen anschließend durch Julia Maidhof und Merel Freriks wieder zum 5:5 (20.) aus. Bietigheim legte weiter mit einem Tor vor, die Flames glichen aus. Nach dem 8:8 (25.) durch Bogna Sobiech erhielt Daniela Gustin eine Zeitstrafe. SG BBM-Coach Martin Albertsen nahm seine Torfrau zugunsten einer weiteren Feldspielerin aus dem Tor, was von den Flames gnadenlos ausgenutzt wurde. Erst erzielte Torfrau Jessica Kockler die 9:8 Führung, dann erhöhte gar Sarah van Gulik auf 10:8 (27.), als beide ins leere Tor trafen.

Die letzten drei Minuten der ersten Halbzeit gelang den Flames jedoch kein Treffer mehr. Zweimal Fie Woller und Angela Malestein sorgten für den 11:10 Halbzeitstand.

Den ersten Treffer der 2. Halbzeit erzielte wieder  Laura van der Heijden zum 12:10 (31.). Ihr 14:11 (33.) brachte die SG BBM erstmals mit drei Treffern in Front. Doch die Flames gaben nicht auf. Die Flames gaben sich aber nicht auf und kämpften weiter. Bietigheim gelang es nicht, sich vorentscheidend abzusetzen. Carolin Schmele verkürzte nochmals zum 16:18 (45) aus Flames-Sicht.

Die letzte Viertelstunde gelang es der SG BBM dann aber doch noch ihre Klasse ausspielen und gewann am Ende mit 26:21. Ein Ergebnis mit dem die Flames mehr als zufrieden sein können, wenn man den Kader von Bietigheim betrachtet. Sie haben eine couragierte Leistung gezeigt und gegen so eine Spitzenmannschaft nur 26 Tore zugelassen. Torfrau Jessica Kockler wurde als beste Gästespielerin ausgezeichnet.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm war zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft: „Glückwunsch an Bietigheim für den am Ende auch verdienten Sieg. Wir haben uns vorgenommen Bietigheim lange zu ärgern und das haben wir geschafft. Wir haben Bietigheim nur 26 Tore zugelassen, aber wir haben zu viel verworfen und zu viele unglückliche Entscheidungen getroffen. Aber nichtsdestotrotz können wir hier wieder erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Das ist das, was wir mitnehmen, weil die Spiele, wo wir Chancen haben, die kommen noch. Wenn wir diese Leistung gegen andere Mannschaften zeigen, dann brauche ich keine Angst haben, dass wir die Klasse halten“, resümierte sie nach dem Spiel.

Verzichten musste Heike Ahlgrimm auf Vildana Halilovic, Anja Hoekstra und Martha Logdanidou, die kurzfristig krankheitsbedingt nicht spielen konnte. Anja Hoekstra wurde zwischenzeitlich erfolgreich an der Hand operiert und wird den Flames ca. 3 Monate fehlen.

Am Wochenende sind die Flames spielfrei. Das nächste Spiel ist am Samstag, 27.10.2018 um 17.30 Uhr in der Weststadthalle. Mit Borussia Dortmund kommt dann die nächste Spitzenmannschaft nach Bensheim.

Statistik:

SG BBM Bietigheim: Dinah Eckerle, Valentyna Salamakha – Maura Vissser (4/1), Charris Rozemalen (1), Antje Lauenroth (4), Ines Ivancok, Anna Loerper, Laura van der Heijden (7), Luisa Schulze (1), Karolina Kudlacz-Gloc (1/1), Kim Naidzinavicius (2), Fie Woller (4), Daniela Gustin (1), Angela Malestein (1), Kim Braun.

HSG Bensheim-Auerbach: Jessica Kockler (1), Helen van Beurden – Carolin Schmele (3/3), Rafika Ettaqi, Caroline Thomas (3), Simone Spur Petersen, Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger, Merel Freriks (3), Sarah van Gulik (1), Julia Maidhof (6/3), Bogna Sobiech (3).

Siebenmeter: 3/2 – 10/6

Zeitstrafen: 3/3

Zuschauer: 562

Schiedsrichter: Daniela Kuschel, Sandra Senk