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Sensation ist perfekt – Flames feiern 1. Saisonsieg über den Tabellendritten Metzingen

Der Jubel über den ersten Sieg kannte keine Grenzen / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Einen perfekteren Start ins neue Jahr hätten sich die Flames der HSG Bensheim/Auerbach nicht wünschen können. Als Underdog wurde der Favorit TuS Metzingen nach einem fulminanten Endspurt mit 24:23 (11:15) besiegt. Der Jubel und die Freude über den 1. Saisonsieg kannte bei dem Team und den 1.250 begeisterten Zuschauern keine Grenzen. Die Flames verließen durch den Sieg zudem die Abstiegsränge.

Sie waren dieses Saison schon so oft so nahe dran, doch es sollte bisher am Ende nicht reichen. Gestern konnten sich die Flames dann endlich für die guten Leistungen der bisherigen Saison belohnen und ihren Aufwärtstrend bestätigen. Dabei sah es 4 Minuten vor dem Ende nicht nach einem Sieg oder überhaupt nach einem Punktgewinn aus. Die TuS Metzingen führte mit 23:19, konnte aber in der restlichen Spielzeit keinen Treffer mehr erzielen und musste sich den aufopferungsvoll kämpfenden Flames mit 24:23 geschlagen geben.

Das Spiel war die ersten Minuten ausgeglichen. Einen 1:2  Rückstand nach knapp 4 Minuten wandelten die Flames in eine 4:2 Führung nach 7 Minuten. Jetzt konnte die TuS Metzingen wiederum den 2:4-Rückstand  durch eine 5:0-Serie auf 4:7 wandeln  (12.). Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nahm daraufhin eine Auszeit. Die Flames ließen sich bis zum 8:9 (21.) nicht abschütteln. Dann zogen die Tussies auf 10:15 davon. Julia Maidhof gelang mit dem Halbzeitpfiff noch das 11:15.

Mit einem 11:15 Rückstand in die 2. Halbzeit

Erneut Julia Maidhof und Sanne Hoekstra per Siebenmeter verkürzten nach der Pause auf 13:15 (33.). Maren Weigel und Shenia Minevskaja zum 13:17 stellten den alten Abstand wieder her (36.). Die Flames ließen sich aber nicht abschütteln und verkürzen immer auf 3 Tore und durch einen verwandelten Siebenmeter von Sanne Hoekstra beim 16:18 (40.) erstmals auch wieder auf 2 Tore. anschließend scheiterte Anna Loerper an der bärenstark haltenden Jessica Kockler im Flames-Tor. Marija Obradovic erhöht für die TusSies auf 16:19 (45.) und Heike Ahlgrimm nimmt die Auszeit für die Flames.

Drei Minuten gelingt keiner Mannschaft ein Tor, dann verkürzt Bogna Sobiech auf 17:19 (49.). Zweimal Maren Weigel und die Tussies führen wieder mit vier Toren beim 17:21 (53.). Angetrieben von ihren Fans kämpfen die Flames weiter. Auch nicht, als Marlene Zapf vier Minuten vor dem Ende das 19:23 wirft und die TusSies sich wohl schon als Sieger wähnten. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm hatte seit langem erstmals wieder auf eine 3:2:1-Abwehr umgestellt, womit die TusSies überhaupt nicht zurechtkamen. Diese Abwehr und Jessica Kockler ließen in den letzten 6 Minuten des Spiels keinen Treffer mehr zu und starteten ihre Aufholjagd. Rafika Ettaqi, zweimal Carolin Schmele und Sarah van Gulik glichen zum 23:23 (59:22 Minute) aus.

Eigentlich hoffte jetzt jeder nur noch, dass man wenigstens diesen Punkt behalten wollte, doch es sollte noch besser kommen. In der Abwehr wurde der Ball erkämpft und steil auf Caroline Thomas nach vorne gespielt, die alleine auf Isabell Roch zulief und sicher 7 Sekunden vor dem Ende zum 24:23 Siegtreffer einnetzte. Jetzt gab es kein Halten mehr und die Halle stand Kopf und das Feiern hatte kein Ende mehr.

Verdienter Lohn für gute Leistungen

Endlich wurde die Leistung belohnt und man konnte den ersten Sieg einfahren. Damit sind die Flames der HSG Bensheim/Auerbach nach den beiden Unentschieden gegen den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim und dem TV Nellingen sowie dem gestrigen Sieg seit drei Spielen ungeschlagen Da Nellingen in Buxtehude mit 44:32 unterlag, konnte man in der Tabelle die Plätze tauschen und erstmals wieder auf den ersten Nichtabstiegsplatz klettern.

Am nächsten Wochenende sind die Flames spielfrei, da hier das Viertelfinale im DHB-Pokal stattfindet.

Das nächste Heimspiel ist dann am 20.01.2018 um 17:30 Uhr gegen den amtierenden Deutschen Pokalsieger Buxtehuder SV. Hier hoffen die Flames natürlich auf genauso tolle Zuschauerunterstützung, wie gegen Metzingen.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Rene Hamann-Boeriths (Metzingen): Für uns war das heute nicht das, was wir geträumt haben. Ich denke, wir haben vor diesem Spiel gewusst, dass es ganz schwierig wird. Wir haben gesehen, dass auch Bietigheim hier große Probleme hatte und auch nur mit 3-4 Toren im Spiel geführt hat und am Schluss war es ganz eng. Und so war es auch heute. Wir haben gewusst, dass wir 60 Minuten bereit sein müssen und das haben wir nicht geschafft. Die letzten Minuten waren nicht gut genug. Wir haben in den letzten Minuten viel verworfen und dann hat Carolin Schmele zu viele einfache Tore gegen uns gemacht. Es ist klar, dass wir mit unseren Zielen solche Spiele gewinnen müssen. Das haben wir heute nicht gemacht und da kann ich nur Glückwunsch an Bensheim sagen. Wenn man so ein Spiel gewinnt, dann ist das verdient.

Heike Ahlgrimm (Bensheim): Zum Spiel fehlen uns heute einfach auch die Worte. Wir haben immer davon geträumt, die ersten 2 Punkte einzufahren und haben immer gesagt, das wir kommen und wir kämpfen und jeder, der hier in die Halle kommt, sich jeden Punkt auch erkämpfen muss. Ich ziehe den Hut vor den Mädels. Wir haben nie aufgesteckt. Wir haben mit 5 Toren hinten gelegen und wir haben immer an uns geglaubt und immer weiter gekämpft. Natürlich ist dann das Glück heute auch auf unserer Seite. Aber das muss man sich auch erarbeiten und ich bin heute einfach nur froh, weil wir den ersten Sieg haben. Jetzt werden wir einfach weiterarbeiten und unsere Punkte sammeln.

HSG Bensheim/Auerbach Flames: Kockler, Radke – Emsberger, Schmele (5), Ettaqi (1), Halilovic, Thomas (4), Logdanidou, Hoekstra (5/3), Freriks, Körner (1), van Gulik (4), Maidhof (2), Sobiech (2)

TuS Metzingen: Jankovic, Roch – Zapf (7), Amega, Loerper (3/3), Minevskaja (1), Karlsson (1), Ingenpaß, Großmann (1), Weigel (5), Obradovic (2), Beddies, Behnke (3)

Siebenmeter: 4/3 (Hoekstra scheitert an Roch) – 4/3 (Loerper scheitert an Kockler)

Zeitstrafen: Freriks / –  Schiedsrichter: Ronny Dedens, Nico Geckert