Schwere Auswärtshürde nach der langen EM-Pause

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Schwere Auswärtshürde nach der langen EM-Pause

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm hat ihre Mannschaft in der langen EM-Pause gut vorbereitet / Bildrechte: ©Andrea Müller

Mehr als fünf Wochen ist das letzte Spiel für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) bereits vorbei. Mit dem schweren Auswärtsspiel am Donnerstag, 27.12.2018 (19:30 Uhr, Ostermann-Arena Leverkusen), bei den Werkselfen des TSV Bayer 04 Leverkusen starten die Flames in den zweiten, allerdings längeren, Teil der Saison 2018/2019.

Nach der unnötigen und bitteren 28:29 (15:10) Niederlage gegen Frisch Auf Göppingen verabschiedeten sich die Flames in die EM-Pause. Diese ist jedoch längst wieder vorbei und das Spiel verarbeitet. Nach 10 freien Tagen sind die Flames bereits seit Ende November wieder in der Vorbereitung für die restliche Saison, um die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt 2.0 zu sammeln.

Mit Bogna Sobiech (Polen) und Merel Freriks (Niederlande) waren zwei Flames bei der EM in Frankreich. Merel Freriks konnte sich bei ihrer 1. EM auch gleich über die Bronzemedaille freuen.

Auf Seiten der Elfen standen mit Rückraummitte Mia Zschoke und Rechtsaußen Amelie Berger sogar zwei Spielerinnen im EM-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Besonders Amelie Berger bekam bei ihrem EM-Debüt einige größere Spielanteile und wusste dabei zu überzeugen.

Zu überzeugen wussten die Elfen auch in den meisten Spielen dieser Saison. Unter dem neuen Trainer Robert Nijdam verloren die Elfen bisher erst 2 Spiele und diese nur bei den beiden TOP-Mannschaften SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen. Der BVB dagegen musste ohne Punkte zurück nach Dortmund reisen. Somit belegen die Elfen mit 11:5 Punkten und 219:198 Toren den 5. Platz in der Tabelle der HBF.

Die Flames finden sich derzeit mit 4:12 Punkten und 208:229 Toren auf dem 11. Platz der Tabelle wieder. Daher ist die Favoritenrolle schnelle geklärt. Hinzu kommt, dass die Elfen zu Hause diese Saison noch kein Spiel verloren haben, lediglich beim 26:26 gegen Göppingen einen Punkt abgeben mussten.

Zwischen den Jahren sind die Hallen bekanntlich gut besucht und die Elfen machen am 27.12.2018 ebenfalls ein Event aus diesem Spieltag. Dazu wurden viele ehemalige Spielerinnen eingeladen. Von daher wird die Flames eine volle Halle erwarten und sie müssen und werden die Außenseiterrolle annehmen und darin ihre Chance suchen – auch wenn die Bilanz von 5 Siegen in 5 Spielen ebenfalls für die Elfen spricht.

Daher sieht auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ihr Team in der erneuten Außenseiterrolle: „Leverkusen ist der absolute Favorit. Sie spielen zu Hause und haben eine volle Halle. Sie machen ein Event aus dem Spiel und wollen einen Zuschauerrekord. Dafür haben sie entsprechend Leute eingeladen und Werbung gemacht. Nichtsdestotrotz fahren wir dort nicht hin, um die Punkte zu verschenken, sondern um denen einen heißen Kampf zu bieten. Ich bin mal gespannt, wie sie die Ausfälle von Karolius und Seidel kompensieren, da sie beide etatmäßigen Kreisläufer jetzt nicht haben und man muss sehen, wer da jetzt spielt. Wahrscheinlich wird die junge Jennifer Kämpf dort spielen, aber diese beiden Ausfälle tun Leverkusen schon weh. Ansonsten haben sie ein junges, ehrgeiziges Team, das auf dem Vormarsch ist. Sie haben erst 2 Spiele verloren und haben dementsprechend ein ganz anderes Selbstvertrauen. Aber wir haben ja letztes Jahr bewiesen, dass wir uns um diese Zeit und auch generell gegen Große nicht verstecken müssen. Ich denke, dass wir alles dransetzen, um da ein ordentliches Spiel zu machen. Und dann schauen wir mal. Zwei Punkte wären natürlich schön“, so die Flames-Trainerin.

Im Kampf um den Klassenerhalt zählt jeder Punkt und die Flames haben diese Saison schon mehrfach bewiesen, dass sie gegen die Großen mithalten können. Sie müssen dafür allerdings wieder alles in die Waagschale werfen und jede Spielerin 100% von der ersten bis zur letzten Sekunde geben. Dann klappt es vielleicht mit einem verspäteten Weihnachtsgeschenk. Heike Ahlgrimm jedenfalls hat ihr Team entsprechend darauf vorbereitet. Und über zwei ungeplante Punkte an ihrer alten Wirkungsstätte in Leverkusen (2002-2010 als Spielerin und 2012-2014 als Trainerin) würde sich sicher nicht nur Heike Ahlgrimm freuen…